Das Wichtigste auf einen Blick:
- Anatomische Unterschiede zwischen Damen- & Herrenfüßen
- Damenlaufschuhe an der Ferse schmaler und im Zehenbereich breiter
- Brooks war erster Hersteller mit einem speziellen Damenlaufschuh
- New Balance bietet viele Damenlaufschuhe in mehreren Weiten an
- Damen bevorzugen oft weniger Dämpfung und geringere Sprengung
Laufschuhe für Damen sind speziell auf die individuellen Bedürfnisse von Läuferinnen zugeschnitten. (Bild: nike.com)
Probieren Sie das Joggen zunächst nur aus, können Sie am Anfang gut zu einem Sneaker oder einem Fitnessschuh greifen. Sobald Sie aber regelmäßig laufen oder ernsthaft mit dem Laufen starten wollen, sollten Sie in gute Laufschuhe investieren. Diese sind zwar etwas kostenintensiver, bieten jedoch eine optimale Anpassung an die speziellen Anforderungen beim Running. Besonders wichtig ist die Dämpfung, die den Aufprall abfängt, die Gelenke schont und für extra Schwung beim Abstoßen sorgt. Die Dämpfung ist daher bei Laufschuhen deutlich ausgeprägter als bei normalen Freizeitschuhen. Da es große Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Füßen gibt, achten Sie besser darauf, ein entsprechend passendes Modell zu wählen. Welcher Laufschuh passt zu Ihnen?
Der gerade Aufbau eines Neutralschuhs ist ideal für Läuferinnen ohne Einwärtsknicken beim Abrollen. (Bild: asics.com)
Neutralschuhe: perfekt bei geradem Bewegungsablauf
Frauen, deren Füße und Knie beim Abrollen nicht nach innen kippen, haben einen neutralen Bewegungsablauf. Sie sollten auf Neutralschuhe setzen. Experten und Expertinnen empfehlen auch Läuferinnen mit Supination (Fuß knickt nach außen, O-Beine) diese Art von Schuhen. Bei besonders starker Supination kann es sinnvoll sein, auf einen Stabilschuh für Supiniererinnen zurückzugreifen.
Die schräg verlaufende Pronationsstütze von Stabilschuhen bietet Unterstützung bei Läuferinnen mit Einwärtsknicken. (Bild: asics.com)
Stabilschuhe: ideal bei Einwärtsknicken
Läuferinnen, die beim Abrollen mit Fuß oder Knie leicht bis stark nach innen einknicken (X-Beine), sollten Stabilitätsschuhe wählen, um die Fehlstellung während des Laufens zu korrigieren. Dies nennt man Überpronation. Die Fachmeinungen dazu, ob Stabilschuhe unbedingt notwendig sind oder ob sie die natürliche Bewegungsfreiheit beeinträchtigen, gehen auseinander. Detaillierte Informationen finden Sie im letzten Abschnitt unseres Stabilitätsschuh-Ratgebers. Ausschlaggebend ist vor allem, dass Sie sich in Ihrem Laufschuh wohlfühlen und ein längeres, schmerzfreies Training möglich ist.Wie erkennen Sie eine Überpronation?
Sportscheck zeigt in diesem Video anschaulich, wie Sie prüfen können, ob Sie eine Überpronation haben. Besonders für Einsteigerinnen oder Läuferinnen, die länger keinen Sport gemacht haben, empfiehlt sich zusätzlich eine Laufanalyse im Fachgeschäft mit professioneller Beratung.
Dämpfungsschuhe sind besonders gut geeignet für das Laufen in der Stadt. (Bild: nike.com)
Dämpfungsschuhe: ideal für Straßenläufe und Anfängerinnen
Wer gerade mit dem Laufen beginnt oder eher gemächlich unterwegs ist, sollte zu einem Dämpfungsschuh greifen. Auch für schwerere Läuferinnen oder alle, die einen vielseitigen Trainingsschuh für die Straße suchen, bieten solche Schuhe mit zusätzlicher Polsterung zwischen Ferse und Sohle eine gute Wahl. Weitere Details finden Sie im Ratgeber zu Dämpfungsschuhen.Stärken
Schwächen
Für ambitionierte Läuferinnen, die nach Bestzeiten jagen, sind Lightweight- oder Wettkampfschuhe passend. (Bild: asics.com)
Wettkampfschuh: optimal für fortgeschrittene Läuferinnen
Wenn Sie sich schon stärker mit dem Laufen beschäftigen, gern schnelle Trainingsrunden absolvieren oder an Wettkämpfen teilnehmen, sind leichte und flexible Lightweightschuhe oder minimalistische Wettkampfschuhe die erste Wahl. Ein Nachteil ist die geringere Haltbarkeit dieser Modelle. Daher empfiehlt es sich, neben dem täglichen Allround-Dämpfungsschuh auch ein leichtes Paar für schnelle Einheiten oder Intervalle im Schrank zu haben. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zu Lightweightschuhen.Stärken
Schwächen
Trailschuhe sind die beste Wahl für Läufe im Wald, Park und unebenem Gelände. (Bild: salomon.com)
Trailrunningschuhe: ideal für Wald, Park und unebenes Terrain
Läuferinnen, die gern in Parks, Wäldern oder hügeligem Gelände unterwegs sind, brauchen robuste Trailrunningschuhe mit profilierter Sohle. Viele Modelle verfügen über einen wasserdichten Membran-Einsatz (z. B. Gore Tex oder GTX), der die Füße auch bei Regen trocken hält – perfekt für Training im Herbst und Winter. Allerdings nutzt sich die Profilsohle auf Asphalt schneller ab. Mehr Informationen dazu gibt unser Ratgeber zu Trailrunningschuhen.Stärken
Schwächen
Worauf sollten Sie bei der Passform von Damenlaufschuhen achten?
Beim Anprobieren sollten Laufschuhe eine bequeme und enganliegende Passform haben, die fast wie eine Socke sitzt. Vor den Zehen sollte immer etwa eine halbe Daumenbreite Platz sein, weil die Füße sich bei längeren Läufen ausdehnen. So bleibt auch bei größeren Trainingseinheiten genügend Bewegungsfreiheit. Besonders wichtig ist ein sicherer Halt im Fersenbereich: Die Ferse sollte fest im Schuh sitzen und nicht herausrutschen, ohne dabei zu drücken oder unangenehm eng zu sein.Weitere interessante Artikel zum Thema
„Die richtige Ausrüstung für den Einstieg ins Joggen“„Mit dem Laufen anfangen: Das sollten Sie wissen“

































