Samsung Galaxy S3 (i9300) Test

(Handy)
Galaxy S 3

sehr gut (1,5) 2 Tests 05/2012

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Produktdaten:
  • Funktionen / Typ: GPS, Touchscreen, …
  • Kamera: 8 MP
  • Datentransfer: NFC, HSUPA, WLAN, …
  • Arbeitsspeicher: 1024 MB
  • Prozessor-Kerne: 4
  • Prozessorleistung: 1400 … mehr Infos

Computer Bild
Heft 12/2012
Einzeltest

Dieses Heft ist bis zum am Kiosk erhältlich.

„Das Galaxy S3 ist flotter als das iPhone 4S, bringt eine super Sprachsteuerung und glänzt mit innovativen Bedien-Ideen. Das große und brillante Display lässt das iPhone geradezu mickrig aussehen. Das Design war aber eine schwere Enttäuschung: Hier ist das iPhone 4S eine ganze Klasse besser. Und das Apple-Gerät hat nach wie vor das klarere Bedienkonzept.“

E-MEDIA
Heft 10/2012
Platz 2 von 2

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„Für das schnellste Handy der Welt hätte man sich ein wertigeres Outfit gewünscht. Viele der neuen Funktionen sind zwar nice to have, aber nicht mehr.“

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Einschätzung unserer Autoren

Samsung Galaxy S 3
Gute Hardware, doch der Star ist die Software

Der südkoreanische Handy-Hersteller Samsung hat sein neuestes Android-Flaggschiff, das Galaxy S3, offiziell vorgestellt. Das Smartphone wird über einen mit 4,8 Zoll nochmals gewachsenen Super-AMOLED-Touchscreen bedient, der wie beim Galaxy Nexus 720 x 1.280 Pixel Auflösung bietet. Der größere Fortschritt wurde aber sicherlich bei der Prozessorleistung vollzogen, denn hier kommt nunmehr ein Quad-Core-Modell aus eigener Produktion (Exynos 4412) zum Einsatz, das auf 1,4 GHz getaktet ist.

Unterstützt wird der Prozessor wie bei aktuellen Top-Smartphones üblich von 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer Mali-400-GPU mit 400 MHz Taktrate. Weitere Ausstattungsmerkmale umfassen Datentransfers via HSPA mit bis zu 21 MBit/s im Download, WLAN nach 802.11 a/b/g/n und NFC, sowie die daran angeschlossenen Dienste wie DLNA und Wi-fi Direct. Ferner kann das Galaxy S3 auch selbst als Hotspot für andere mobile Endgeräte fungieren und damit seine Internetverbindung teilen.

Multimedia-Freunde wiederum finden eine 8-Megapixel-Kamera mit 1.080p-Videofähigkeit, eine 1,9-Megapixel-Frontkamera für die Videotelefonie, einen GPS- sowie GLONASS-Empfänger und natürlich einen Media Player vor. Der interne Speicher beträgt je nach Version 16 bis 64 Gigabyte und kann per microSD-Karte sogar noch erweitert werden. Wirklich beeindruckend ist aber der integrierte Akku, der mit seinen 2.100 mAh Nennladung so viel Power bietet, wie bislang kein anderes Samsung-Handy. Damit dürfte es das Gerät selbst bei voller Nutzung mühelos über den Tag schaffen.

Das Smartphone besitzt damit die derzeit wohl stärkste Hardware-Ausstattung, wenngleich die im Vorfeld aufgekommenen Hoffnungen nicht erfüllt wurden. Keramisches Unibody-Gehäuse? 12-Megapixel-Kamera? 1.080p-Touchscreen? CPU mit 1,8 GHz Taktrate und 2 Gigabyte RAM? Alles Fehlanzeige. In dieser Hinsicht hat sich unter vielen Beobachtern Ernüchterung breit gemacht. Viele hatten erwartet, Samsung würde spektakuläre Neuerungen bieten. Doch das ist nicht der Fall. Die Südkoreaner haben zwar erneut den Schritt an die Spitze vollzogen, aber keinesfalls groß vorgelegt. Ein Fauxpas ist in jedem Fall der Verzicht auf LTE – für ein Topmodell absolut unverständlich.

Keine Hardware-Sensation, aber spannende Software
Dennoch kann von einem enttäuschenden Ergebnis keine Rede sein, denn das Handy ist selbstverständlich trotzdem das derzeit beste Smartphone und punktet ohnehin vor allem mit seiner hervorragenden Software. Ähnlich wie Apple beim iPhone 4S hat Samsung den Fokus auf die Entwicklung der Benutzererfahrung gelegt. Und so verwundert es sicherlich wenig, dass das Samsung Galaxy S3 ebenfalls einen Sprachsteuerungsassistenten bietet ähnlich Siri auf dem iPhone: S-Voice. Hiermit lassen sich Mitteilungen, E-Mails und Kalendereinträge verfassen, ferner können Musiktitel gestartet oder auch der Wecker kontrolliert werden. Und wird beim Schreiben einer SMS das Handy ans Ohr geführt, wird ein Anruf an den SMS-Adressaten gestartet - auch die Gestensteuerung wurde also verstärkt integriert.

Darüber hinaus finden sich im System überall pfiffige Neuerungen wie etwa die Anwendung „Screen Share“. Mit ihr kann die eigene Bildschirmanzeige mit anderen Nutzern geteilt werden. Für das Medienstreaming stehen wiederum „AllShare Cast“ und „AllShare Play“ zur Verfügung. Das Galaxy S3 erkennt dabei jederzeit, ob es die Bildschirmbeleuchtung anlassen muss, denn die „Smart-Stay“-Technologie scannt mit Hilfe der Frontkamera die Augen des Nutzers. Sind diese auf das Display gerichtet, bleibt das Licht an.

Und auch bei der Kamera finden sich interessante Zusatzfunktionen. So lassen sich mit dem Burst-Modus 20 Bilder in Folge bei 3,3 Schnappschüssen je Sekunde aufnehmen. Mit „Best Shot“ können Nutzer nach einem einzigen Auslösen die beste Aufnahme aus acht Serienbildern auswählen und über „Buddy Photo Share“ an ihre Freunde automatisch versenden. Und wer beim Videodreh doch in eine andere Anwendung wechseln will, nutzt „Pop up Play“, wobei das Videobild in einem kleinen Extrafenster weiter angezeigt wird.

Das Samsung Galaxy S3 mag also vielleicht nicht der erwartete Hardware-Kracher geworden sein, in der Gesamtsumme wurde der Führungsplatz am Smartphone-Markt aber sicherlich für einige Zeit wieder verteidigt.

Samsung GalaxyS 3
Internes Dokument verrät erste Eckdaten

Bereits im Mai 2011 gab es erste Gerüchte über das Samsung Galaxy S3. Der als stets gut informiert geltende Chefredakteur des russischen Mobilfunkblogs „Mobile Review“, Eldar Murtazin, hatte das Mobiltelefon mit einem 1,8 GHz starken Prozessor angekündigt. Und das zu einer Zeit, als das Samsung Galaxy S2 noch nicht einmal in Deutschland verkauft wurde. Doch offenbar hat er Recht behalten, denn nun ist der Screenshot eines internen Samsung-Dokumentes durchgesickert, der erste Eckdaten des Super-Smartphones verrät und Eldar Murtazins Vorabinformation bestätigt: Das Galaxy S3 soll demnach tatsächlich mit einem 1,8 GHz starken Exynos-4212-Prozessor auf den Markt kommen.

Auch die restlichen Angaben lassen aufhorchen. So wird der Chipsatz diesen Angaben zufolge von riesigen 2 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt – das ist mehr als jedes andere Android-Smartphone oder selbst jeder Android-Tablet-PC zu bieten hat, Ankündigungen eingeschlossen. Als Display soll das Gerät einen 4,6 Zoll großen Super-AMOLED-Plus-Touchscreen verwenden, der die HD-Auflösung von 720 x 1.280 Pixeln bietet. Damit würde hier anscheinend ein ähnlicher Bildschirm verwendet, wie er für das kommende Google Nexus Prime angenommen wird. Unklar ist nur, ob das Nexus Prime auch Super AMOLED Plus oder „nur“ Super AMOLED verwenden wird – das dürfte sich bei der Ankündigung des Handys Ende Oktober 2011 klären.

Das Samsung Galaxy S3 kann aber auch an der Multimedia-Front punkten. Hier steht eine 12-Megapixel-Kamera im Raum, die sehr wahrscheinlich auch Videos im HD-Format 1.080p drehen können wird. Ausstattungsmerkmale wie Bluetooth, GPS und WLAN sind daneben als selbstverständlich anzunehmen, zudem ist die Rede von den Datenfunktechnologien NFC und LTE. Trotzdem soll das neue Android-Flaggschiff noch dünner ausfallen als der Vorgänger. Natürlich wird als Betriebssystem die neueste Version Android 4.0 Ice Cream Sandwich zu erwarten sein. Ganz genau wissen wir es erst im Februar 2012: Denn erst dann soll das neue Super-Smartphone auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt werden.

Samsung GalaxyS3
Leistungszuwachs auf 1,8 GHz?

Der offizielle Marktstart des Samsung Galaxy S 2 (i9100) ist in Deutschland noch nicht einmal erfolgt, da sind bereits Gerüchte über den Nachfolger Samsung Galaxy S 3 im Umlauf, der im Herbst 2011 erscheinen soll. Wie das Online-Magazin „inside-handy.de“ berichtet, habe der Chefredakteur des russischen Blogs „Mobile Review“ die Mutmaßung angestellt, dass die Apple-Klage gegen Samsung keineswegs auf alte oder aktuelle Modelle ziele, sondern auf das besagte Galaxy S 3.

Denn Apple fürchte dieses Smartphone als Konkurrenten zum kommenden iPhone 5, beide Geräte würden nach jetzigem Stand ungefähr zum gleichen Zeitpunkt erscheinen und technisch, so die Mutmaßung, sehr ähnlich ausfallen. Laut inside-handy.de dürfte Apple den Konkurrenten in der Tat zu spüren bekommen, zumal Samsung mit seiner Galaxy-Gerätefamilie bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreich war und mit Android auf das derzeit am weitesten verbreitete Betriebssystem setze.

Ferner handle es sich bei der besagten Klage vermutlich um ein Druckmittel, damit Samsung seine neuartige Technologie für die Gestensteuerung an den iPhone-Hersteller verkaufe. Auf diese Weise könnte auch das iPhone 5 damit ausgestattet werden, wohingegen Samsung die Technologie naheliegenderweise viel lieber für sich behalten wolle. Dann hätte das kommende Galaxy S 3 einen klaren Technikvorsprung vor dem iPhone – zumal Display-Technologie stets eines der wichtigsten Verkaufsargumente ist.

Wie inside-handy.de weiter schreibt, soll das Samsung Galaxy S 3 somit über ein besseres Display mit höherer Auflösung verfügen. Zudem habe Murtazin bereits verraten, dass das Handy über eine größere Kamera und edlere Materialien verfügen soll. Wesentliches Verkaufsargument dürfte nebst der Bildschirmtechnologie zudem der verbaute Prozessor werden: Es soll sich dabei um einen Exynos-Prozessor mit nicht weniger als 1,8 GHz Taktrate handeln. Damit würde das Galaxy S 3 schon im Herbst den Leistungssprung wagen, der von Experten eigentlich erst für Mitte 2012 erwartet wurde.