214 aktuelle Musik-Smartphones (Handys) ausgewertet
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Ratgeber

Ratgeber zu Musik-Smartphones (Handys)

Musik-Modelle

Einen einfachen Music-Player hat heutzutage beinahe jedes Handy integriert, selbst in der günstigen Preisklasse der Einfach-Handys. Doch echte Musik-Handys können weitaus mehr, als einfach „nur“ Musik wiedergeben. Dazu gehören ausgewachsene Equalizer zum Abmischen der bevorzugten Klangfarbe, integrierte FM-Radio-Tuner und eine umfangreiche Songverwaltungssoftware. Hinzu kommen oftmals Zusatz-Features wie automatische Titelerkennung, Fernsteuerung des Players durch Bewegungen oder auch extra Bedienelemente außen am Handy. Die Zeit der reinen Musik-Handys ist allerdings mit der Ära der Smartphones vorbei.

Einst hatten alle Hersteller spezielle MP3-Handys im Angebot
Lange Zeit gab es in nahezu jedem Hersteller-Portfolio reinrassige Musik-Handy-Baureihen. Besonders bekannt waren dabei die Modellreihen wie Walkman von Sony Ericsson beziehungsweise nunmehr Sony oder XpressMusic von Nokia. Doch auch LG Electronics, Motorola und Samsung haben dezidierte Musik-Handys im Angebot gehabt, die einen besonders guten Klang garantieren sollen. Mittlerweile muss man schon genauer hinsehen, denn dezidierte Klassen gibt es kaum noch am Markt.

Stattdessen sind die Fähigkeiten der besagten Baureihen in modernen Multimedia-Smartphones aufgegangen. So findet sich heute in nahezu jedem hochwertigen Sony-Smartphone der hervorragende Walkman-Player. Die Technologien, welche auf einen besonders guten Klang schließen lassen, heißen übrigens überall anders: Bei Sony sind es Clear Stereo und Clear Bass, bei HTC Boom Sound, bei Samsung DNSe-Sound, und LG Electronics setzt auf Dolby Mobile für möglichst umfassenden Stereo-Klang.

Viel wichtiger als das Innenleben: die richtigen Kopfhörer
Doch was nützt der beste Sound eines Players, wenn schlechte Kopfhörer das Hörvergnügen trüben? Dies ist ein häufiges Problem von Musik-Handys: Sie werden oft nur mit minderwertigen Kopfhörern ausgeliefert. Und was das Ganze noch schlimmer macht: Viele Hersteller haben lange Zeit auf den im HiFi-Bereich gemiedenen 2,5mm-Klinkenanschluss oder gar ein proprietäres Format gesetzt. Die Folge: Man konnte keine hochwertigen Kopfhörer von Markenherstellern verwenden. Zum Glück hatte 2012 ein Ende: Die Hersteller konnten sich endlich auf die 3,5mm-Schnittstelle einigen.

Wer zudem spezielle Ansprüche an die Klangfarbe eines Music-Players hat, sollte auf einen soliden Equalizer achten. Die meisten Musik-Handys besitzen einen solchen, aber es macht in diesem Fall Sinn, auf ein Modell mit 8-Band-Grafik-Equalizer zu achten. Bei der Songverwaltung dagegen sind mittlerweile kaum noch Unterschiede festzustellen. Fast alle Handys ermöglichen die Sortierung nach Interpreten, Alben oder Songtiteln, ermöglichen das Anlegen von Wiedergabelisten und können Grafiken der jeweiligen Alben einblenden – so man sie denn aufs Handy lädt und zuordnet.

Bedienung durch Handbewegungen?
Zu den gängigen Standards bei früheren Musik-Handys gehörten ferner meist spezielle Bedienelemente außen am Gehäuse des Handys, mit denen der Anwender direkten Zugriff auf den Music-Player hatte, ohne erst das Handy öffnen oder sich durch die Menüs suchen zu müssen. Dieses Komfortmerkmal ist leider seltener erheblich geworden, bei den Smartphones sogar fast vollkommen verschwunden. Daher macht es umso mehr Sinn, darauf zu achten, dass das Headset mit dem Handy korrekt kommuniziert und eine Bedienung über diesen Umweg erlaubt.

Einige Modelle arbeiten zudem mit Bewegungssensoren, so dass bestimmte Hand- und Schüttelbewegungen zum Beispiel den Player einen Song weiter nach vorn springen lassen. Der Praxisnutzen davon ist allerdings durchaus umstritten. Praktischer finden viele Anwender Funktionen wie „TrackID“ bei Sony, mit denen man Musiktitel, die man über die integrierte FM-Radiofunktion hört, per Online-Verbindung identifizieren lassen kann.

Speicherplatz kein Problem mehr
Lange Zeit litten Musik-Handys unter zu geringem Speicherplatz. Bei der neusten Generation an Mobiltelefonen ist das kaum noch ein Thema. Fast alle einfachen Modelle können über Flash-Speicherkarten auf mindestens 32 Gigabyte aufgerüstet werden. Die Highend-Modelle können sogar mit Speicherkarten von 128 Gigabyte Umfang ausgestattet werden. Als Format kommt heute ausschließlich microSD zum Einsatz - auch hier wurde wie bei den Kopfhörern ein einheitlicher Standard durchgesetzt.

Beim internen Speicher zeigen sich die Anbieter dagegen erheblich geiziger. Nur wenige sehr teure Handys besitzen luxuriöse 32 oder seltener auch 64 Gigabyte an internem Speicher. In der Regel besitzen selbst viele Smartphones nicht mehr als 8 bis 16 Gigabyte, was für eine umfangreiche Musiksammlung zusätzlich zu Fotos, Videos, Filmen und eben auch Apps zu wenig ist. Es sollte also darauf geachtet werden, dass das Wunsch-Handy trotzdem noch einen Speicherkartenslot besitzt. Wer ein Handy-Modell mit ausschließlich internem Speicher erwirbt, steht nach einiger Zeit ohne die dringend benötigte Erweiterungskapazität da! Und natürlich gilt umgekehrt: Hat das Handy kaum internen Speicher, muss vor der effektiven Nutzung des MP3-Players eben erst noch eine Speicherkarte gekauft werden.

Weitere Informationen zum Thema Musik-Smartphones (Handys) findest Du auch bei golem.de.