Das Wichtigste auf einen Blick:
- Breite Auswahl an Matratzentypen
- Top-Eigenschaften: Atmungsaktivität, Körperunterstützung und Druckentlastung
- Stiftung Warentest: Testsieger Viva Plus Aqua für alle Körperbautypen geeignet
- Schweiß und Wärme kann den Kaltschaum aufweichen (Kuhlenbildung)
- Sortiment unterteilt sich in Bultex, Geltex, ComFEEL plus, Nature, MyNap und Gigant
- Taschenfederkerne mit mehr oder weniger komplexen Zwischen- und Dämpfungseinlagen
Mit der Viva Plus Aqua erringt Schlaraffia einen Spitzenplatz bei Stiftung Warentest. Die Hybridmatratze vereint einen zonierten Taschenfederkern mit einer komfortablen Zonen-Schaumstoffauflage, die bei Schlaraffia als „Bultex-plus-Komfortauflage“ bekannt ist. (Bildquelle: schlaraffia.de)
Schlaraffia-Matratzen im Test: Wie schneiden sie im Vergleich zu anderen Marken ab?
Schlaraffia-Matratzen werden häufig mit bequemem Liegekomfort und einer gewissen Haltbarkeit in Verbindung gebracht. Markenbegriffe wie Bultex und Geltex stehen für hochwertige Schaumstoffqualität. Besonders mit der Viva Plus Aqua erzielte die Marke bei der Stiftung Warentest eine hervorragende Platzierung – auch wenn die Bewertung leichte Abzüge aufgrund von Einflussfaktoren wie Schweiß und Wärme auf die Langlebigkeit erhielt. Zusätzlich hebt Schlaraffia stolz die Clever 35 TFK Smartline hervor, die von Stiftung Warentest als „gut“ eingestuft wurde. Diese Taschenfederkernmatratze bietet überwiegend gute bis durchschnittliche Liegeeigenschaften bei Rücken- und Seitenschläfern aller Körpergrößen, wobei die Tester für die differenzierte Bewertung eigens die "H-E-I-A"-Typologie entwickelten.Diese Klassifizierung unterscheidet große, stämmige Personen (H-Typ), schlanke große Menschen (E-Typ) sowie kleine, schlanke (I-Typ) und kleine, kräftigere Personen (A-Typ). Qualitativ negativ fallen gelegentlich einzelne Modelle auf, die aufgrund einer passenden Kontaktfläche zwischen Mensch und Matratze als zu groß bewertet wurde – dies schränkt die Bewegungsfreiheit ein, was die Schlafqualität beeinträchtigen und zu verstärktem Schwitzen führen kann. Beispielhaft wird die Sky 200 Matratze genannt: Obwohl sie als „gut“ bewertet wurde, sorgt das etwas tiefere Einsinken, verbunden mit einer nur befriedigenden Bewertung der Kontaktfläche, für gemischte Kritiken. Dieses Modell spiegelt auch die Schwankungen der Marke in Bezug auf das Zusammenspiel von Liegeeigenschaft und Haltbarkeit wider.
Zu den Modellen mit aktuellen Top-Testergebnissen zählen die Schlaraffia My Nap TFK, der Testsiegerin bei Stiftung Warentest aus dem Jahr 2024 sowie die Schlaraffia My Nap (Test von 2022)
Schlaraffia setzt bei Matratzen mit "Geltex inside", hier am Beispiel der Gala 3P Geltex inside, ergänzend zu den bekannten Eigenschaften wie druckentlastend, körperunterstützend und atmungsaktiv auf ein 7-Zonen-System mit würfelförmigen Einschnitten in der Kernstruktur. (Bildquelle: amazon.de)
Bultex von Schlaraffia: Kaltschaum mit naturschwammähnlicher Struktur
Hinter dem Begriff „Bultex“ versteckt sich ein Kaltschaum, der in seiner Struktur einem Naturschwamm ähnelt. Schlaraffia nutzt diesen, um den Kundenwunsch nach luftdurchlässigen und anpassungsfähigen Materialien zu erfüllen. Abgesehen von den marketingwirksamen Begriffen handelt es sich bei Bultex um klassischen Kaltschaum mit offenporiger Zellstruktur und einer mittleren bis hohen Dichte (Raumgewicht).Seine primäre Aufgabe ist neben der Feuchtigkeitsregulierung die Anpassung an die Körperkonturen, damit an Druckpunkten wie Schultern, Hüfte und Becken eine hohe Nachgiebigkeit, sprich „Punktelastizität“, gewährleistet ist. Bultex-Matratzen besitzen sieben Liegezonen, die den Körper gezielt stützen und entlasten, um eine gerade Haltung der Wirbelsäule zu fördern. Auch bei den Hybrid-Modellen von Schlaraffia – wie der Highway 240 TFK ComFEEL plus – kommt Bultex zum Einsatz. Diese sind für Personen gedacht, die sich zwischen Kaltschaum- und Federkernmatratzen nicht entscheiden wollen.
Geltex-Technologie: Was steckt dahinter?
Bei Schlaraffia-Matratzen mit Geltex oder der zweiten Generation „Geltex Quantum“ wird ein elastisches Gel mit luftdurchlässigem Schaummaterial kombiniert. Ähnlich wie beim Bultex handelt es sich um ein modernes Materialkonzept, das eine verbesserte Aufnahme von Feuchtigkeit, ein trockenes Schlafklima sowie eine gute Belüftung gewährleistet.Bultex-Modelle mit einer „ComFEEL Plus“-Technologie verfügen über einen „Clima-Feel“-Bezug, der besonders gut Feuchtigkeit ableitet und transportiert. Damit erhält der Kunde eine Matratze, die druckentlastend, körperunterstützend und atmungsaktiv ist – diesmal ergänzt um einen neuen Begriffsklang, der die Eigenschaften noch besser betont. Die Quantum Touch Serie richtet sich besonders an Nutzer, die ein weich nachgiebiges Liegegefühl bevorzugen, während Quantum-Modelle für Einsteiger eher als fest empfunden werden.
Die Naturlatexmatratze „Blauspecht 200 SW“ aus der Schlaraffia Nature-Serie zeichnet sich durch Materialien wie Schurwolle, Torf- und Flachswolle sowie einen Kern aus 100% Naturkautschuk aus – Qualität hat hier ihren Preis. (Bildquelle: amazon.de)
Natürliche Materialien bei Schlaraffia: Was bieten Nature-Matratzen?
Die „Nature“-Linie von Schlaraffia richtet sich insbesondere an Allergiker, Umweltbewusste und Menschen mit sensiblen Ansprüchen. Sie umfasst Matratzenfamilien wie „Grünfink“ und „Blauspecht“, die entweder einen Kern aus Naturkautschuk sowie Einlagen aus Kokosfasern oder Roggenstroh besitzen. Es mag überraschen, dass ein Hersteller, der traditionell mit klangvollen Produktnamen arbeitet, auch in der Öko-Ecke präsent ist – neben Anbietern wie Dormiente, allnatura oder Grüne Erde, die oft gezielt abseits konventioneller Matratzenmärkte gewählt werden und für Kunden stehen, die ihren Schlafplatz bewusst nach ökologischen Gesichtspunkten auswählen.Wer auf eine umweltfreundliche Herstellung Wert legt und von einer QUL-Zertifizierung für Latexmatratzen profitieren möchte, sollte jedoch die Modelle Grünfink 160 und 200 Aqua kritisch betrachten. Laut Angaben von Schlaraffia wurde hier zugunsten besserer Waschbarkeit und eines höheren Synthetikanteils auf eine durchgängig nachhaltige Materialverarbeitung verzichtet.
Wie definiert Schlaraffia die Härtegrade?
Schlaraffia bietet die drei gängigen Härtegrade von mittelfest bis fest an, die sich nach dem Körpergewicht des Nutzers richten:
- H2: Bis etwa 80 kg – eine mittelfeste Matratze, die sich den Körperkonturen förmlich anschmiegt.
- H3: Bis rund 110 kg – etwas fester, bietet eine sanfte Unterstützung insbesondere im Hüftbereich.
- H4: Ab 110 kg – eine festere Matratze, die besonders durch unterstützende Eigenschaften punktet und ein kräftiges Liegegefühl vermittelt.
Weitere Informationen
Im Bereich Federkern konzentriert sich Schlaraffia auf Kundenwünsche bezüglich bauchiger Tonnentaschenfedern, die bei schwereren Menschen für besseren Halt sorgen. Alle Tonnentaschenfederkernmodelle sind mit sieben Liegezonen ausgestattet („Komfortzonen“), die darauf abzielen, schwere Körperbereiche besser zu stützen und leichtere zu entlasten. Zum Beispiel senkt sich die Schulter beim Seitenliegen nur leicht in die Matratze ein, während die Beckenzone fester gestützt wird, um eine bessere Erholung zu gewährleisten.Ähnlich setzt sich das Zonenprinzip bei den Kaltschaummatratzen fort: Unterschiedlich feste Bereiche sorgen für eine optimale Anpassung. Auch die Hybridmatratzen integrieren Zonen sowohl im Kern als auch in der Schaumstoffauflage, wie es das Topseller-Modell Viva Plus Aqua vormacht, indem es unterschiedliche Drahtstärken im Taschenfederkern mit verschiedenen Härtegraden der Schaumpolsterung kombiniert.





















