Das Wichtigste auf einen Blick:
- Reichlich sehr energieeffiziente Modelle im Sortiment
- Überwiegend leise Maschinen (Waschen und Schleudern)
- Laut Tests: sehr gute Haltbarkeit
- top Verarbeitungsqualität
- Keine Toplader mehr
- Viele Baugleichheiten mit Bosch (Preisvergleich lohnt sich)
Die schlechte Nachricht zuerst: Wenn Ihnen für Ihre Waschmaschine nur eine schmale 45-cm-Nische zur Verfügung steht, wird das Siemens-Sortiment Sie enttäuschen. Schon seit Jahren bietet die Marke kein Modell mehr in der Toplader-Bauform an (aktuelle Toplader anderer Hersteller hier). Das bleibt allerdings der einzige Nachteil, versprochen.
Suchen Sie hingegen nach einem klassischen Frontlader mit der üblichen Breite von 60 cm, sind Sie bei Siemens richtig. Klassische Frontlader-Modelle gibt es in großer Auswahl und teilweise auch Geräte, die unterbaufähig sind und somit unter die Küchenarbeitsplatte passen. Außerdem ist mit dem Modell iQ700 WI14W443 aktuell zumindest eine Einbauwaschmaschine erhältlich, die Sie elegant hinter einer Möbelblende Ihrer Einbauküche verstecken können.
Welche Siemens-Waschmaschinen sind besonders empfehlenswert?
Ein Waschmaschinentest ohne Siemens ist kaum denkbar. Die Geräte aus dem BSH-Konzern, zu dem neben Siemens auch Bosch, Neff und Constructa gehören, meistern Konkurrenzvergleiche meist mit Bravour.Wir haben die Testergebnisse der letzten Jahre ausgewertet und stellen fest: Kein Siemens-Modell erhielt eine Bewertung schlechter als „gut“. Selbst die anspruchsvolle Redaktion der Stiftung Warentest findet kaum Schwächen. Im Vergleichstest von Ende 2025 wurde beispielsweise der Siemens-Frontlader WG44B2071 der iQ700-Serie Testsieger – gemeinsam mit dem baugleichen Modell WGB244071 von Bosch und anderen Waschmaschinen der BSH-Gruppe. Was den Testsieg ausmacht: saubere Wäsche, einfache Bedienung und eine gute Umweltbilanz. Besonders hervorzuheben ist auch der sehr gute Schutz vor Wasserschäden. Das wird vor allem dann wichtig, wenn das Gerät in der Wohnung und nicht etwa im Keller steht. Zudem absolvierte die WG44B2071 die Dauerprüfung mit über 1800 Waschzyklen mit Bravour, was auf eine lange Lebensdauer ohne häufige Reparaturen schließen lässt.
Siemens oder Bosch – welche Marke lohnt sich mehr?
Siemens und Bosch sind zwei bei deutschen Haushalten gleichermaßen beliebte Marken – neben den oft deutlich teureren Miele-Geräten. Wenn auch Sie unsicher sind, welche Marke die bessere Wahl ist, hilft diese Information sicher weiter: Tatsächlich sind viele Waschmaschinen beider Marken technisch identisch, aber mit unterschiedlichem Markenschriftzug versehen. Üblicherweise ist eine der beiden Varianten im Online-Handel etwas günstiger erhältlich (dies gilt z. B. auch für Bosch-Wärmepumpentrockner). Stiftung Warentest weist auf solche Baugleichheiten hin. Für Preisbewusste lohnt sich also ein Blick in die Testberichte.
Übrigens: Auch die 2024 getesteten Modelle sind weiterhin empfehlenswert. So erhalten Sie mit dem iQ500 WU14UT70 den Testsieger der Stiftung Warentest 2024. Zusammen mit einem baugleichen Bosch-Modell und einem Miele-Gerät landete der Frontlader ganz oben auf dem Siegertreppchen – wobei die Konkurrenten aktuell etwas teurer sind.
Siemens-Waschmaschinen gehören nicht zu den günstigsten – bieten sie dafür wenigstens Sparsamkeit?
Mit den Varianten avantgarde, iQ800 und iQ700 bewegt sich Siemens preislich in Bereichen, die sonst oft von Miele-Waschmaschinen abgedeckt werden. Dafür bekommt man aber auch eine ganze Menge geboten. Manches davon mag als Schnickschnack erscheinen, zum Beispiel das integrierte WLAN oder das automatische Dosiersystem.Eine Gemeinsamkeit aller aktuellen Modelle: Sie arbeiten energieeffizient; selbst die „schwächsten“ erhältlichen Geräte sind in der noch ordentlichen Energieeffizienzklasse C eingestuft. Die Mehrheit der Siemens-Waschmaschinen erreicht die beste Klasse A. Geräte mit schlechteren Klassen wie D, E, F oder G sind bei Siemens nicht mehr im Programm.
Bonus: Viele Modelle von Siemens sind außerdem ausgesprochen leise im Betrieb. Wenn Sie Wert auf Ruhe legen, empfehlen wir ein Gerät, das beim Schleudern weniger als 72 Dezibel erreicht. Solche leisen Geräte sind bei vielen anderen Herstellern vor allem im günstigen Segment (z. B. Amica, Bomann, Candy, Beko) eher selten – bei Siemens dagegen nicht ungewöhnlich.



























