Energie- und Wasserverbrauch
Die Energiepreise befinden sich auf einem konstanten Höhenflug. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen nach einer sparsamen Waschmaschine umsehen und diesem Aspekt beim Kauf mittlerweile fast ebenso viel Bedeutung beimessen wie der Waschwirkung. Und das kommt sowohl dem Geldbeutel wie auch der Umwelt zugute. Um sich vor dem Kauf eines neuen Gerätes über dessen Energieeigenschaften informieren zu können, gibt es das Energie-Label. Darauf sind unter anderem Energieeffizienz und Wasserverbrauch vermerkt. Abgebildet wird der Energieverbrauch durch Buchstaben von A bis G, wobei A eine besonders sparsame, G eine besonders ineffiziente Maschine abbildet. Der Wasserverbrauch dagegen wird in Litern je Waschdurchlauf angegeben.
Die Energieeffizienzklasse
Die Energieeffizienzklasse findet sich gleich oben auf dem Energie-Label (auch EU-Label genannt). Es ist ein wenig antiquiert, denn Waschmaschinen der Klassen C bis G gibt es im Grunde nicht mehr. Die meisten modernen Geräte waschen längst in der Energieeffizienzklasse A, in der Oberklasse ist sogar mittlerweile die Energieeffizienzklasse A+++ üblich. Hierbei gilt die Grundregel, dass Modelle mit einem A+++ die Klasse A um 30 Prozent oder mehr unterschreiten. Teilweise finden sich sogar Angaben wie A+++ 20%. Das meint, die Maschine ist wiederum noch einmal 20 Prozent sparsamer als A+++ vorschreibt.
Solche Geräte sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, sparen aber beim Verbrauch und senken so deutlich die Stromkosten. Auf lange Sicht - Waschmaschinen sollen schließlich in der Regel für viele Jahre ihren Dienst verrichten - wiegt die Ersparnis bei den laufenden Kosten den höheren Anschaffungspreis auf. Einige Geräte haben zudem einen separaten Warmwasseranschluss. Die Maschine spart so zusätzlich Energie, da sie das Wasser nicht aufheizen muss. Das Erhitzen des Wassers über die normale Heizung des Hauses verbraucht in etwa 20 Prozent weniger Energie als wenn es die Maschine selbst leisten muss.
Der Wasserverbrauch
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Wasserverbrauch. Dieser wird ebenfalls auf dem EU-Label ausgewiesen und fällt bei den Geräten deutlich unterschiedlicher aus als die Energieeffizienzklasse. So gibt es mittlerweile Geräte, die keine Standardmenge Wasser ziehen, sondern den Verbrauch durch Sensoren steuern, die Füllmenge und Verschmutzungsgrad analysieren. Auch Fuzzy-Logik hilft beim Wassersparen.
Um eine wirkliche Vergleichbarkeit zu erzielen, muss der Nutzer zunächst den im Label angegebenen Wert durch die Kilogramm-Zahl der Wäschezuladung teilen. Denn naheliegenderweise verbraucht eine Maschine mit satten 12 Kilogramm Zuladung mehr Wasser als eine, die nur halb so viel Wäsche aufnimmt. Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt aktuell bei rund 8 Litern je Kilogramm Wäsche und Waschgang. So manches besonders sparsame Gerät kommt sogar mit wenig weniger als 6 Litern je Kilogramm Wäschezuladung aus.
Leider waren bislang manche dieser Maschinen eine Art Mogelpackung: Sie benötigten zwar weniger Wasser, spülten die Wäsche aber auch nicht richtig aus. Waschmittelrückstände können jedoch bei Allergikern und Menschen mit Hautproblemen unangenehme Auswirkungen haben. Bei den aktuellsten Topmodellen soll dieses Problem zwar laut Herstellerversprechen nicht mehr existieren - ein kritischer Blick auf die Rezensionen anderer Nutzer auf Verkaufsportalen wie Amazon ist aber sicherlich in jedem Fall angebracht.