Das richtige Modell finden
Wer die Absicht hat ein Fahrrad zu kaufen, steht vor einer schier riesigen Auswahl und sollte daher schon im Vorfeld wichtige Fragen klären. An erster Stelle steht die Überlegung, für welchen Einsatz das Fahrrad hauptsächlich dienen soll. Ob zum Einkaufen, für den Weg zur Arbeit, für längere Radtouren oder gar als Fitnessgerät – dies entscheidet darüber, in welchem Fahrradsegment man sich umsehen sollte. Die Anforderungen, die sich daraus an das Rad ergeben, sind unterschiedlich.
Grundsätzliche Fragestellungen wären der angestrebte Einsatzzweck (Alltag oder Sport), die Streckenleistung (Kurz- oder Langstrecken) und das Streckenprofil (Asphalt oder Gelände). Im Allgemeinen gilt: Je häufiger man sein Fahrrad verwenden möchte, umso hochwertiger sollten die einzelnen Fahrradteile wie Gangschaltung oder Bremsen sein. Daraus ergibt sich natürlich ein höherer Preis.
Abgeraten wird vom Kauf eines Fahrrads im Baumarkt oder Kaufhaus. Die hier erhältlichen Räder sind nur vormontiert. Das bedeutet, dass der Käufer die Einstellung von Sattel- und Lenkerhöhe sowie der Schaltung und Bremsen selbst vornehmen muss. Professionelle Beratung ist wichtig und am besten durch einen Fachhändler gewährleistet. Bei Fahrradhändlern besteht auch die Möglichkeit das Rad Probe zu fahren. Diese sollte in jedem Fall wahrgenommen werden. Ein guter Fachhändler bietet seinen Kunden bei einem Schaden nach dem Kauf des Fahrrads auch die Möglichkeit zur Reparatur bei fairen Preisen.
Als Alternative bietet sich für Kunden, die ihr Budget möglichst optimal ausreizen wollen, der Gang über einen Versender an. Da in diesem Fall das Rad über den Direktweg vertrieben wird und die Marge für den Händler entfällt, sind Versenderbikes häufig zum gleichen Preis mit deutlich besseren Komponenten ausgerüstet. Darüber hinaus kann das Rad manchmal bis ins kleinste Detail nach den eigenen Wünschen konfiguriert werden. Versenderbikes lohnen sich insbesondere in den Preisgruppen ab etwa 1.000 Euro, da hier hochwertige Komponenten eine eminent wichtige, weil preisentscheidende Rolle spielen. Abgesehen davon, dass bei Versenderbikes Probefahrten natürlich nicht möglich sind, ist auch der Support eingeschränkt: Nur einige wenige Versender haben Ladengeschäfte, in der Regel muss das Bike für Wartung und Reparatur eingeschickt werden. Auch der Service ist, wie immer wieder mal zu lesen und zu hören ist, nicht unbedingt optimal.
