Das Wichtigste auf einen Blick:
- Laufschuhe für Herren passen sich der Anatomie des Fußes besser an
- Laufschuhe für Männer sind an der Ferse breiter
- Dämpfungsschuhe sind bei Herren am beliebtesten
- Dämpfung ist besonders bei Anfängern und schweren Läufern wichtig
- Stabilschuhe sorgen bei Herren mit Überpronation für Stabilität
Herrenlaufschuhe sind an der Ferse tendenziell breiter als Damenversionen. Zudem fällt der Größenunterschied zwischen Ferse und Zehenbereich bei Männern geringer aus (Bildquelle: newbalance.de)
Unterschiede zwischen Herren- und Damenlaufschuhen im Überblick
Die Fußform von Männern unterscheidet sich in einigen Punkten von der weiblichen Variante. Männerfüße sind meist insgesamt breiter, insbesondere im Fersenbereich. Gleichzeitig ist der Breitenunterschied zwischen Fersen- und Vorfußbereich bei Herren nicht so ausgeprägt wie bei Frauen. Da eine passgenaue Passform bei Laufschuhen maßgeblich für Komfort und Leistung ist, bieten Hersteller oft getrennte Modelle für Männer und Frauen an. Dennoch bedeutet eine Herrenversion nicht automatisch, dass der Schuh jedem Mann perfekt passt. Die Vielzahl an speziellen Laufschuhen berücksichtigt diverse Laufstile und individuelle Fußanatomien. Wenn Sie einen Laufschuh für Herren kaufen möchten, ist es wichtig, Ihren Bedarf zu kennen und die entscheidenden Unterschiede zu verstehen – in diesem Leitfaden erfahren Sie alles Wissenswerte.
Dämpfungsschuhe sind besonders empfehlenswert für Einsteiger und Läufer mit höherem Körpergewicht (Bildquelle: brooksrunning.com)
Welche Dämpfungsschuhe passen am besten für Herren?
Die umfangreichste Auswahl an Laufschuhen für Herren findet sich bei Dämpfungsschuhen. Sie bieten dank der verstärkten Mittelsohlendämpfung eine wirkungsvolle Entlastung für Anfänger und schwerere Läufer. Beim Abrollen werden die Aufprallkräfte abgefedert, was die Gelenke schont – speziell auf harten Untergründen ein großer Vorteil. Gerade für Neulinge und Läufer mit mehr Körpermasse ist dieser Schutz wichtig, weil Muskulatur, Bewegungsapparat und Lauftechnik noch nicht voll entwickelt sind, um Laufbeschwerden vorzubeugen. Dämpfungsschuhe sind optimal für Asphaltläufe geeignet. Für Einsteiger oder schwerere Läufer, die vorwiegend auf harten Straßen laufen, sind Schuhe mit guter Dämpfung die erste Wahl. Sind die Muskeln stärker ausgebildet, kann im Laufe der Zeit auf Modelle mit weniger Dämpfung und geringerer Sprengung umgestiegen werden.Was versteht man unter Sprengung?
Die Sprengung, auch Drop genannt, beschreibt den Höhenunterschied der Sohle zwischen Ferse und Zehenbereich. Die meisten Laufschuhe sind im Fersenbereich höher aufgebaut als am Vorfuß. Schuhe mit hoher Sprengung bieten viel Fersendämpfung und sind daher vor allem für Anfänger geeignet, da sie meist mit der Ferse zuerst aufsetzen. Auch schwere Läufer bevorzugen zunächst eine hohe Sprengung. Laufschuhe ohne Sprengung, sogenannte Zero Drop-Modelle, haben kaum Dämpfung und werden als Barfußschuhe oder Natural Running bezeichnet. Diese Modelle unterstützen ein dynamisches, nahe am Boden angesiedeltes Laufgefühl und eignen sich besser für leichte, erfahrene Läufer mit fortgeschrittenem Laufstil – das heißt, Sie setzen mit dem Vorfuß zuerst auf, nicht mit der Ferse. Es gibt auch Hersteller wie Altra oder Hoka, die Schuhe mit niedriger Sprengung, aber dennoch reichlich Dämpfung anbieten, sodass sich dynamischeres Laufen ermöglicht.
Spezielle Stützelemente im Mittelfußbereich (bei Brooks als GuideRails bezeichnet) sorgen bei Stabilschuhen für sicheren Halt (Bildquelle: brooksrunning.com)
Welche Stabilschuhe sind für Herren besonders empfehlenswert?
Viele Läufer zeigen eine Abweichung im Abrollverhalten, indem sie beim Auftreten entweder nach innen (Überpronation) oder nach außen (Supination) einknicken. Das Wort Fehlstellung ist hier mit Vorsicht zu betrachten, denn die meisten Läufer neigen eher zur inneren Pronation. Um dieser Bewegung entgegenzuwirken und dennoch einen gesunden Laufstil zu ermöglichen, setzen Überpronierer und Supinierer meist auf Stabilschuhe, auch Stabilitätsschuhe genannt. Diese bieten durch verstärkte Stützelemente an den entsprechenden Stellen der Sohle zusätzlichen Halt und Stabilität beim Abrollen. Ein bekannter Hersteller von Stabilschuhen ist Brooks, deren Stabilisierungselemente unter dem Namen GuideRails laufen. Auch Asics bietet zahlreiche Optionen für Läufer mit Überpronation an.In den vergangenen Jahren haben Studien, Experten und Testläufer zum Teil herausgefunden, dass Stabilschuhe nicht zwingend immer die beste Lösung für Läufer mit Überpronation oder Supination darstellen. Außerdem ist die Ausprägung dieser Abweichungen individuell sehr unterschiedlich. Am Ende zählt immer, in welchem Schuh Sie sich wohlfühlen und auch bei längeren Läufen guten Tragekomfort sowie ausreichende Stabilität genießen – das kann ebenso ein Dämpfungsschuh, ein Lightweightschuh oder ein Trailschuh sein.
Leichte Lightweightschuhe sind dank flexiblem Design und hoher Beweglichkeit bestens für Wettkämpfe geeignet (Bildquelle: saucony.com)
Was zeichnet Lightweightschuhe für Herren aus?
Sportlich ambitionierte Läufer und Wettkämpfer favorisieren häufig besonders leichte Laufschuhe. Diese Schuhe verfügen meist über eine geringe Dämpfung und erfordern daher eine gute Muskulatur und einen sauberen Laufstil. Durch ihr geringes Gewicht ermöglichen Lightweightschuhe eine höhere Geschwindigkeit beim Training oder auf Wettkämpfen. Die meisten Modelle sind auf kurze, schnelle Strecken ausgelegt, einige eignen sich jedoch auch für längere Läufe.Carbon-Laufschuhe: die neue Kategorie für Bestzeiten
Seit der Einführung des ersten Nike Vaporfly im Jahr 2017 hat sich der Laufschuhmarkt grundlegend verändert. Carbon-Laufschuhe – auch „Superschuhe" genannt – vereinen eine steife Carbonplatte in der Mittelsohle mit einem besonders leichten, hochrückfedernden Schaumstoff. Das Ergebnis: Die Laufökonomie verbessert sich spürbar, weil bei jedem Schritt mehr Energie zurückgegeben wird. Studien belegen, dass Eliteläufer auf dem Marathon damit mehrere Minuten einsparen können; auch ambitionierte Hobbyläufer profitieren von 2 bis 5 Sekunden Zeitgewinn pro Kilometer. Inzwischen bieten alle großen Hersteller – darunter Nike, adidas, Asics, New Balance, Saucony, Brooks und Hoka – eigene Superschuh-Modelle an.Für wen eignen sich Carbon-Laufschuhe? Sie sind vor allem für erfahrene Läufer geeignet, die einen sauberen Laufstil mitbringen, regelmäßig trainieren und gezielte Wettkampfziele verfolgen. Da die steife Platte und die weiche Sohle das sensorische Feedback vom Untergrund reduzieren, erhöhen sich Belastungen an Achillessehne, Wadenmuskulatur und Vorfuß. Einsteigern wird daher empfohlen, Carbon-Schuhe schrittweise einzuführen und nicht sofort als einzigen Laufschuh zu nutzen.
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Barfußschuhe besitzen meist eine sehr geringe oder keine Sprengung zwischen Ferse und Zehen (Bildquelle: altrarunning.eu)
Wer profitiert besonders von Barfußschuhen?
Die sogenannten Barfußschuhe gehen noch einen Schritt weiter als Lightweightschuhe. Sie weisen meist kaum bis keine Dämpfung auf, weshalb sie vor allem für Profis und sehr ambitionierte Läufer mit starker Muskulatur, belastbaren Gelenken und fortgeschrittenem Laufstil empfehlenswert sind. Der große Vorteil von Barfußschuhen liegt im natürlichen Laufgefühl, das durch das minimalistische Design entsteht. Der Verzicht auf Dämpfung und der Einsatz dünner, hochwertiger Materialien lassen Sie fast barfuß laufen und sorgen für ein sehr bodennahes Laufgefühl – im Gegensatz zu klassischen Dämpfungsschuhen. Prima für Läufer ist auch die hohe Flexibilität dieser Schuhe durch die biegsamen Sohlen. Übrigens sind Barfußschuhe nicht immer jene Modelle mit Zehenfächern, für die unter anderem der Hersteller Vibram bekannt ist. Auch andere Marken wie Nike, Asics, Merrell oder Vivobarefoot bieten Modelle aus dem Natural Running Bereich an.
Dank häufig wasserdichter Membran und griffiger Sohle sind Trailschuhe ideal für Herbst, Winter und unbefestigte Wege (Bildquelle: newbalance.de)
Die besten Herrenlaufschuhe für Trail, Herbst und Winter
Für Läufe im Herbst und Winter oder abseits asphaltierter Strecken sind Trailschuhe oder wasserdichte Laufschuhe zu empfehlen. Trailschuhe bieten dank ihres groben Profils auf der Außensohle sehr guten Halt und Stabilität auf unebenem oder glattem Untergrund. Viele Modelle verfügen zudem über eine wasserdichte Membran (z. B. Gore-Tex, erkennbar an der Abkürzung GTX im Namen, oder herstellereigene Systeme). Auch die Carbon-Technologie hat den Trailbereich längst erreicht: Marken wie Asics, Hoka oder Saucony bieten inzwischen Trailschuhe mit Carbonplatte oder Rockersohle für ambitionierte Trailrunner an. Einige Hersteller haben außerdem wasserdichte Varianten ihrer beliebtesten Straßenlaufschuhe im Angebot. Für aktuelle Modellempfehlungen lohnt sich ein Blick auf unsere Trailschuh-Bestenliste.Weitere interessante Beiträge in unserem Magazin
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