Stärken
Schwächen
Motorkraft vom Marktführer: Nahezu alle E-Bikes von Kalkhoff sind heute mit Bosch-Antrieben ausgestattet. (Bildquelle: bosch-ebike.com)
Wie schneiden Kalkhoff E-Bikes im Test ab?
Meistens gut bis sehr gut. Auf Basis aller bei Testberichte.de gelisteten Tests zu E-Bikes von Kalkhoff, bei denen eine Endnote vergeben wurde, ergibt sich ein Durchschnittswert von „gut". Der aktuell wichtigste Einzeltest ist der Trekking-E-Bike-Vergleich der Stiftung Warentest (06/2024): Das Endeavour 5 Advance+ (Modell 2024) erzielte gemeinsam mit dem KTM Macina Gran 610 den geteilten Testsieg mit dem Urteil „gut". Stiftung Warentest lobte ausdrücklich die angenehme Sitzposition, die kraftvolle Motorunterstützung und die hochwertige Verarbeitung. Das zulässige Gesamtgewicht von 170 kg – ein Rekordwert im Testfeld – macht das Rad besonders attraktiv für bepackte Touren oder kräftigere Fahrer. Es gibt jedoch auch Negativbeispiele: Ein älteres Modell der Endeavour-Reihe kassierte in einem früheren Test der Stiftung ein Mangelhaft, weil das Ladegerät einen Brandsicherheitstest nicht bestanden hatte und eine Sattelstütze angerissen war. In puncto Fahrhandling erzielen Kalkhoff-E-Bikes durchgängig gute Noten. Modelle wie der Voyager Move B8 stehen exemplarisch für die solide Testperformance der Marke.Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis zu bewerten?
Kalkhoff positioniert sich im oberen Mittelsegment. Aktuelle Neumodelle (Modelljahr 2025/2026) beginnen preislich bei rund 2.999 Euro für Einstiegsversionen der 3er-Serie; die Oberklasse wie das Endeavour 5 Advance+ liegt bei 4.500 Euro UVP. Wer Kosten sparen möchte, findet bei autorisierten Händlern sowie über geprüfte Gebrauchtplattformen regelmäßig gut aufbereitete Modelle mit Garantie zu deutlich reduzierten Preisen.Grundsätzlich machen Sie mit einem Kalkhoff E-Bike wenig verkehrt. Fast alle Modelle fahren mit Bosch-Antrieben und integriertem Akku. Hydraulische Scheibenbremsen sind auch in den unteren Preisklassen Standard. Ein weiterer Vorteil ist die Größenvielfalt: Kalkhoff bietet Rahmenformen und -größen für eine breite Zielgruppe. Der Vertriebsschwerpunkt liegt beim stationären Fachhandel, doch auch der Onlinekauf ist über mehrere Händler möglich.
Das Sortiment: Fokus auf Trekking und City, neue Light-Serie als Highlight
Lasten- oder Faltpedelecs sowie Sportmodelle suchen Sie im Kalkhoff-Sortiment vergeblich. Der Hersteller konzentriert sich auf komfortable Trekking-E-Bikes und City-E-Bikes. Seit dem Modelljahr 2024 setzt Kalkhoff mit der Light-Serie (Image L, Endeavour L, Entice L) auf besonders leichte Alltagspedelecs mit maximal 22 kg Eigengewicht und dem kompakten Bosch Performance Line SX-Motor. Die Serie gehört laut Hersteller zu den meistprämierten in der Unternehmensgeschichte.Das Smart-Bike-Konzept der früheren Berleen-Serie – Smartphone statt Display, unauffälliger Heckantrieb von Groove – war vor allem für den Stadtbereich gedacht und zeichnete sich durch ein schlankes, integriertes Design aus. Aktuell wird die Berleen-Reihe im Neusortiment nicht mehr prominent geführt; ältere Modelle sind noch auf dem Gebrauchtmarkt verfügbar.
Antriebe: Bosch als klarer Platzhirsch, Shimano als günstige Alternative
Das frühere hauseigene „Impulse"-Antriebssystem wurde vollständig durch Drittanbieter ersetzt. Heute setzt Kalkhoff überwiegend auf Bosch-Motoren – je nach Modell die Performance Line (75 Nm), Performance Line PX (90 Nm) oder den leistungsstarken Performance Line CX (100 Nm, genutzt etwa im Endeavour 5 Advance+). In günstigeren Modellen kommen auch Shimano-Motoren zum Einsatz. Alle getesteten Antriebe arbeiten laut Testberichten sauber und harmonisch.Tipp für den Kauf: Der Motorbuchstabe in der Modellbezeichnung verrät den Antrieb. „B" steht für Bosch, „S" für Shimano – so lässt sich die Ausstattung schon auf den ersten Blick einordnen.

























