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Ratgeber

Ratgeber zu Smartwatches

Smartwatches

Unsere Kriterien für gute Smartwatches auf einen Blick:

  • eine lange Laufzeit des Akkus
  • eine einfache Handhabung durch ein gut ablesbares Display und umstandslose Bedienung über Tasten oder Touchscreen
  • genaue und vielseitige Sensoren im Bereich Sport & Gesundheit
  • umfangreiches Angebot an Apps sowie eine optimale Kommunikation mit dem Smartphone
  • ein ideales Verhältnis von Größe zu Gewicht
  • hochwertig verarbeitete Materialien und ein bestenfalls wasserdichtes Gehäuse

Die Handhabung durch Akku, Display und Bedienung

Ladestation Apple Watch Viele Smartwatches können wie die Apple Watch Series 2 auch kabellose geladen werden - oft muss das aber extra bezahlt werden. (Quelle: Apple.com)

Da die Smartwatch am Handgelenk liegt und schnell bedient werden möchte, ist es kein Wunder, dass Aspekte der Handhabung unsere Nutzer als zentrales Element einer Smartwatch ansehen. Dabei gaben 82 % der Befragten den Akku und seine Laufzeit als wichtigstes Ausstattungsmerkmal an. Hier zeigt sich ein grundlegendes Problem, das durch eine vom Markt immer stärker geforderte Kompaktheit einer Smartwatch entsteht: Ein Akku ist mitunter das größte Bauteil und so ist es selten, dass Smartwatches starke Akkus besitzen. Die Durchschnittsnote aller von uns ausgewerteten Smartwatches fällt nur mittelmäßig aus. Oft sind Smartwatches mit dezidiertem Betriebssystem besser an den Akku optimiert, was die Laufzeit verbessern kann. Auch das wird in unserer Note berücksichtigt. Zudem ist das Aufladen per magnetischem Ladekabel ein Komfortplus, das wir auch mit einer besseren Note honorieren.

Das Display ist ebenfalls ausschlaggebend für unsere Bewertung der Handhabung: Damit Du die Nachrichten, Sportdaten oder die Uhrzeit ablesen kannst, ist der Blick auf den Bildschirm essenziell. Dabei ziehen wir Displaygröße und die dargestellte Schärfe zur Benotung heran. Viele Hersteller, etwa Samsung und Apple, setzen auf die OLED-Displaytechnik, bei der nur aktive Pixel leuchten und schwarze Flächen komplett deaktiviert sind. Dadurch ist diese Technologie besonders energieeffizient und gefragt.

Samsung Gear S3 Drehlünette Bedienung per Drehlünette: die Samsung Gear S3. (Quelle: Samsung.de)

Bei der Bedienung richten wir unseren Blick auf den Aufbau der Software und wie diese über das Gerät bedient wird. Ein Touchscreen bietet einen erheblichen Komfortbonus gegenüber reiner Tastenbedienung. Zudem bieten viele Smartwatches seitliche Knöpfe oder – wie bei Apple – eine digitale Krone, mit der durch Menüs navigiert werden kann. Samsung-Smartwatches besitzen zur Bedienung eine drehbare Lünette. Auch wie gut die Prozessor-Leistung die Eingaben überträgt, findet in der Note eine Gewichtung.

Smart-Funktionen – nur der verlängerte Smartphone-Arm?

Gesundheits- und Fitnesssensoren gehören essenziell zur Smartwatch – hier gaben rund 60 % der von uns befragten Nutzer einen Herzschlagsensor zur Pulsmessung sowie einen Schrittzähler als wichtigste Eigenschaften in Sachen Sport & Gesundheit an. Weitere Sensoren sind ein Bewegungssensor, um Beschleunigung messen zu können, ein Thermometer zur Messung der Außentemperatur und ein Höhenmesser. Letztere sind vor allem für Outdoor-Enthusiasten interessant, da hier Wanderrouten optimal aufgezeichnet werden können.

Die Möglichkeit der Kommunikation mit dem Smartphone und das Vorhandensein von Anwendungen (Apps) ist das, was eine Smartwatch für uns ausmacht. Daher werden in Apps & Kommunikation Geräte mit einem echten App-Store leicht von uns aufgewertet, da hier sichergestellt ist, dass ein gewisses App-Angebot vorhanden ist. Über 80 % aller befragten Nutzer ist eine WLAN-Verbindung am wichtigsten, gefolgt von der GPS-Fähigkeit zur Navigation und Aufzeichnung von Laufstrecken auch ohne Smartphone sowie der obligatorischen Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone. Smartwatches mit einem NFC-Chip zur Nahfeldkommunikation oder einem SIM-Kartenschacht zur eigenständigen Telefonie erhalten deshalb von uns eine Aufwertung. Zudem berücksichtigen wir die Qualität der Sprach- und Musiksteuerung sowie das Vorhandensein von wechselbaren Zifferblättern.

Verarbeitung & Tragekomfort

Fitbit Smartwatch-Modelle Die Fitbit Blaze gibt es beispielsweise in mehr als einem halben Dutzend Ausführungen - von sportlich bis nüchtern-elegant. (Quelle: Fitbit.de)

Die grundlegende Verarbeitung ist fast 70 % der Nutzer wichtig, zu der auch das verwendete Material zählt. Hier hängen Größe & Gewicht eng zusammen: Ein Edelstahlgehäuse macht sich im Gewicht deutlich bemerkbar, wobei Aluminium oder Keramik wesentlich leichter sind. Immerhin noch 63 % der Befragten interessieren sich für die Größe des Gehäuses, denn ein großes Gehäuse ist zwangsläufig auch schwerer. Da sich Handgelenke stark voneinander unterscheiden können, bieten einige Hersteller Smartwatches in verschiedenen Größen an. In puncto Material kommen mehrere Punkte zum Tragen: Edelstahl-, Aluminium- oder gar Keramik-Gehäuse muten wesentlich hochwertiger an, sind aber dafür weniger robust bei der Outdoor-Verwendung als Kunststoff. Letzteres findet jedoch oft bei speziellen Outdoor-Uhren Verwendung, weshalb Nutzer hier den Vorteil des weniger edlen Materials sehen. Das erklärt die insgesamt hervorragende Mittelnote aller von uns ausgewerteten Smartwatches im Bereich Material. Auch ist die Outdoor-Fähigkeit einer Smartwatch für unsere Benotung essenziell: Uhren, die gemäß IP68-Standard vollständig wasserdicht sind, bieten viele Vorteile und sind beim Einsatz im Freien zu empfehlen. Wechselbare Armbänder sind besonders dann praktisch, um die Uhr der Situation anpassen zu können: zum Sport, beim abendlichen Ausgehen oder im Büroalltag.