5 aktuelle BlackBerry Smartphones (RIM) ausgewertet
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Ratgeber

Ratgeber zu BlackBerry Smartphones (RIM)

Neuausrichtung mit BlackBerry OS 10

BlackBerry-SmartphoneAnfang 2013 hat sich das kanadische Unternehmen Research in Motion (RIM) umbenannt. Seither firmiert der Hersteller nur noch als BlackBerry – ist der Markenbegriff im Laufe der Zeit doch geradezu zum Synonym geworden. Zugleich hat BlackBerry sein Portfolio massiv eingedampft und konsequent auf die neueste Version seines gleichnamigen Betriebssystems ausgerichtet. BlackBerry OS 10 soll insbesondere die Privatnutzer stärker ansprechen und doch zugleich alle Bedürfnisse von Geschäftskunden erfüllen können.

Der Spagat zwischen Privatanwendern und Business-Nutzern
Und das ist ein Spagat, an dem BlackBerry bislang gescheitert ist. Denn bei allen Bemühungen, auch die Privatanwender anzusprechen, blieb das System aufgrund seiner starken Integration von Business-Anwendungen stets inflexibel, umständlich zu bedienen und schlicht „unsexy“. Das ist aber angesichts der immer stärker verschmelzenden Nutzungsumgebungen von Privatleben und Job nicht mehr angebracht. Die neueste Version OS 10 hat daher einige grundlegende Änderungen mit sich gebracht – und versucht, den Spagat auf elegante Weise zu meistern.

BlackBerrys Lösung: Zwei Umgebungen in einem Gerät
Der Trick ist die gleichzeitige Integration wie auch Trennung beider Ebenen in einem Gerät. BlackBerry OS 10 besitzt dazu zwei verschiedene Nutzerumgebungen, zwischen den beliebig hin und her geschaltet werden kann. Aktionen in der eigenen Umgebung – wie etwa die Veränderung von Kontaktdaten oder das Anlegen neuer Kalendereinträge – haben auf die andere Umgebung keinerlei Einfluss. Der Nutzer kann also beispielsweise parallel einen beruflich genutzten Kalender und einen solchen für private Einträge nutzen. Das Umschalten erfolgt auf simplen Tastendruck.

Zentrale Verwaltung aller eingehenden Nachrichten
Weitere zentrale Merkmale des Systems sind der BlackBerry-Hub zur zentralen Verwaltung von Nachrichten aus Chats, E-Mails und sozialem Netzwerk, der Peek-Benachrichtigungsservice und ein Multitasking-Modus mit einer Übersicht über die letzten acht aktiven Anwendungen. Darüber hinaus wartet die Bildschirmtastatur mit einer neuen Autokorrektur und einem flexiblen Wörterbuch auf. Je nach verwendeter Sprache wird die Korrektur automatisch aus dem richtigen Wörterbuch gesucht.

Stärken und Schwächen
Eigentlich könnte das BlackBerry OS eine regelrecht überlegende Plattform sein. Neben der hervorragenden Trennung der privaten und geschäftlichen Angelegenheiten bietet BlackBerry OS eine überlegene Texteingabe und ein üppiges, vorinstalliertes Software-Paket. Da sind neben Clients für die gängigen Social Networks wie Facebook, Twitter, LinkedIn und Foursquare auch Dateimanager, Rechner, Notizen, Aufgabenmanager, Evernote, PDF-Reader und Documents to go mit an Bord. Das sucht seinesgleichen. Leider ist BlackBerry OS dadurch eben primär für Geschäftskunden interessant, alle anderen werden den mangelhaften Support mit nachrüstbaren Apps kritisieren. Denn in der Hinsicht finden sich noch empfindliche Lücken, die sogar bis zu weiterverbreiteten Apps großer Dienste reichen.

Modellpalette
Die Modellpalette umfasst derzeit nur Geräte der beiden Baureihen „Q“ und „Z“. In der Q-Baureihe werden künftig die Geräte mit klassischer Fronttastatur veröffentlicht, die Z-Baureihe richtet sich dagegen eher an Liebhaber von Touchscreens. Erfreulicherweise konnte das Unternehmen mit beiden Geräten beweisen, dass es auf der Höhe der Zeit angekommen ist. Trotzdem: Die Kundschaft meidet Blackberrys wie der Teufel das Weihwasser. Entsprechend sind 2016 die ersten Gerüchte aufgetaucht, BlackBerry könnte nach langer Leidensgeschichte nun doch den Schritt zum reinen Software-Entwickler beschreiten - Hardware wäre damit passé.