Enthalten einzeln in Säckchen eingenähte Stahlfedern, die miteinander verbunden sind. Geben nur im engeren Bereich der Druckeinwirkung nach. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Taschenfederkernmatratzen am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet.

14 Tests 12.200 Meinungen

Die besten Taschenfederkernmatratzen

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Ratgeber: Taschenfederkernmatratzen

Gute Feder­kerne sind nicht teuer

Stärken
  1. Geben punktuell nach und stützen unterschiedliche Körperbautypen gut ab
  2. Gute Eigenschaften in den Bereichen Durchlüftung und Feuchtigkeitsabtransport
  3. Geringeres Nachschwingen als bei Bonellfederkern-Matratzen
  4. In Gewebetaschen eingeschweißte Sprungfedern behalten auf Druck ihre vertikale Ausrichtung
Schwächen
  1. Meist teurer als Schaummatratzen und einfache Federkernmatratzen
  2. Geringe Wärmedämmung – für Fröstler nicht optimal
  3. Vergleichsweise schwer, daher am besten mit Trageschlaufen
  4. Manche werden unter dem Einfluss von Schweiß und Wärme weicher

Was verraten Tests über Taschenfederkernmatratzen?

Auf Federkernmatratzen träumt es sich entspannter als auf einer althergebrachten Bonellfederung, wie sie beispielsweise Ikea noch an den Kunden bringt. Die einzeln in Gewebetaschen eingeschweißten Zylinderfedern liefern in Tests gute Bewertungsbilder in den Schlüsselkriterien Liegeeigenschaften und Haltbarkeit; selbst bei den sonst so schwierigen Testkapiteln der verschiedenen „H-E-I-A“-Figurtypen liefern die Federkernmatratzen meist gute, mindestens aber durchschnittliche Notenwertungen bei den abgeprüften Komforteigenschaften. Anhand des "H-E-I-A"-Modells unterscheidet die Stiftung Warentest große und schwere Menschen mit Bauch (H-Typ) von großen mit schlanker Figur (E-Typ) und kleinen, leichten (I-Typ) sowie kleinen mit Schwerpunkt Becken (A-Typ) und unterzieht die Matratzen einer anspruchsvollen Detailprüfung für Rücken- und Seitenlieger.

Testsieger gibt es bei allen Arten von Matratzen

Taschenfederkernmatratze hn8 dynamic TFK Testsieger So sehen Testsieger aus: Neben der MFO
Classic belegte die Hn8 Dynamic TFK im Matratzen-Vergleich der Stiftung Warentest einen der beiden ersten Plätze. (Bildquelle: hn8.de)

Im Kräftemessen der verschiedenen Matratzenarten gewinnt dabei keine bestimmte Matratze das Rennen um die Spitzenplätze – Testsieger gibt es in allen Kategorien und Preislagen. Taschenfederkernmatratzen überzeugen aber regelmäßig mit den „großen Drei“ (punktelastisch, Elastizität und Kernbelüftung). Auch Studien zufolge tun sie dem Rücken etwas Gutes: Die Wirbelsäule könne sich auf Taschenfederkernmatratzen besser regenerieren als auf Kaltschaummatratzen. Komplexe Regenerationsprozesse würden im Schlaf besonders gut unterstützt.

Sind Taschenfederkernmatratzen auch etwas für Schwitzer?

Eine besonders geeignete Zielgruppe für Taschenfederkernmatratzen machen die Tester bei Menschen aus, denen es schnell zu warm wird und ein eher festes dem schwingend-flächenelastischen Liegegefühl wie auf Bonellfedern vorziehen. Die Stahlfedern von Taschenfederkernmatratzen behalten auf Druck ihre vertikale Ausrichtung und können nicht zur Seite ausweichen und setzen, meist mit zusätzlicher 7-Zonen-Unterteilung, den für die unterschiedlich schweren Körperpartien erforderlichen Widerstand für eine korrekte Lagerung der Wirbelsäule entgegen. Weil sie dank ihrer vielen Hohlräume außerdem hervorragend belüftet sind und so für guten Wärme- und Feuchtigkeitsausgleich sorgen, kommen Taschenfederkernmatratzen auch meist mit guten Notenbilanzen zur Haltbarkeit vom Prüfstand. Nur selten finden sich Ausreißer, etwa im Punkt Kontaktfläche. Dann sinken Probanden zu tief in die Matratze ein oder schwitzen schneller; andere wie die Union Unicor TFK werden unter dem Einfluss von Wärme und Schweiß weicher oder müffeln nach dem Auspacken nicht weniger als Kaltschaummatratzen, die für ihre notorische Geruchsbelästigung stehen.
Federkernmatratzen eignen sich vor allem für Menschen, denen im Schlaf schnell zu warm wird. – Stiftung Warentest in "test" 3/2019.

Inwiefern ist das Schlafklima bei Taschenfederkernmatratzen von Belang?

Seit Ende 2016 hat sich die Stiftung aus dem Testkapitel "Schlafklima" zurückgezogen und ergänzt ihre Testaktivitäten nun verstärkt im Punkt Haltbarkeit. Selbst bei Taschenfederkernmatratzen, die ohnehin beispielhaft für ihre robuste Bauweise und günstigen Haltbarkeitsprognosen stehen, wähnt sich die Stiftung damit näher an den Interessen der Kunden als bislang. Tendenziell halten nur die Latexmatratzen noch etwas länger als die versammelte Matratzenkonkurrenz. Denn Latexmatratzen werden auch durch Schweiß und Wärme nicht weicher.

Taschenfederkernmatratze Schlaraffia Clever 35 TFK Die Schlaraffia Clever 35 TFK erlebt das Testkapitel „Liegeeigenschaften“, bei dem die Stiftung Warentest unterschiedliche Körperbautypen einbezieht, als mäßig erfolgreich. Schwere, kompakte Figuren liegen weder seitlich noch auf dem Rücken besonders bequem. (Bildquelle: amazon.de)

Können sich bei einer Federkernmatratze Liegekuhlen bilden?

Auch, wenn Taschenfederkernmatratzen als der langlebig und formstabil gelten, können sich langfristig Liegekuhlen bilden. Das sind Vertiefungen von bis zu mehreren Zentimetern in der Mitte der Matratze, die nicht mehr zurückgehen. Selbst gute Taschenfederkernmatratzen und auch die bauchigeren Stahlfedern von Tonnentaschenfederkernmatratzen können davon betroffen sein. Achten Sie beim Kauf Ihrer Taschenfederkernmatratze auf ein hohes Raumgewicht (oft abgekürzt durch RG). Das Raumgewicht bezieht sich keinesfalls nur auf Kaltschaummatratzen oder Viscoschaummatratzen, sondern generell auf den bei einer Matratze verwendeten Schaumstoff – bei Taschenfederkernmatratzen also auf die die Stahlfedern umgebende Schaumabdeckung. Das Raumgewicht ist ein wichtiges Indiz für eine Qualitätsmatratze. Dieses Raumgewicht bzw. die Rohdichte einer Matratze gibt an, wie viel Kilogramm des Rohmaterials in einem Kubik­meter des Endproduktes vorkommt (also z. B. 45 kg/m³). Zum Vergleich: Gute Schaumabdeckungen bei einer Taschenfederkernmatratze sollten bei RG 45 beginnen, sehr gute liegen bei 55 kg/m³ und höher. Alles, was darunter liegt, lässt sich schwerlich in die Kategorie Qualitätsmatratzen einordnen.

Schon gewusst?

Das Raumgewicht einer Matratze hat nichts mit deren Härtegrad zu tun. Allerdings sind Matratzen mit einem hohen Raumgewicht meist auch punktelastischer – geben also nur dort nach, wo sie belastet werden. Die Stiftung Warentest äußert sich zurückhaltend beim Thema Raumgewicht. Weil Matratzen oft aus unterschiedlichen Lagen bestehen (z. B. aus Schaum­stoff mit und ohne Viscoschaum­auflage) und zudem noch mit verschiedenen Schaumabdeckungen und Materialien auftreten, wäre ein Vergleich von Matratzen anhand ihrer Raumgewichte nicht zielführend. Um mithilfe des Raumgewichts von Matratzen einen echten Qualitätsvergleich ziehen zu können, müssten nicht nur die Schichten einzeln untersucht werden, sondern auch deren Stärke. In den Testergebnissen taucht das Raumgewicht also nur als neutrale Zahl auf, ohne in die Qualitätswertung mit einzufließen.


Im Prüfpunkt Gesundheit & Umwelt geht es ab einem "befriedigenden" Schadstoffurteil abwärts

Hat eine Federkernmatratze in einem der Notenschwerpunkte viel, in anderen sehr wenig drauf, kann es zur Abwertung in der Gesamtnote kommen. Viele der Taschenfederkernmatratzen aus unserer Bestenliste haben diese Schwäche. So kann der Abwertungseffekt in den einzelnen Notensäulen beispielsweise schon ab "Gut" (Note 2,1) bei den Liegeeigenschaften oder "Ausreichend" für den Einfluss von Schweiß und Wärme bei der Haltbarkeit greifen. Je schlechter ein Teilurteil, desto stärker wirkt sich dieser Abwertungseffekt auf das Gesamturteil aus. Im Punkt Gesundheit und Umwelt geht es Matratzen bereits mit einem nur „befriedigenden“ Schadstoffurteil an den Kragen – auch wenn beispielsweise die Notenwertung zur Trennbarkeit der Materialien hervorragend ausfällt.

Benötige ich für eine Taschenfederkernmatratze einen besonderen (Feder-)Lattenrost?

Nicht mehr oder weniger als bei anderen Matratzen, die für guten Luftaustausch aufgrund ihrer offenen Kernstruktur oder beispielsweise durch Schnitte und Bohrungen aufgelockerte Bauweise stehen. Die Stiftung Warentest reagiert aber deutlich zurückhaltend auf die Heilsversprechen vieler Hersteller, die den ihrer Matratze zugeschriebenen Liegekomfort nur in Verbindung mit einem geeigneten Lattenrost verkaufen wollen. Verfügt eine Matratze über gute körperunterstützende Eigenschaften, werde weder ein Lattenrost noch eine spezielle Unterfederung benötigt. Denn ein Lattenrost habe nur die Aufgabe, für ausreichend Belüftung der Matratze zu sorgen – die Stützkraft werde durch ihn nicht verbessert. Auch von teuren Tellerfederrahmen können Sie demnach absehen, weil sich die Federwirkungen des Rahmens und der Matratze gegenseitig blockieren könnten. Ein einfacher, fester Lattenrost, der bereits sehr günstig zu haben ist und auch leicht selbst gebaut werden kann, reicht völlig aus.

Wer kann am ehesten vom Kauf einer Taschenfederkernmatratze profitieren?

Ikea Hovag Wäre der Bezug von Ikeas Hövag abnehmbar, hätte sich im Matratzenvergleich der Zeitschrift „test“ etwas mehr Aufmerksamkeit gesichert. Wegen ihres Preises von rund 150 Euro gehört sie zu den gefederten Schnäppchen. (Bildquelle: ikea.de)

Die mit viel Hohlräumen einer aufgelockerten Struktur konstruierten Taschenfederkernmatratzen könnten, zumal diese Matratzenart boomt, zur beliebtesten Variante für Schwitzer werden. Die meisten Hersteller nennen die Matratzenart hervorragend belüftet, feuchtigkeits- und wärmeabtransportierend sowie anspruchsvoll im Hinblick auf unterschiedlichste Komfortbedürfnisse. In Tests fallen Taschenfederkernmatratzen regelmäßig durch gute Liegeeigenschaften für alle Körperbautypen auf, wobei Rückenschläfer eher gute Liegeeigenschaften finden als Seitenlieger. Beispiele sind die Testsiegermatratze Hn8 Dynamic TFK, die sich aber in Seitenlage nicht für jeden perfekt eignet, und die Union Unicor (aus "test" 2/2017 und 10/2018). Als beste Taschenfederkernmatratze in „test“ 10/2018 geht die Malie Polar vom Prüfstand, ein halbes Jahr später kam die MFO Classic zu Ruhm und Ehre.

Allergiker nicht bevorzugt adressiert

Dass Taschenfederkernmatratzen für bestimmte Nutzergruppen wie Kinder, Schwer- oder Leichtgewichte nicht oder besonders gut geeignet sein sollen, dafür finden die Tester keine Indizien. Umgekehrt sind Allergiker nicht bevorzugt adressiert, wenngleich die Nöte Betroffener besonders viel Geld in die Kassen der Hersteller spülen. Weil Matratzen mit Federkern dank ihrer Stahlfedern meist schwerer sind als Schaummatratzen, sollten zarter gebaute Naturen auf Griffschlaufen achten, mit denen sie mit ihrer Taschenfederkernmatratze etwa bei einem Umzug leichter ums Eck kommen. Viele Hersteller lassen sie weg.

Bestenliste: Top 3 der Taschenfederkernmatratzen mit Griffschlaufen


Muss ich, um eine gute Taschenfederkernmatratze zu erwischen, besonders auf den Preis achten?

Nicht unbedingt. Zwar haben wertvolles Material, Federanzahl, aufwendige Kernstrukturen und hohe Raumgewichte bei den Schaumabdeckungen auch ihren Preis; doch es geht auch billiger. Wie generell bei Matratzen lassen sich auch bei den Taschenfederkernmatratzen die Testergebnisse auf eine Formel bringen: Teuer ist nicht gleich gut, oft sind gerade teure Matratzen nicht notwendig auch Qualitätsmatratzen. Preisbrecher wie die Schlaraffia Clever 35 TFK Smartline mit guten Liegeeigenschaften dagegen kosten nur knapp 170 Euro und lassen sich gut auch ins Budget junger Menschen oder Geringverdiener integrieren. Auch mit der Hilding Sweden Springs and Foam für knapp 170 Euro machen Sie nicht viel falsch und auch mit den Tonnentaschenfederkernmatratzen Comfort Med, Multiplus T oder Sunline T von f.a.n. für je 239 Euro (zum Testzeitpunkt) erhalten Sie gute Matratzen zum günstigen Preis.

Spielt die Matratzenhärte bei Taschenfederkernmatratzen eine besondere Rolle?

Wie auch sonst im Matratzenmarkt hat die Härte einer Matratze keinen direkten Einfluss auf ihre Stützeigenschaften. Zwar bieten die Hersteller Matratzen in unterschiedlichen Härtegraden wie H1, H3, H3 und H4 für „weich“ bis „extra fest“ an, die sich am Körpergewicht des Nutzers orientieren sollen. Fachbeiräte der Stiftung Warentest schreiben ihnen aber allenfalls Wohlfühlwerte zu, die jeder anders beurteilt. Tendenziell interessieren sich ältere Menschen für etwas weichere Liegehärten, weil etwa Rücken- oder Knieprobleme zu veränderten Liegegewohnheiten zwingen. In den Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Thema schreibt die Stiftung Warentest, man solle nach Möglichkeit Probe liegen und beim Kauf auf das Körpergefühl achten.

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