Stärken
Schwächen
Dormabell ist die Eigenmarke der Bettenring eG, einer Einkaufsgenossenschaft von Bettenfachhändlern mit Sitz in Filderstadt. Seit über 50 Jahren entwickelt der Bettenring in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie dem Ergonomie Institut München Schlafprodukte, die über ein Netz von mehr als 200 Fachgeschäften in Deutschland und Europa vertrieben werden. Das Ergebnis ist eine überschaubare, aber konsequent auf Qualität ausgerichtete Matratzenkollektion zum entsprechend gehobenen Preis. Wer eine Dormabell-Matratze kaufen möchte, findet sie ausschließlich im Fachhandel, nicht online.
Dormabell im Test: Gute Liegeeigenschaften, aber nicht für alle Schlaftypen
Dormabell ist keine Massenware. Die Matratzen sind teuer, material- und verarbeitungsseitig aber auf einem Niveau, das positiv auffällt. In der Stiftung-Warentest-Datenbank ist die Innova Air S 16 mit dem Urteil „gut“ vertreten, zuletzt bestätigt in der Ausgabe 10/2018. Bezug und Haltbarkeit wurden in diesem Test mit „sehr gut“ bewertet, die Liegeeigenschaften insgesamt ebenfalls positiv. Kritikpunkte: ein anfänglicher Geruch nach dem Auspacken und eine nur befriedigende Handhabung.Ein weniger schmeichelhaftes Bild ergibt sich für die CTS 1200: Im Matratzentest 2015 erhielt sie das Urteil „befriedigend“. Die Testredaktion bemängelte eine Kuhlenbildung unter dem Einfluss von Wärme und Schweiß sowie eine nur mittelmäßige Haltbarkeit. Das ist ein überraschender Befund angesichts des hohen Raumgewichts des Kerns. Die Liegeeigenschaften überzeugten zudem nicht für alle Körperbautypen gleichermaßen: Auf der CTS 1200 liegen Seitenschläfer gut, größere und schwerere Rückenschläfer sowie kleinere Personen mit Schwerpunkt im Beckenbereich hatten hingegen spürbare Einschränkungen.
In den Stiftung-Warentest-Tests der letzten Jahre sind Dormabell-Modelle nicht unter den geprüften Matratzen vertreten. Die verfügbaren Testergebnisse erlauben daher keine abschließende Aussage über den aktuellen Stand der gesamten Produktlinie.
Was sich durch alle getesteten Dormabell-Modelle zieht: sehr gute Bezugsqualität, geringe Schadstoffbelastung und hervorragende Waschbarkeit der Bezüge – Eigenschaften, die man sonst eher bei Testsiegern findet. Der einheitliche Schwachpunkt: der anfängliche Geruch frisch ausgepackter Matratzen, den Dormabell offenbar der Kundschaft zum Auslüften überlässt.
Das Dormabell-Sortiment: Was steckt hinter den Produktlinien?
Dormabell verzichtet auf Latexmatratzen und setzt im Kaltschaum-Bereich ausschließlich auf hochwertige Materialien mit Raumgewichten ab 55 kg/m³ – ein Wert, der deutlich über dem Durchschnitt liegt und in der Regel für gute Langzeithaltbarkeit spricht. Die Produktlinien sind nach einem klaren System benannt, das Kaufinteressierten die Orientierung erleichtert.Die Innova-Linie ist das Kernstück des Sortiments. Sie umfasst Kaltschaum- (Air S), Taschenfederkern- (Air T) und Fiberglasmodelle (Air F) – letztere für Menschen, die metallfreies Schlafen bevorzugen. Die Innova-Modelle sind in drei bis vier Härtegraden erhältlich und verfügen über mehrere Liegezonen.
Die active-Linie setzt auf Kaltschaum auf Pflanzenölbasis, nach Herstellerangaben ohne den Einsatz von Klebstoffen gefertigt und damit aus ökologischer Sicht ein bemerkenswerter Ansatz.
In der CTS-Linie (CTS 500, CTS 900, CTS 1200) setzt Dormabell auf besonders hohe Raumgewichte. Die Oberplatten der CTS 1200 erreichen bis zu 70 kg/m³. Das Versprechen: schwebeleichtes Liegen dank feinstufiger Multizonenschnitte. Das Testergebnis zur CTS 1200 von 2015 relativiert dieses Versprechen allerdings.
Die Sprinx ist Dormabells Taschenfederkernmodell mit besonders hohem Aufbau. Sie ist geeignet für schwere oder breite Seitenschläfer, die tiefer einsinken möchten. (Bild: dormabell.de)
Die Sprinx-Linie schließlich ist für Käuferinnen und Käufer interessant, die eine Taschenfederkernmatratze mit großer Bauhöhe suchen. Mit bis zu 1.000 Taschenfedern und einer airflex-Mehrzonenoberfläche ist sie besonders auf den Liegekomfort von kräftigeren Seitenschläfer:innen ausgelegt, die mehr Einsinktiefe benötigen. Eine verstärkte Sitzkante erleichtert das Aufstehen. Das ist ein Pluspunkt für Ältere oder Menschen mit Gelenkproblemen.
Verfügbare Größen und Härtegrade
Das Portfolio deckt gängige Einzel- und Paarschläfergrößen von 80 x 190 cm bis 160 x 220 cm ab, Sondergrößen eingeschlossen. Eine Einschränkung für Paare mit großen Betten: Breiten von 180 oder 200 cm fehlen im Sortiment. Wer ein Bett dieser Breite besitzt, muss auf zwei separate Matratzen ausweichen.Positiv fällt auf, dass Dormabell auf die unter Herstellern weit verbreiteten, aber normlosen H1- bis H5-Codierungen verzichtet. Stattdessen heißen die Härtegrade schlicht: soft, medium, fest und extrafest – verständlicher für Kaufinteressierte, die sich im Dschungel der Herstellerangaben nicht auskennen.





















