Kabellose Gaming-Headsets Der Aufpreis für das Plus an Freiheit lohnt
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Schnittstellen: Funk oder Bluetooth
- Aufladen per USB
- auf die Kompatibilität zu Ihrer Plattform achten
- Aufpreis gegenüber kabelgebundenen Modellen
Während bei Smartphone-Kopfhörern das Kabel so langsam gänzlich ausgedient hat, ist es in der Gaming-Headset-Sparte immer noch häufig zu sehen. Gute kabellose Gaming-Headsets sind teurer als ihre klassisch-kabelgebundenen Kollegen, bieten aber ein klares Plus an Komfort und Flexibilität, was den Aufpreis durchaus rechtfertigt. Wir erklären Ihnen, was die Kabellosen sonst noch ausmacht und worauf vor dem Kauf zu achten ist.
Was zeichnet kabellose Headsets aus?
Gaming-Plattformen gibt es viele und nicht jedes kabellose Gaming-Headset ist für alle gängigen Kandidaten von PC über Konsolen wie die PlayStation 5, Xbox Series X oder Nintendo Switch bis hin zur Nutzung mit dem Smartphone ausgelegt. Je nach verwendeter Schnittstelle kann ein kabelloses Gaming-Headset zum Beispiel nur am PC funktionieren oder auch mit beliebigen Endgeräten gekoppelt werden. Die Stromversorgung erfolgt über integrierte, wiederaufladbare Akkus. Die Laufzeiten fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Etwa 20 Stunden Betrieb sind aber inzwischen für die meisten Modelle typisch. Viele Headsets können zudem auch mit angeschlossenem Ladekabel benutzt werden.
Worauf sollte vor dem Kauf eines Gaming-Headsets geachtet werden?
Vor dem Kauf sollten Sie sich gut überlegen, für welche Gaming-Plattform das Headset geeignet sein soll. Sollten Sie sich ein PC-Headset mit Bluetooth wünschen, dann sollten Sie zuvor klären, dass Ihr Desktop-PC auch Bluetooth unterstützt. Denn Bluetooth ist bei PCs noch keine Selbstverständlichkeit.
Für die Einschätzung der Soundqualität sind Tests und Rezensionen natürlich das beste Mittel, doch auch ein Blick in die technischen Daten kann hilfreich sein. Im Falle der Gaming-Headsets ist vor allem die Größe des Treibers ein guter Orientierungspunkt. Aktuell stellen viele Hersteller ihr Portfolio von 40-mm-Treibern auf 50-mm-Treiber um. Die Headsets mit dem größeren Treiber versprechen einen intensiveren Klangeindruck.
Ein Headset soll natürlich auch ein paar Jahre halten. Ein typischer Defekt sind Brüche des Kopfbügels oder der Ansatzstelle zwischen Kopfbügel und Ohrhörer. Idealerweise sind sie aus Metall (z.B. Aluminium) gefertigt, denn Kunststoff wird mit der Zeit spröde, was gerade beim Kopfbügel, auf dem ständig Druck ist, schnell zu Brüchen führen kann. Ein weiteres typisches Verschleißteil ist der Bezug der Ohrpolster. Gerade Kunstleder tendiert bei langfristiger Beanspruchung dazu, sich aufzulösen. Im Idealfall liefert der Hersteller ein zweites Paar Polster mit.
Hersteller-Ranking: Wer baut die besten Gaming-Headsets?
Bei einer Auswertung aller Tests und Käuferrezensionen für den Zeitraum von 2018 bis 2023 hat sich Asus als Hersteller mit der besten Durchschnittsnote entpuppt. Die generell eher hochpreisigen Modelle der Asus-Gaming-Marken ROG und TUF kommen sowohl bei Testern als auch bei den Kunden gut an. Auffällig ist auch, dass der populäre Hersteller Razer keinen Platz in den Top 10 ergattern konnte.
| Hersteller | Gesamtnote Ø | |
|---|---|---|
| 1. | Asus | 1,45 |
| 2. | Sennheiser | 1,58 |
| 3. | HyperX | 1,59 |
| 4. | Corsair | 1,63 |
| 5. | Lioncast | 1,70 |
| 6. | SteelSeries | 1,77 |
| 7. | Creative | 1,83 |
| 8. | Trust | 1,83 |
| 9. | Sony | 1,87 |
| 10. | Logitech | 1,96 |
Wie schneiden kabellose Gaming-Headsets in Testberichten ab?
In professionellen Produkttests spielt natürlich die Klangqualität die größte Rolle und ist so gut wie immer auch entscheidend für das abschließende Urteil der Testerinnen und Tester. Dabei werden teilweise aber andere Kriterien angewendet als bei herkömmlichen Kopfhörern, denn das bevorzugte Klangprofil bei Gaming-Headsets ist meist basslastig. Trotzdem dürften die Mitten und Höhen nicht im Getöse untergehen – ein typisches Problem von günstigeren Gaming-Headsets. Die kabellose Verbindungsqualität spielt nur eine untergeordnete Rolle, da Gaming-Headsets hier üblicherweise keine Auffälligkeiten mehr zeigen. Bei kabellosen Modellen kann die Akkulaufzeit ebenfalls zu einem entscheidenden Faktor werden, denn hier gibt es teils große Unterschiede. Der Komfort wird in der Regel auch bewertet, ist letztlich aber immer abhängig von der individuellen Kopf- und Ohrenform.
































