Das Wichtigste auf einen Blick:
- Akku-Kapazität im Schnitt deutlich unter dem eines normalen E-Bikes
- Komfort: Auch Modelle mit Federgabel oder Heckdämpfer erhältlich
- Hecknaben- und Frontmotoren am häufigsten vertreten
- Gewicht: zwischen 15 kg und knapp 30 kg
Wie schneiden Elektro-Klappräder im Testumfeld ab?
Fahrrad-Origami: Akku und Motor stellen die Ingenieurskunst beim Faltmechanismus auf eine harte Probe (Bildquelle: Tern)
Die getesteten Modelle überzeugen beim Faltmechanismus meist durch eine gelungene Mischung aus einfacher Bedienbarkeit und hoher Robustheit. Dadurch wird gewährleistet, dass trotz des faltbaren Rahmens eine stabile und sichere Fahrt möglich ist. Allerdings trübt das Gewicht vieler Modelle die Euphorie etwas – insbesondere bei den reinen Klapprädern liegen manche deutlich über 20 Kilogramm. GoCycle bietet mit seiner Carbon-Variante des G2R einen besonders leichten Ansatz mit gerade einmal 16 Kilogramm Gesamtgewicht. Die noch kleinere Lösung bietet Noahk, das nur 11 Kilogramm wiegt – ein deutlicher Unterschied.
Bezüglich Antriebssystemen liegen die meisten E-Falträder auf hohem Niveau. Die Motoren arbeiten meist zuverlässig und die Akkus kommen mit Kapazitäten zwischen 300 und 400 Wattstunden nahe an die Reichweiten professioneller Pedelecs heran. Einige Modelle überzeugen sogar mit Tourentauglichkeit, was die hohen Anschaffungskosten relativiert. Kritik erntete das eRädle von Pearl – obwohl es sich leicht falten lässt, enttäuschte es mit einem ruppigen Antrieb und schwachen Bremsen.
Welche Testquellen liegen unserem Bericht zugrunde?
Die Stiftung Warentest hat bisher keine umfassenden Tests zu Elektro-Falträdern durchgeführt. Erschwerend kommt hinzu, dass im Marktsegment der E-Falträder nur wenige Praxistests vorzufinden sind. Wenn Sie vor dem Kauf auf Nummer sicher gehen möchten, lohnt sich die Lektüre der wenigen verfügbaren Fachzeitschriften wie AutoBILD, ElektroBIKE, MyBIKE und ElektroRAD. Leider sieht die Testerlandschaft bei den günstigen Modellen eher dünn aus.Die Top 3 der leichtesten Elektro-Klappräder
| Gewicht | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
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ab 781,52 € ![]() Gut 2,0 |
21,6 kg |
Ultrakompakt, bequem und schnell auf Zack Weiterlesen |
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0 Meinungen 1 Test |
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Blaupunkt Franzi 500
ab 1660,59 € ![]() ohne Endnote
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22 kg |
Faltrad geht auch komfortabel Weiterlesen |
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0 Meinungen 0 Tests |
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Legend E-Bikes Siena (Modell 2022)
ab 1499,95 € ![]() Gut 1,7 |
22,3 kg |
Faltstromer XL Weiterlesen |
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46 Meinungen 2 Tests |
Gibt es Elektro-Klappräder mit Vollfederung?
Vollfederung in Kombination mit elektrischem Antrieb ist bei Falträdern eher selten anzutreffen, denn sie verlangt komplexe Rahmenkonzepte. Während die Montage eines Heck- oder Frontnabenmotors in bestehende Klapprad-Designs meist machbar ist, gestaltet sich die Integration eines Mittelmotor schwieriger. Zudem würde eine vollgefederten Hinterbau das Gesamtgewicht deutlich erhöhen und damit die Mobilität insbesondere im Zusammenhang mit dem öffentlichen Nahverkehr einschränken.Welche Motortypen sind für Elektro-Falträder am besten geeignet?
Mittelmotoren, die bei vielen Standard-Pedelecs gebräuchlich sind, kommen bei Elektro-Klapprädern eher selten zum Einsatz, da sie relativ groß und schwer sind und damit die Kompaktheit des Klapprads beeinträchtigen würden. Front- und Hecknabenmotoren passen hingegen gut zum Konzept. Der Frontnabenmotor ist bei günstigen Modellen oft verbaut, während Hecknabenmotoren aufgrund des niedrigeren Schwerpunkts eine bessere Kraftübertragung bieten.
Mittelmotoren sind Standard bei normalen E-Bikes, für Klappräder aber zu sperrig und schwer (Bildquelle: ternbicycles.com)
Die Akkuplatzierung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Wird der Akku im Hauptrohr integriert, verbessert dies sowohl die Optik als auch den Schwerpunkt des Rades. Einige Hersteller montieren den Akku hingegen hinter dem Sattelrohr, was den Radstand verlängert, da der Abstand zwischen Hinterrad und Sattel vergrößert sein muss, um das Faltmaß gering zu halten. Dies hat neben der Erhöhung des Radstands (dem Abstand zwischen den Achsen) auch positive Auswirkungen auf die Fahrstabilität, insbesondere die Laufruhe.





























