71 aktuelle Kaffeevollautomaten ausgewertet
info

Ratgeber

Ratgeber zu Kaffeevollautomaten

Kaffeevollautomaten

Unsere Kriterien für gute Kaffeevollautomaten auf einen Blick:

  • aromatischer und heißer Kaffee mit feinporiger Crema
  • fester oder cremiger Milchschaum mit guter Temperatur
  • effiziente Reinigungsprogramme und geringer Pflegeaufwand
  • verständliches Display und Direktwahltasten
  • viele Individualisierungsoptionen und Benutzerprofile
  • mit integriertem Wasserfilter und für hohe Tassen geeignet

Kaffee: heiß, lecker und vor allem vollautomatisch

Das wichtigste Kriterium jeder Kaffeemaschine ist der Geschmack des aufgebrühten Kaffees. Das bestätigten uns auch die Nutzer in unseren ersten Vorabbefragungen, als wir uns der Überarbeitung der Kategorie Kaffeevollautomaten zuwandten. Da Kaffeequalität maßgeblich von der verwendeten Bohnensorte abhängt, war es zunächst schwierig, hier einen sinnvollen Vergleich auf die Beine zu stellen. Gelöst haben wir dieses Problem mithilfe von Testberichten, die oftmals in sensorischen Tests den Geschmack durch Baristas prüfen lassen. Auch die Käufer lassen, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, den interessierten Leser in Meinungen wissen, ob ihnen der Kaffee nun schmeckt oder eben nicht.

Wichtig ist aber auch die Temperatur des Kaffees und die Beschaffenheit der Crema, die auf den verschiedenen Kaffeevarianten entsteht. Hier unterscheiden sich die Hersteller zum Teil stark, aber auch die individuellen Vorstellungen vom perfekten Kaffee gehen auseinander. Manch einer mag ihn gleich trinkfertig, andere bevorzugen ihn wesentlich heißer. Ähnlich ist es um die Stärke bestellt: Hier ist bei jeder Maschine einzeln zu prüfen, ob sie den eigenen Anforderungen gerecht wird und etwa sehr starken, sehr schwachen, einen doppelten oder auch „normalen“ Kaffee zubereitet.

Milchschaum aus Kaffeevollautomaten: automatisch oder manuell

Auch der Milchschaum ist ein essenzieller Bestandteil fast aller Vollautomaten. Nur wenige Maschinen verzichten komplett auf die Zubereitung von Milchschaum und bieten kein Milchsystem. Unterschiedlich ist die Art und Weise, wie der Milchschaum produziert wird: automatisch oder manuell. Viele Käufer bevorzugen die bequeme automatische Variante, haben dann aber auch kaum Einfluss darauf, wie gut der Schaum gelingt. Meist fließt Milch und Milchschaum sowie der Kaffee in einem Rutsch in die Tasse oder das Glas.

Bei der manuellen Variante sieht es etwas anders aus. Hier hast Du die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wie stark die Milch aufgeschäumt werden soll. Dafür ist es allerdings notwendig, die Heißdampfdüse in ein Milchkännchen zu halten und mit lockeren Schwung- und Ziehbewegungen die Kanne zu schwenken. Etwas mehr Arbeit, dafür sehr gute Ergebnisse. Die Art des Milchsystems spielt für unsere Bewertung der letztendlichen Qualität des Schaums jedoch keine Rolle.

Auch beim Geschmack gehen die Meinungen stark auseinander. Cremig, sehr fest, fein oder grobporig, jeder mag den Schaum etwas anders. Hier kannst Du mit verschiedenen Milchsorten experimentieren. Am ehesten gelingt toller Schaum mit fetthaltiger, kalter Milch. Beim Aufschäumen wird sie gleichzeitig erwärmt, damit auch die Kombination von Kaffee und Milch noch eine ordentliche Temperatur hat.

Die Reinigung von Vollautomaten: Hygiene vs. Aufwand

Ein oftmals leidiges Thema ist die regelmäßige und gründliche Reinigung, die allerdings ein Garant für gleichbleibend hohe Getränkequalität ist. Viele Automaten bieten effiziente Pflegeprogramme zur Selbstreinigung der Kaffee- und Milchleitungen sowie zur Entkalkung der Maschine. Von Vorteil ist es, wenn Behälter abnehmbar sind und damit leicht gespült werden können.

Selbst die Brühgruppe kannst Du bei vielen Herstellern einfach herausnehmen und unter fließendem Wasser reinigen. Besonders wichtig ist hierbei die anschließende Trocknung aller Teile, damit kein Schimmel entstehen kann. Ist die Brühgruppe herausgenommen, hast Du viel Platz, um auch das Innere der Maschine von möglichen Kaffeeresten zu befreien. Eine Ausnahme stellt hierbei der Hersteller Jura dar, der bewusst auf ausbaubare Brühgruppen verzichtet und mehr Gewicht auf seine Pflegeprogramme legt. Um eine Vergleichbarkeit über alle Hersteller hinweg zu gewährleisten, müssen wir jedoch Maschinen ohne herausnehmbare Brühgruppe in der Reinigungsnote leicht abwerten.

Der Kaffeevollautomaten-Betrieb: schnell, leise und leicht zu bedienen

Komfort wird bei vielen Vollautomaten großgeschrieben. Die Kaffeeklassiker Espresso, Cappuccino und Latte macchiato sind oftmals durch die Direktwahltasten nur einen Knopfdruck entfernt. Displays informieren Dich über aktuelle Einstellungen oder wann Handlungsbedarf besteht – etwa wenn Behälter zu füllen, zu leeren oder Reinigungen durchzuführen sind.

Je nach Modell lassen sich die Maschinen teilweise ohne Vorkenntnisse und damit sehr intuitiv bedienen. Bei anderen wird die Bedienungsanleitung zum steten Begleiter, da Tasten zum Beispiel doppelt belegt oder unzureichend beschriftet sind. Nach kurzer Eingewöhnungszeit verinnerlichen viele aber auch zunächst komplizierte Bedienmuster. Ist die Bedienung nicht verständlich genug, werten wir die Produkte dafür ab.

Wie schnell die verschiedenen Kaffeespezialitäten zubereitet sind und wie laut die Maschine dabei wird, findet sich in unserer Note für den Betrieb wieder. Durchschnittlich musst Du nur etwa eine Minute auf Deinen Kaffee und etwa anderthalb Minuten auf Getränke mit Milch warten. Von ohrenbetäubenden Mahlwerken, die morgens die Nachbarn aus dem Schlaf reißen bis hin zu vertretbar leisen Maschinen ist alles dabei. Glücklicherweise arbeitet das Mahlwerk ja stets nur einige Sekunden.

Die Einstellungsmöglichkeiten: vielseitig und modern

Ganz den eigenen Wünschen entsprechend warten viele Vollautomaten mit umfassenden Einstellungsmöglichkeiten auf. Die Klassiker, um den Kaffee zu individualisieren, sind die wählbare Temperatur, die Stärke und die Tassenfüllmenge. Einige Maschinen bieten ähnliche Einstellungen sogar für den Milchschaum, der dann auch in seiner Konsistenz angepasst werden kann.
Für die Bohnenzufuhr gibt es neben den Mahlwerken meist einen Drehschalter, der darüber entscheidet, wie fein oder eben grob die Bohnen gemahlen werden. Dabei gilt: Je stärker die Bohnen zerkleinert sind, desto größer ist die Oberfläche, auf die das heiße Wasser beim Aufbrühen trifft – so lösen sich mehr Aromen. Bei stärkeren Bohnensorten reicht daher meist schon ein grober Mahlgrad aus, damit der Kaffee nicht zu bitter wird.

Einige Vollautomaten lassen sich mittels Smart-Home-Funktion auch über das Smartphone steuern. Das Aufstehen, um den fertigen Kaffee zu holen, ersetzt das jedoch nicht. Für Mehrpersonenhaushalte sind Benutzerprofile praktisch, welche die individuellen Vorlieben für die verschiedenen Kaffeezubereitungen speichern.

Die Ausstattung: groß oder klein, je nach Bedarf

Die Ausstattungsmerkmale des Vollautomaten bestimmen die Zielgruppe: Es gibt Maschinen mit kleinen Behältern für Singles und größere für Mehrpersonenhaushalte oder Büros. Wenn Du Deinen Kaffee mit sehr kalkhaltigem Wasser zubereitest, kannst Du Dich auch speziell nach Automaten mit integrierten Wasserfiltern umsehen. Für Latte-macchiato-Liebhaber ist die maximale Tassenhöhe entscheidend, die anzeigt, ob das Lieblingsglas auch unter den Auflauf passt.