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Schwächen
f.a.n. frankenstolz im Test: Wie gut sind die Schaum-, Kaltschaum- und Taschenfederkernmatratzen?
Tests zeigen: Am stark gesättigten Matratzenmarkt können die Unterfranken sich sehr gut behaupten – und das zuletzt mit einem echten Ausrufezeichen. Die Schaumstoffmatratze Max Foam by fan belegte in der Ausgabe 10/2024 der Stiftung Warentest den ersten Platz in der Kategorie Schaumstoffmatratzen und wurde mit der Gesamtnote „gut“ ausgezeichnet. Ein Ergebnis, das das Bild der Marke deutlich aufwertet, denn lange hatten f.a.n.-Matratzen vor allem solide Mittelplätze gepachtet, mit ordentlichen Liegeeigenschaften und reichlich Abstand zu Testversagern, aber auch zum ganz großen Wurf. Außerdem: Die Medisan Plus KS wurde im Frühjahr 2025 ebenfalls „gut“„“ bewertet.Seit Jahren drücken preislich attraktive Discounter-Matratzen etwa von Lidl / Meradiso oder Aldi mit meist guten Testresultaten in den Markt. Dass f.a.n. frankenstolz trotzdem punktet, liegt auch am Image: Das Label „Made in Germany“ – auf das man bei f.a.n. stolz ist – zieht dort besonders, wo Qualität ein entscheidendes Kaufkriterium ist. Das erklärt auch, weshalb das Unternehmen neben modernen Kaltschaummatratzen und etwas weniger komfortablen Schaumstoffmatratzen mit Erfolg auch die im Image etwas angestaubten Federkern- und Taschenfederkernmatratzen an die Kundschaft bringt.
Ein gut durchlüftetes Innenleben, sieben ergonomische Liegezonen und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis: Tonnentaschenfederkerne wie die f.a.n. Happy T gehören zu den populärsten Modellen im Online-Handel. (Bild: amazon.de)
f.a.n.-Matratzen mit Kaltschaum und Federkern aus der Kategorie „Gut & Günstig“
Weil sich das Interesse der Käuferinnen und Käufer stark auf preislich attraktive Matratzen konzentriert, bekommt vor allem die Produktfamilie „Gut & Günstig“ Zuspruch. Hier finden Sie 7-Zonen-Tonnentaschenfederkerne mit flächig-biegsamen Federn und guter Durchlüftung neben 7-Zonen-Kaltschaummatratzen mit hervorragender Anpassungsfähigkeit.Dem Interesse des Marktes begegnet f.a.n. frankenstolz auch mit Matratzen für unterschiedliche Bedürfnisse – etwa der Happy T mit Vakuum-Verpackung für leichten Transport oder der Tonnentaschenfederkernmatratze Multiplus T mit Mehrzonen-Stützsystem für individuelle Druckanpassung an unterschiedlichen Körperzonen. Auch die Kaltschaummatratze Cumulus Med KS erreichte bei der Stiftung Warentest das Gesamturteil „gut“. Die Preise in dieser Kategorie bewegen sich zwischen knapp 100 und 300 Euro für das Standardmaß 90 × 200 cm.
Positiv im Test aufgefallen: gute Federkernmatratzen von f.a.n.
Nach den Labortests bei Stiftung Warentest sah es gut für etliche Federkernmatratzen von f.a.n. aus: alle pauschal mit „Gut“ bewertet, klar im vorderen Testfeld. Viele Punkte gab es für die Testkategorie Liegeeigenschaften, vor allem für Rückenlieger:innen der häufigsten Figurtypen. Etwas weniger überzeugend war das Liegeergebnis für große und schwere Seitenlieger:innen (test 2018).Weniger stark: einzelne Kaltschaummatratzen im Testmittelfeld
Testsieger hatte man lange nicht vorzuweisen. Das hat sich mit dem Testjahr 2024 geändert. Von Testversagern kann auch weiterhin keine Rede sein: f.a.n.-Matratzen haben bislang nie das Ende eines Testfelds belegt. Nicht ganz so geglückt sind zum Teil die Liegeeigenschaften einiger älterer Kaltschaummodelle. Trotz insgesamt guter Testnote schlafen Seitenlieger:innen der Figurtypen „groß, schwer und kompakt“ auf folgenden Modellen nur durchschnittlich (test 9/2017):- f.a.n. Cumulus Med KS
- f.a.n. Komfort Lux KS
- f.a.n. Multi Flex KS
f.a.n. mit „Qualität“: Anpassungsfähige Schaumstoffmatratzen für eine optimale Aufnahme der Körperkonturen
Gute Liegeeigenschaften für kleine Rückenlieger:innen, mittlere für alle anderen: Die Testredaktion vergibt ein „Gut“ für die Cumulus Med KS und die baugleichen Kaltschaummatratzen Komfort Lux KS und Multi Flex KS. (Bild: amazon.de)
In der Produktfamilie „Qualität“ signalisiert das Kürzel „T“ in der Bezeichnung einen Tonnentaschenfederkern, „KS“ steht für Kaltschaum. Die Adaptionsmatratze Comfort T setzt auf speziell nachgiebigen Schaum in der Versteppung sowie einzeln in Taschen eingenähte Tonnentaschenfedern, die durch ihre senkrechte Ausrichtung eine ähnlich gute Punktelastizität wie moderner Kaltschaum bieten. Den anpassungsfähigen Adaptionsschaum gibt es auch bei der Kaltschaummatratze Comfort Premium KS sowie in gesteigerter Zähigkeit als Viskoschaum beim Modell Traumschlaf Lux VS.
Gemütliche Liegehöhe, punktuelle Körperunterstützung, bis 60 °C waschbarer Bezug: Zumindest für Schwere und Schwitzende macht f.a.n. mit der Kaltschaummatratze Komfort Gel aus der Sparte „Luxus“ alles richtig. (Bild: amazon.de)
Kategorie „Luxus“: f.a.n.-Matratzen für Schwitzende, Komfortfreunde und verstellbare Lattenroste
Was Sie beim Vergleich der verschiedenen f.a.n.-Matratzen beachten sollten: Kaltschaummatratzen ohne Federkern leiten Körperwärme und Schweiß weniger gut ab – für starke Schwitzer:innen daher nicht die erste Wahl. Das widerstandslose Einsinken in Adaptions- oder Viskoschaum (auch Memory- oder Tempur-ähnlicher Schaum) ist außerdem nichts für bewegungsaktive Schläfer:innen. Taschenfederkernmatratzen wiederum sind schwerer und weniger gut für verstellbare Lattenroste geeignet. Sehr hohe Modelle (wie die f.a.n. Komfort Gel KS mit bis zu 26 cm oder die f.a.n. Prestige De Luxe 1.000 T mit bis zu 28 cm) können beim Wenden und Transportieren Mühe bereiten.Latexmatratzen sind inzwischen ganz aus dem Sortiment gefallen. In der Produktfamilie „Luxus“ finden Sie stattdessen Kaltschaummatratzen in Komforthöhe (ab 22 cm Gesamthöhe) mit quaderförmigen Einschnitten. Die Stiftung Warentest bescheinigte der Komfort Plus KS gute Liegeeigenschaften, ein gutes Schlafklima und lange Haltbarkeit. Weniger gut schneiden die Komfort Plus T und die Wellness XXL KS ab: Mangelnde Haltbarkeit führte zum Abstieg auf „Ausreichend“ bzw. „Befriedigend“ (test 9/2011; 9/2013).
f.a.n.-Matratzen für Menschen mit Allergien: Was ist dran am Versprechen?
Mit seinen Medisan-Matratzen macht f.a.n. frankenstolz seine Kategorie „Gesundheit“ auch für Allergiker:innen verführerisch. Doch die Stiftung Warentest bewertet solche Werbeversprechen kritisch: Kein Hersteller könne verhindern, dass eine Matratze von Hausstaubmilben besiedelt werde. Die Waschbarkeit des Bezugs bei 60 °C allein reicht laut Stiftung Warentest nicht aus. Wirksamen Schutz böte nur ein zertifizierter Allergikerencasing, den bislang keines der getesteten Matratzenmodelle mit sich bringt. Auch Milbensprays bringen laut Stiftung Warentest keinen nachhaltigen Schutz: Die Wirkung ist nicht ausreichend belegt, und schon nach kurzer Zeit sind die Milben wieder da.f.a.n.-Matratzen mit „Medisan“ im Namen: Gesunder Schlaf dank Visko-Schaumkern
Medisan-Matratzen – Kalt-, Gel- und Memoryschaummodelle aus der Kategorie Gesundheit – klingen vielversprechend, ließen sich anhand älterer Testergebnisse aber nur im Qualitätsmittelfeld verorten. Erfreulich aktuell: Die Medisan Plus KS erreichte im Frühjahr 2025 bei der Stiftung Warentest die Note „gut“ (getestet in der Größe 90 × 200 cm, Härtegrad H3). Das ist ein deutlich besseres Ergebnis als in früheren Medisan-Tests.Das etwas ältere Modell f.a.n. Medisan Gel T, eine Federkernmatratze, vereint rundum gute Liegeeigenschaften für Rückenlieger:innen aller Figurtypen und durchschnittliche für schwere Seitenlieger:innen. Die f.a.n. Medisan Luxus VS, eine Viskoschaummatratze, schnitt im Warentest weniger gut ab: Sie wurde mit „Befriedigend“ bewertet, während die deutlich günstigere Viskoschaummatratze von Aldi an die Tabellenspitze gesetzt wurde.
Wie geht f.a.n. mit dem Thema Härtegrade bei Matratzen um?
Wo andere Hersteller eine meist vierstufige Härteskala von H1 (sehr weich) bis H4 (extra fest) auffächern, bevorzugt f.a.n. frankenstolz eine eingängigere Methode:** (mittel)
*** (fest) und
**** (hart)
Diese Einteilung liegt nahe an der Haltung der Stiftung Warentest, die Härtegraden generell wenig Bedeutung beimisst: Ob eine Matratze gut abstützt, hängt nicht von ihrer Härte ab. In puncto Härtegrad können Sie daher unbesorgt Ihrem Körpergefühl folgen, so die Stiftung Warentest.





















