238 aktuelle Smartphones (Handys) mit Digitalkamera ausgewertet
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Ratgeber

Ratgeber zu Smartphones (Handys) mit Digitalkamera

Kamera-Modelle

Foto-Handy von Sony (Xperia Z3)Nahezu jedes Handy verfügt heutzutage über eine eingebaute Digitalkamera. Hierbei reicht die Bandbreite von Modellen mit lediglich 0,3 Megapixeln VGA-Auflösung bis hin zu sogar 42 Megapixeln. Doch die Megapixel-Anzahl alleine garantiert mitnichten ein gutes Bild – und ein „mehr“ ist nicht auch immer „besser“. Stattdessen kann ein echter optischer Zoom oder ein starkes Blitzlicht ein erhebliches Plus bei der Bildqualität bedeuten. Und auch eine kluge Software oder ein Laserfokus können den entscheidenden Unterschied machen.

Nicht allein die Auflösung ist entscheidend
Kamera-Handys sind schlicht „in“ - das merkt man schon daran, dass in nahezu jedem Handy mittlerweile eine Digitalkamera integriert ist. Freilich können Mobiltelefone mit 0,3 oder 2 Megapixeln kaum als echte Foto-Handys bezeichnet werden – und auch die Modelle mit 3,2 Megapixeln sind allenfalls etwas für die schnellen Schnappschüsse. Eine annährend brauchbare Bildqualität kann man heute ab 5 Megapixeln erwarten, wobei sich der Markt derzeit für Mittelklasse-Handys bei 8 Megapixeln einpendelt. Die aktuellste Generation der Foto-Handys bietet aber sogar schon 16, 20 oder gar unglaubliche 42 Megapixel Auflösung.

Doch Megapixel sind nicht alles – und ein „mehr“ ist hier keinesfalls auch zwingend „besser“. Denn da Handys nur sehr kleine Objektive besitzen, fällt beim Fotografieren nur wenig Licht auf den Sensor – in der Folge muss das Signal elektronisch verstärkt werden, es "rauscht". Je mehr Bildpunkte aber ein Sensor besitzt, desto größer wird auch das erzeugte Bildrauschen. Das Dilemma wird vielfach mittels "Weichzeichner" gelöst – doch dies erzeugt Unschärfen im Bild. Alternativ setzen die Hersteller manchmal auf "UltraPixel", also weniger, dafür aber größere Pixel, die mehr Licht einfangen können. Das Bild wird so besser, wenn auch weniger hoch auflösend - ein Ausdruck in Postergröße ist dann nicht denkbar.

Optischer Zoom statt Digital-Zoom
Wer lediglich MMS-taugliche Schnappschüsse oder Bilder für die Anzeige in Internet-Galerien anfertigen möchte, für den gilt: Weniger ist trotzdem oftmals mehr. Auch Hobby-Fotografen, die ihre Bilder vornehmlich auf dem Rechner speichern und anzeigen, brauchen wirklich nicht zur höchsten Pixelzahl greifen. Nur all jene, die Fotos auch gerne ausdrucken oder entwickeln lassen möchten, sind mit höheren Auflösungen besser bedient – dann hängt die Bildqualität aber eben stark von der verwendeten Kamera-Software ab, die dem Bildrauschen entgegenwirken muss.

Samsung Galaxy S6 Edge mit 16-Megapixel-KameraBesser als das neueste 16-Megapixel-Handy mag daher in vielen Fällen ein Modell sein, das über praktische Hilfsmittel wie einen optischen Zoom oder einen Xenon-Blitz verfügt. Leider findet sich ein optischer Zoom noch immer selten bei Mobiltelefonen – das unterscheidet sie am stärksten von den echten Kompaktkameras. Meist bleibt es bei einem elektronischen Zoom, der aber letzten Endes nur eine Ausschnittsvergrößerung mit verringerter Auflösung ist – und daher wenig taugt. Und auch der Xenon-Blitz ist noch eine echte Rarität.

Xenon-Blitz oder LED-Blitzlicht?
Nur er besitzt genügend Kraft, um bei Aufnahmen mit schlechten Lichtverhältnissen wie in der Dämmerung oder gar bei Nacht für die entsprechend benötigte Ausleuchtung zu sorgen. Einen Nachteil hat dies allerdings: Xenon-Blitzlichter sind in der Regel so kräftig, dass sie bei Nahaufnahmen teilweise überblenden und den Akku eines Handys in Windeseile leer saugen.

Als Alternative besitzen viele Kamera-Handys LED-Blitzlichter. Deren Qualität ist jedoch meist zweifelhaft. Ihre Reichweite ist in der Regel auf 1,5 Meter beschränkt und ihre Kraft kaum ausreichend, um mehr als ein paar Schatten zu vertreiben. Im Gegenzug ermöglichen sie gerade bei Nahaufnahmen eine perfekte Ausleuchtung ohne Überblenden und können zudem noch als Taschenlampe und als Video-Dauerlicht genutzt werden – etwas, was mit einem sich jedesmal entladenden Xenon-Blitz naheliegenderweise nicht möglich ist.

Die Software macht den Unterschied
LG G3 mit LaserfokusDa mittlerweile spezielle Kamera-Handys selten geworden sind, ist es umso schwerer, wirklich gute Geräte aus der Masse herauszufischen. Man sollte daher auf beworbene Features wie eine hochwertige Zeiss-Optik oder einen extrem schnell scharf stellenden Laserfokus achten. Ferner gibt es zwei spezielle Systeme, die derzeit mit die besten Bilder garantieren. HTC verwendet teilweise besagte "UltraPixel"-Kameras mit sehr niedrigen Auflösungen. Da die Pixel dafür aber größer sind als sonst üblich, fällt die Bildqualität bei schwacher Beleuchtung besser aus - denn jedes Pixel fängt mehr Licht ein.

Nokia wiederum geht den umgekehrten Weg: Die "PureView"-Kamera erzeugt ein Bild mit bis zu 41 Megapixeln Größe. Normalerweise wäre das völliger Unsinn, allein aufgrund der Dateigröße. Zwecks Platzersparnis können die Bilder daher jeweils auf 5 Megapixel heruntergerechnet werden. Praktisch ist die hohe Auflösung jedoch bei Fotos, in die hineingezoomt wird: Anstatt nun einfach zu interpolieren und damit die Bildqualität zu senken, besitzt selbst ein Bildausschnitt in der Regel seine regulären 5 Megapixel – der Zoom zieht also keine Qualitätsminderung nach sich.

Weitere Informationen zum Thema Smartphones (Handys) mit Digitalkamera findest Du auch bei mdr.de.