Das Wichtigste auf einen Blick:
- Bestehen meist aus einem Kaltschaumkern mit Viscoschaumauflage
- Reagieren auf Körperwärme und versprechen völlige Druckentlastung
- Wärmestau einer der meistgenannten Nachteile
- Zertifizierungen (OEKO-TEX Standard 100, CertiPUR) als wichtige Kaufkriterien
- Empfohlen für Seitenschläfer und Menschen, die im Schlaf nicht so schnell schwitzen
- Hybrid-Matratzen im Kommen
Viscoschaum verfügt über eine spezielle Elastizität, die eine vollständige Druckentlastung ermöglicht. Memory-Foam-Matratzen bestehen meist aus einem Kaltschaumkern mit einer Schicht Viscoschaum. (Bildquelle: amazon.de)
Viscomatratzen im Überblick: Wie viel steckt hinter dem Versprechen vom Schlafen wie auf Wolken?
„Schlafen wie auf Wolken" ist ein häufig genutztes Marketingversprechen. In Matratzen-Tests sind vor allem Kaltschaummatratzen, Federkernmatratzen und – etwas seltener – Latexmatratzen vertreten. Viscomatratzen tauchen in Vergleichstests der Stiftung Warentest gelegentlich als eigenständige Kategorie oder als Teil von Hybridmatratzen-Tests auf. Auch wenn man eine Matratze sucht, die in jeder Schlafposition und für jeden Körpertyp optimal stützt, finden sich bei den von Stiftung Warentest geprüften Modellen passende Lösungen.Grundgedanke: Schlafen ohne drückende Stellen und Auflagedruck
Viscoschaummatratzen passen ihre Elastizität an die Körperwärme an. Diese thermoplastischen Schäume mit temperaturabhängiger Nachgiebigkeit wurden ursprünglich von der NASA entwickelt und seit den 1980er-Jahren vermehrt im Privatbereich und in Kliniken eingesetzt. Bekannt auch unter dem Namen Memoryschaum, werben Hersteller mit dem angenehmen Liegegefühl, das druckstellenfrei ist und sich punktgenau an die Konturen des Körpers anpasst. Besonders geeignet erscheint eine viskoelastische Matratze für Seitenschläfer, Menschen mit kräftigerer Statur sowie alle, die das Gefühl vom „Schlafen wie auf Wolken" genießen möchten.Gängige Kritikpunkte: Zu starkes Einsinken kann den Schlaf stören
Wären viscoelastische Matratzen nicht vergleichsweise kostspielig, würden sie nicht nur Rückenschmerzen geplagten oder Bandscheibengeschädigten schmerzfreien Schlaf ermöglichen, sondern auch gesundheitsbewussten Schläfern ein luxuriöses Liegegefühl bieten. Allerdings gibt es wichtige Vor- und Nachteile. Die zäh-nachgiebigen Eigenschaften des Materials können für bewegungshungrige Schläfer belastend sein, da sich die durch Liegen entstandene Mulde nur verzögert zurückbildet. So fällt das Positionswechseln schwer und erfordert Mühe. Für körperlich eingeschränkte oder schwergewichtige Personen kann das tiefe Einsinken das Umdrehen sowie Umlagern kompliziert bis unmöglich machen und den Schlaf beeinträchtigen. Das sollte nicht unterschätzt werden, denn Bewegung im Schlaf versorgt die Bandscheiben mit lebenswichtigen Nährstoffen und fördert deren Erholung. Umgekehrt kann bei Bettlägerigen mit Druckgeschwüren die größere Auflagefläche und die gleichmäßige Druckverteilung wohltuend sein.Ein weiterer bekannter Kritikpunkt ist der Wärmestau: Klassischer Viscoschaum speichert Körperwärme stärker als andere Materialien, was insbesondere im Sommer oder für Warmduscher störend sein kann. Moderne Hersteller begegnen diesem Problem mit verschiedenen Ansätzen, darunter Gelschaum-Einlagen (Gel-Memory-Foam), der kühlere Schlaftemperaturen ermöglichen soll, oder spezielle Bezugsmaterialien mit wärmeregulierenden Eigenschaften. Wer auf Temperaturkomfort Wert legt, sollte diese Aspekte beim Kauf gezielt prüfen.
Top 3 Viscomatratzen mit praktischen Griffschlaufen zum Wenden
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ab 379,00 € ![]() Gut 1,7 |
Druckentlastend und atmungsaktiv Weiterlesen |
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344 Meinungen 0 Tests |
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Komfortabel, aber nicht so fest wie ausgelobt Weiterlesen |
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125 Meinungen 1 Test |
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ab 159,90 € ![]() Gut 1,8 |
Anpassungsfähig, aber mit gewissen Mängeln Weiterlesen |
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1.483 Meinungen 0 Tests |
Auf hochwertiges Raumgewicht und Zertifizierungen achten
Wie gut eine viscoelastische Matratze ausreichend Bewegung im Schlaf ermöglicht, hängt vom Matratzenaufbau und der Qualität des verwendeten Schaums ab. Experten empfehlen ein Raumgewicht von mindestens RG 50 (50 kg/m³ Schaumrohmasse), damit die Rückstellfähigkeit des viscoelastischen Kerns über längere Zeit erhalten bleibt. Matratzen mit deutlich geringerem Raumgewicht sind zwar günstiger, jedoch ist bei einem RG von etwa 40 die Grenze zur Discounterqualität erreicht. Wer beim Kauf nicht genau hinschaut, muss mitunter schon nach ein bis zwei Jahren eine neue Viscomatratze suchen. Die Rückstellkraft lässt sich auch mit einem einfachen Test einschätzen: Je schneller sich eine Druckmulde nach Belastung zurückbildet, desto elastischer der Schaum.Achten Sie beim Kauf zudem auf Schadstoffzertifizierungen. Gängige und anerkannte Prüfzeichen sind das OEKO-TEX Standard 100-Siegel sowie das CertiPUR-Zertifikat, das speziell für Schaumstoffe relevante Schadstoffgrenzen definiert. Beide geben Sicherheit, dass der verwendete Schaum auf schädliche Substanzen geprüft wurde.
Viscoschaum fast immer in Kombination mit Kaltschaum
Die Hilding Sweden Essentials besitzt eine weiße Lage aus viscoelastischem (Memory-)Schaum, die sich optimal den Körperkonturen anpasst. (Bildquelle: amazon.de)
Da eine reine Viscoschaummatratze ein extremes Einsinken begünstigt, wird dieser Matratzen-Typ meistens aus einem Kaltschaumkern und einer Viscoschaumauflage gefertigt. Ein komplett aus Viscoschaum hergestelltes Modell wäre nicht nur sehr teuer, sondern auch weniger atmungsaktiv. Daher wird Kaltschaum häufig als Basis gewählt, die zusätzlich die Stabilität verbessert und die Rückstellkraft des Schaums erhöht. Einige Matratzen sind so konstruiert, dass man sowohl eine Kaltschaum- als auch eine Gelschaumseite als Liegefläche verwenden kann.
Zunehmend beliebt sind heute auch Hybrid-Matratzen, die einen Taschenfederkern mit einer Visco- oder Gelschaumauflage kombinieren. Sie vereinen die gute Belüftung und Punktelastizität des Federkerns mit der druckentlastenden Wirkung des Memoryschaums. Besonders für Personen, die keinen verstellbaren Lattenrost haben und dennoch von den Vorteilen des Viscoschaums profitieren wollen, kann eine Taschenfederkernmatratze mit Viscoauflage eine gute Alternative sein.
Ein wichtiger Rat für die Schlafumgebung: Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte nicht zu niedrig sein, da sonst das angenehm nachgiebige Material an Elastizität verliert und mit der Zeit unangenehm hart werden kann. Als Faustregel gilt eine Raumtemperatur von etwa 16 bis 19 Grad Celsius für optimalen Schlaf – in diesem Bereich entfaltet Viscoschaum seine Eigenschaften am besten.
Für Komfortliebhaber: Kleine Auswahl an besonders hohen Viscomatratzen
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