Das Wichtigste auf einen Blick:
- Gebräuchlichstes, nicht aber komfortabelstes Single-Format
- Stiftung Warentest testet Matratzen nicht mehr ausschließlich in Größe 90 x 200 cm
- Test-Ergebnisse auf kleine Größenabweichungen übertragbar
- Gute Kompromisse für Gelegenheits-Paarschläfer: 120 x 200 oder 140 x 200 cm
- Beliebt: Duo-Matratzen mit zwei Liegehärten durch Wenden
- Größte Auswahl v. a. bei Schaumstoffmatratzen und Federkernmatratzen
Kaum zu glauben, doch im kompakten Rollenpaket der myNap TFK von Schlaraffia verbirgt sich ein Taschenfederkern, der bei Stiftung Warentest für seine komfortablen Liegeeigenschaften bei allen Körpertypen mit einer guten Bewertung überzeugen konnte. (Bild: schlaraffia.de)
Die Wahl der richtigen Matratzenmaße erfordert kein physikalisches Expertenwissen. Unabhängig davon, ob Sie bevorzugt auf einer Latexmatratze, Kaltschaummatratze oder Federkernmatratze schlafen: Die komplexe Zusammensetzung von Materialien, Raumgewicht, Belüftungskanälen oder Liegezonen spielt eine untergeordnete Rolle. Ausgenommen davon sind Wasser- oder Boxspringbetten.
Kurz gesagt: Fast jede Matratzenart ist in der gewünschten Größe erhältlich – nicht nur im Einzelmaß 90 x 200 cm, sondern häufig auch als Sondergröße. Messen Sie einfach den Lattenrost und das Bettgestell, die Sie nutzen möchten oder bereits besitzen.
Wer flexibel bleiben möchte oder seine 90x200-cm-Matratze auch im Doppelbett einsetzen will, kann auf Duo-Matratzen mit zwei unterschiedlichen Härtegraden (und Liegeflächen) zurückgreifen; abgebildet ist hier das Modell f.a.n. Duo Fit. (Bild: amazon.de)
Welche Matratze passt am besten zu mir? Gibt es eine einfache Faustregel?
Viele Alleinstehende entscheiden sich für das Standardmaß von 90 x 200 cm und nehmen im Laden einfach die gerade verfügbare Matratze mit. Das kann jedoch nach hinten losgehen. Wer nicht bereit ist, länger auf eine passende Matratze zu warten, liegt womöglich viele Jahre auf einer zu schmalen oder zu kurzen Matratze. Die gängige Empfehlung für die Matratzenlänge ist: Wählen Sie etwa Ihre Körpergröße plus mindestens 20 cm.Wenn Sie hin und wieder nicht allein schlafen, unruhig sind oder einfach besonders bequem liegen wollen, sollten Sie eine breitere Matratze ins Auge fassen. Immer vorausgesetzt, der Platz im Schlafzimmer lässt das zu.
Mit einer Doppelmatratze in doppelter Breite des beliebten 90x200-cm-Maßes sind Sie allerdings weniger flexibel, falls unterschiedliche Schlafvorlieben bestehen. Denn die bevorzugte Matratzenhärte sowie ob die Unterlage eher wärmt oder kühlt, ist immer eine individuelle Entscheidung.
Zusätzlich zu persönlichen Komfortfaktoren kann bei Matratzen der Größe 90 x 200 cm das „HEIA-Körperschema“ als Orientierung dienen, auf dem die Stiftung Warentest ihre Matratzentests aufbaut:

Kaltschaummatratze im Format 90 x 200 cm: Wenn es ein Testsieger sein soll
Die MFO VitaSan Komfort Kaltschaummatratze, von Stiftung Warentest in 90 x 200 cm geprüft, bietet eine gute Liegequalität für alle Körperformen – sowohl in Rücken- als auch in Seitenlage. Einen Kritikpunkt äußerte die Testredaktion wegen Pilling am Bezug, also kleinen Knubbeln, die sogar unter dem Bettlaken spürbar sind. Diese Knötchenbildung trat aber bei nahezu allen Matratzen im Test auf. Lediglich Schlaraffia und der Kaltschaum Ocean Clean von Hn8 erzielten hier bessere Ergebnisse.
Schaumstoffmatratze im Format 90 x 200 cm: Beste Wertung im Warentest
Laut Stiftung Warentest bietet die Schaumstoffmatratze Breckle Weida Pro Body S 592 für alle Figurtypen „guten“ Liegekomfort – egal ob in Rücken- oder Seitenlage. Beim Punkt Druckverteilung erhielt sie nur ein „Befriedigend“, was jedoch bei allen Modellen desselben Matratzentests typisch war.Aktuellen Matratzentest ansehen
Wie viele Federn sollte eine hochwertige Federkernmatratze in 90 x 200 cm haben?
Eine qualitativ gute Matratze in der Größe 90 x 200 cm sollte mindestens 460 Federn enthalten, manche Premium-Modelle verfügen sogar über mehr als 1.000 Federn. Diese feine Aufteilung ermöglicht hohe Punktelastizität, da nur die belasteten Federn nachgeben. – ÖKO-TEST
Prüft die Stiftung Warentest Matratzen im Format 90 x 200 cm?
Ja, die meisten von Stiftung Warentest getesteten Matratzen sind Standardmodelle mit Maßen von 90 x 200 cm. Über unsere Filter lassen sich aber auch breitere, von Stiftung Warentest bewertete Matratzen finden, die mehr Komfort für Alleinschläfer oder für Paare bieten.Wenn Sie sich an den Testergebnissen orientieren, aber eine andere Größe wählen möchten, können diese Ergebnisse bis zu einem bestimmten Maß übertragen werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt dies zumindest für Matratzen bis zu einer Liegefläche von 100 x 200 cm.
Je größer die Abweichung bei der Größe, desto eingeschränkter ist die Übertragbarkeit des Testsiegels. So kann eine Matratze mit den Maßen 180 x 200 cm völlig andere Liegeeigenschaften aufweisen als die getesteten Muster. Zudem werden breite Matratzen meist von Paaren genutzt, wodurch sich die Liegeeigenschaften verändern können.
Preiswert, aber häufig zu schmal: Das Problem bei schnell verfügbaren 90x200-cm-Matratzen
Erfreulicherweise bieten Matratzen der Größe 100 x 200 oder 120 x 200 cm einen guten Kompromiss. Junge Leute, die gelegentlich Besuch zum Übernachten bekommen und auch mal zu zweit schlafen möchten, tendieren oft zur Größe 140 x 200 cm. Ein Bett dieser Abmessung wirkt noch nicht zu groß wie ein Partnerbett, bietet aber ausreichend Platz für zwei Personen mit durchschnittlichem Gewicht.Welche Auswahl gibt es bei Matratzen in der Größe 90 x 200 cm?
Das Angebot ist sehr umfangreich: Es existieren verschiedene Materialien, häufig mit fünf bis sieben Liegezonen, unterschiedlichen Raumgewichten, Härtegraden und teilweise waschbaren Bezügen. Die größte Vielfalt findet man bei Schaumstoffmatratzen, sei es einfacher Komfortschaum oder der beliebte Kaltschaum. Bei Federkernmatratzen können Sie zwischen Tonnentaschen- und Taschenfederkern wählen, die beide durch eine hohe Punktelastizität überzeugen, das heißt eine optimale Anpassung an die Körperkonturen ermöglichen.Hinweis: Taschenfederkernmatratzen sind in der Regel teurer als normale Federkernmatratzen, da sie eine bessere Punktelastizität bieten. Dabei sind die Federn einzeln in textile Taschen eingearbeitet und an den Verbindungsstellen miteinander verbunden. Somit kann jede Feder individuell reagieren. Nehmen Sie sich beim Kauf unbedingt Zeit zum Probeliegen. Eine falsch gewählte Matratze kann jahrelang für Unzufriedenheit sorgen, nur weil man sich für ein schnell verfügbares Standardmodell vom Discounter entschieden hat.


























