Das Wichtigste auf einen Blick:
- Geräuschunterdrückung nicht bei allen Modellen gleich effektiv
- einige Frequenzen werden besser ausgeblendet als andere
- Klang verändert sich, wenn der Kopfhörer passiv genutzt wird
- Hersteller setzen verstärkt auf Bluetooth-Technik
- Unterschiede bei der Akkulaufzeit
- Eigenrauschen
Bose QuietComfort Ultra Headphones (2. Gen.): Boses aktuelles ANC-Flaggschiff mit bis zu 30 Stunden Akkulaufzeit, verbesserter Geräuschunterdrückung und verlustfreiem USB-C-Audio. (Bildquelle: amazon.de)
Wie werden ANC-Kopfhörer geprüft?
Kopfhörer mit geschlossener Bauweise reduzieren bereits Umgebungsgeräusche. Noch wirkungsvoller arbeiten ANC-Kopfhörer (Active Noise Cancelling), die störende Geräusche aktiv ausblenden. In Fachzeitschriften-Tests steht daher nicht nur der Klang im Fokus – das entscheidende Kaufkriterium –, sondern auch die Qualität der aktiven Geräuschunterdrückung. Wie gut funktioniert sie? Beschränkt sich die Filterung auf bestimmte Lärmquellen oder eliminiert sie nahezu alle Geräusche, sodass kaum etwas zum Ohr durchdringt? Wie lang hält die Akku-Laufzeit im ANC-Modus? Außerdem ist spannend, ob sich In-Ear-, On-Ear- oder Over-Ear-ANC-Modelle klanglich verändern, sobald die Geräuschunterdrückung aktiviert wird.Darüber hinaus müssen ANC-Kopfhörer in allen Disziplinen glänzen, die auch für Kopfhörer ohne aktive Filterung zählen. Dazu gehören Verarbeitung und Materialwahl. Auch hinsichtlich Ausstattung, Tragekomfort und Bedienfreundlichkeit wollen ANC-Geräte überzeugen, um in den Bestenlisten vorne mit dabei zu sein. Tests prüfen beispielsweise, ob das Kabel abnehmbar ist, was bei Defekten den Austausch erleichtert – oder ob es überhaupt ein Kabel braucht, da immer mehr ANC-Kopfhörer per Bluetooth kabellos arbeiten. Ein weiteres Bewertungskriterium sind die unterstützen Bluetooth-Codecs: Hochwertige Standards wie LDAC, aptX Adaptive oder aptX Lossless liefern eine deutlich bessere Klangqualität als das weit verbreitete, aber verlustbehaftete SBC. Auch die Multipoint-Funktion, mit der sich der Kopfhörer zugleich mit zwei Geräten – etwa Handy und Laptop – verbinden lässt, gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Wie läuft die aktive Geräuschunterdrückung ab?
Die Abkürzung „ANC“ bedeutet „Active Noise Cancelling“, auch unter „Active Noise Control“ bekannt. Dabei handelt es sich um eine Technik, die störende Außengeräusche mittels Gegenschall minimiert. Winzige Mikrofone im Kopfhörer erfassen die Umgebungssounds, woraufhin ein Signal mit gleicher Amplitude, aber entgegengesetzter Phase erzeugt wird. Treffen diese Schallwellen zusammen, löschen sie sich gegenseitig – zumindest teilweise. Denn eine vollständige Neutralisation von Außengeräuschen ist nicht möglich. Zum einen, da der Kopfhörer nicht perfekt an jede Ohrform angepasst ist, zum anderen, weil Geräusche auch über den Schädelknochen zum Trommelfell gelangen.Moderne ANC-Technologien sind oft adaptiv: Sie regulieren die Stärke der Lärmreduzierung automatisch entsprechend der aktuellen Umgebung – etwa weniger bei ruhiger Kulisse, stärker in lauter Bahn oder im Flugzeug. Das hilft, Eigenrauschen zu reduzieren und die Akkulaufzeit zu verlängern.
Sonys WF-1000XM6 bietet mehrstufiges, adaptives ANC – die erweiterte Mikrofonanordnung erkennt Umgebungsgeräusche präziser und unterdrückt sie auch in mittleren und hohen Frequenzbereichen zuverlässig. (Bildquelle: amazon.de)
Welche Geräusche werden besonders gut herausgefiltert?
ANC-Kopfhörer sind am wirkungsvollsten bei monotonen, tiefen Geräuschquellen, wie sie etwa im Flugzeug oder Zug typisch sind. Schwieriger wird es bei hohen Frequenzen, beispielsweise Stimmen. Die aktive Geräuschunterdrückung funktioniert übrigens auch ohne simultanen Nutzsound wie Musik oder Hörbuch, wenn Sie etwa ungestört lesen möchten.Das Gegenstück zu ANC ist der Transparenzmodus (auch Ambient- oder Durchhörmodus genannt), der heute bei fast allen hochwertigen ANC-Modellen zum Standard gehört: Außengeräusche werden über Mikrofone gezielt ans Ohr geleitet, während tieffrequente Töne weiterhin gedämpft bleiben. Das ist praktisch für Durchsagen im Bahnhof, Flughafen oder Gespräche, ohne den Kopfhörer abnehmen zu müssen.
ANC versus herkömmliche Kopfhörer
Der wesentliche Vorteil von ANC-Kopfhörern liegt darin, dass Sie selbst in lauter Umgebung die Musik nicht lauter drehen müssen, um Umgebungsgeräusche zu übertönen. Das ist ein großer Pluspunkt. Allerdings hat das System auch seine Schattenseiten: Die aktive Geräuschunterdrückung erzeugt ein Eigenrauschen, dessen Lautstärke je nach Modell variiert. Dieses Grundrauschen fällt meist nur bei sehr leisen Passagen oder ohne abgespielte Musik auf.Zudem benötigen ANC-Kopfhörer Strom, der meist über einen integrierten, wiederaufladbaren Akku bereitgestellt wird. Einige hochwertige Modelle bieten inzwischen wechselbare Akkus, was die Lebensdauer verlängert und umweltfreundlicher ist – in der Mehrheit sind allerdings fest eingebaute Akkus Standard. Sobald der Akku leer ist, verändert sich die Klangqualität merklich. Der Unterschied zwischen aktiviertem ANC- und passivem Modus ist in jedem Fall hörbar, teils stark, teils dezent. Außerdem sollten Sie beachten, dass nicht alle ANC-Kopfhörer im passiven Betrieb funktionieren. Ist der Akku erschöpft, ist bei diesen Modellen keine Musikwiedergabe mehr möglich.
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