Das Wichtigste auf einen Blick:
- Testsieger-Cityräder schon ab 600 Euro
- Geringer Wartungsaufwand durch Nabenschaltung
- Immer häufiger: Riemenantrieb als saubere und wartungsarme Alternative zur Kette
- Heckständer bei regelmäßiger Gepäckträger-Zuladung besser
- Pannensichere Bereifung und hohe Gepäckträgertragfähigkeit wichtige Kaufkriterien
- Scheibenbremsen im mittleren Preissegment meistens Standard
Wodurch zeichnen sich die Testsieger unter den Citybikes aus?
Die Ausstattung klassischer Stadt- und Tourenräder geht heute weit über Gepäckträger, Klingel und Kettenschutz hinaus. Selbst für kurze Strecken profitieren die Hersteller von technischen Neuerungen. Ein bekanntes Beispiel sind Räder mit Tretlagerschaltung, wie sie der Hersteller Pinion entwickelt hat: Die Schaltung sitzt dabei direkt am Tretlager statt am Hinterrad. Durch die kürzere Schaltzugführung verringert sich die Reibung erheblich. Außerdem bietet die Schaltung eine breite Auswahl an Gängen mit gleichmäßigen Abstufungen. Für dieses Komplettpaket verlangt der Markt allerdings einen entsprechend hohen Preis.
Teuer, aber mit großem Übersetzungsspektrum und kurzem Schaltzug: die Tretlagerschaltung von Pinion (Bildquelle: poison-bikes.de)
Erschwinglichere Sieger im Test setzen weniger auf technische Highlights, dafür aber auf qualitativ hochwertige Komponenten an den entscheidenden Stellen. An der Spitze der Tests stehen Fahrräder mit hydraulischen Bremsen. Optimal sind dabei Scheibenbremsen, die heute auch bei Citybikes in der mittleren und oberen Preisklasse zunehmend Standard werden – nicht mehr nur bei Sporträdern. Mindestens empfehlenswert sind hydraulische Felgenbremsen, die ebenfalls bei Nässe präzise funktionieren.
Fast so zuverlässig wie Scheibenbremsen: Hydraulische Felgenbremsen wie die Magura HS11 funktionieren auch bei Nässe präzise. (Bildquelle: carver.de)
Bei den Antrieben gilt die Nabenschaltung weiterhin als bewährter Standard. Diese gekapselten Naben brauchen in der Regel kaum Wartung und halten auch bei hohen Laufleistungen stand. Im Gegensatz zu Kettenschaltungen bieten Nabenschaltungen allerdings weniger Gänge – bei Citybikes sind acht Gänge üblich, die Alfine-Schaltung von Shimano verlängert dieses Spektrum auf elf. Ein hilfreicher Tipp: Riemenantriebe – in der Regel der Gates Carbon Drive – verhindern den sonst oft hartnäckigen Schmutz am Hosenbein, da sie ohne Schmierung auskommen und von Natur aus sauber sind. Zudem arbeiten sie leiser und verschleißen deutlich langsamer als eine Kette. Der Nachteil: Sie finden sich meist erst in Modellen ab ca. 1.000 Euro. Riemenantriebe sind heute bei hochwertigen Citybikes und insbesondere bei City-E-Bikes verbreiteter als je zuvor.
Hinterbauständer bieten eine stabilere Abstützung als Mittelbauständer (Bildquelle: cube.eu)
Oft entscheiden auch kleine Details darüber, ob ein Citybike zu den Spitzenmodellen gehört. Rücklichter sollten heute möglichst integriert oder tief positioniert sein, damit sie beim Transport an Wänden oder Treppengeländern keinen Schaden nehmen. Besonders gelobt werden in Tests Schutzblechlippchen am unteren Ende des Hinterradschutzblechs sowie ergonomische Flossengriffe, wie man sie häufig bei Trekkingrädern findet. Extra Pluspunkte erhalten Modelle, die mit einem Hinterbauständer ausgestattet sind. Dies hat zum einen mit dem auf das Heck verlagerten Schwerpunkt wegen beladenem Gepäckträger zu tun, zum anderen verhindern sie, dass die Ständer leicht mit den Pedalen kollidieren, wie es bei Mittelbauständern häufig passiert.
Vorbildlich: Gepäckträger und Rahmen bilden eine stabile Einheit. (Bildquelle: pegasus-bikes.de)






