Die mobilen Alleskönner
Smartphones sind die Alleskönner unter den Handys – Telefonieren ist hier beinahe zur Nebensache geworden. Stattdessen erinnern die meisten Smartphones schon mehr an mobile Computer als an klassische Handys, was im Grunde auch stimmt. Denn von der Bedienung und dem Leistungsumfang her betrachtet sind einige Smartphones mittlerweile durchaus als ernsthafter Ersatz für das Laptop geeignet, doch auch hier gibt es wie so oft große Unterschiede. Der Markt bietet alles vom Multimedia-Smartphone bis zum Business-Gerät mit vollwertiger Tastatur.
Wer sich ein Smartphone zulegen möchte, sollte überlegen, dass dieses in jeder Hinsicht „mehr“ ist. Smartphones bieten komplexe Funktionen, die aber nicht jeder Anwender zwingend braucht. Sie lassen sich hochgradig personalisieren und auf den persönlichen Geschmack ausrichten. Sie erfordern aber auch mehr Erfahrung im Umgang mit Computern. Und sie kosten vor allem viel mehr als ein normales Handy. Lohnt sich daher ein Smartphone überhaupt? Ja, denn wer viel telefoniert, ein Fan von Touchscreens ist, unterwegs E-Mails abrufen oder gerne neue Software und Spiele installieren will und dafür ein höheres Gewicht und eine kürzere Akkulaufzeit in Kauf nimmt, wird um ein Smartphone in der Tat kaum herumkommen.
Multimedia-Smartphones: Touchscreens und anpassbare Oberflächen
Ursprünglich waren Smartphones vielfach Geschäftsanwendern vorbehalten, doch längst haben Smartphones den Massenmarkt erobert. Denn auch für Unterhaltungsanwendungen bieten Smartphones klare Vorteile: Sie sind als kleine Mini-Computer ausgesprochen leistungsfähig und eignen sich daher perfekt für die Bedienung über Touchscreens. Damit können Nutzer erheblich intuitiver navigieren und das Handy bequemer bedienen als es mit der starren Menüstruktur herkömmlicher Handys möglich ist.
Ein weiterer sehr beliebter Aspekt ist die Möglichkeit, die Oberfläche des Betriebssystems an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse anpassen zu können. So können bei vielen Geräten mittlerweile die Startmenüs mit den vom Nutzer häufig gebrauchten Anwendungen bestückt werden. Gleichsam können selten gebrauchte Funktionen entfernt werden, was die Übersichtlichkeit steigert. Apps sind sicherlich das Zugpferd für die aktuelle Beliebtheit der Smartphones. Nicht zuletzt bieten die meisten Smartphones mittlerweile Zusatzfunktionen wie die GPS-Navigation.
Business-Smartphones: Push-E-Mail und QWERTZ-Tastaturen
Bei Smartphones für geschäftliche Anwendungen stehen noch andere Aspekte im Vordergrund. Dazu gehören bequeme E-Mail-Anwendungen und Texteingaben, die Fähigkeit zur Synchronisierung mit Desktop-Computern und die Möglichkeit zum Installieren weiterer Software. Mit den entsprechenden Apps können insbesondere Office-Dokumente gelesen und bearbeitet werden, als wenn man am heimischen PC säße. Wer lange Texte am Smartphone schreiben will, sollte aber auf das Vorhandensein einer QWERTZ-Tastatur achten. Häufig werden diese Geräte als "PRO"-Version bezeichnet - für "professionelle" Anwender.
Viele Smartphones ermöglichen Push-E-Mails, das heißt das unaufgeforderte Weiterleiten von eintreffenden E-Mails auf das Handy. Dadurch entfallen lästige manuelle Abfragen der E-Mail-Konten. Bei fortschrittlichen Lösungen bleibt die E-Mail zunächst auf dem Server und wird nur in einer Vorschau angezeigt, anhand derer man entscheiden kann, ob ein Download lohnt oder nicht. Darüber hinaus können Smartphones die heruntergeladenen E-Mails, aber auch Kontakte und Terminkalenderinhalte mit anderen Computern abgleichen – so dass alle Geräte immer auf einem gemeinsamen Stand sind. Vor allem die BlackBerrys von RIM sind für ihre Push-E-Mail- und Synchronisierungslösungen berühmt.
Schnelle Datentransfers dank HSPA, LTE und WLAN
Die nötige technische Ausstattung für schnelle Datentransfers gehört bei Smartphones ebenfalls zum guten Ton. Ob schnelles Internet-Surfen, der Download vieler Musiktitel oder das häufige Herunterladen langer E-Mails mit großen Anhängen – die meisten Smartphones bieten dank HSPA oder integrierten WLAN-Modulen überhaupt erst eine Internet-Erfahrung, die nicht einem quälenden Schneckenwettlauf gleicht. Topmodelle bieten zudem sogar LTE, das qualitativ durchaus mit Breitband-Internet für den PC mithalten kann. Das manchmal bei einfacheren Handys als Alternative beworbene EDGE ist allenfalls eine Notlösung!
Betriebssysteme: Android überstrahlt die Konkurrenz
Lange Zeit galt das Symbian OS als das führende Betriebssystem und nur Windows Mobile konnte sich neben dem BlackBerry OS noch einen nennenswerten Marktanteil erkämpfen. Doch mit dem Auftauchen des iPhone von Apple und Googles Android hat sich dies alles radikal verändert. Mittlerweile dominiert Android weltweit die Ranglisten, mit einigem Abstand folgt dann iOS, während alle anderen Betriebssysteme nahezu bedeutungslos geworden sind. Auch die BlackBerrys haben einen wackligen Stand, während Windows Mobile umbenannt in Windows Phone einen Neustart wagt - aber noch immer bei marginalen Anteilen liegt. Andere Betriebssysteme tauchen zwar immer mal wieder auf, gehen aber meist genauso schnell wieder verloren. Das Interesse der Kunden ist einfach zu gering.
Akkulaufzeit fällt kürzer aus
Welches Smartphone auch immer man erwirbt – über eines muss man sich im Klaren sein: Durch die vielen Zusatzfunktionen wie Touchscreens, große Farbdisplays, WLAN-Module und GPS-Module ist die Ausdauer der kleinen Alleskönner niedriger als bei herkömmlichen Handys. Laufzeiten von weniger als zwei Tagen bei gleichmäßiger Nutzung aller Funktionen sind keine Seltenheit. Wer also vor allem ein Handy sucht, dass sieben Tage am Stück erreichbar bleibt, sollte sich kein Smartphone zulegen.