142 aktuelle Staubsauger ausgewertet
info

Ratgeber

Ratgeber zu Staubsauger

Staubsauger

Unsere Kriterien für gute Staubsauger auf einen Blick:

  • hohe Saugkraft auf allen Fußböden
  • gute Reinigungsleistung in Ecken und entlang von Kanten
  • ein Jahresverbrauch an Strom von weniger als 28 Kilowattstunden
  • Betriebsgeräusche unter 72 Dezibel
  • ausgeprägte Lauffreude und Wendigkeit
  • nützliches Düsensortiment zum Saugen von Möbeln und anderen Oberflächen

Die Saugkraft: Unser Vergleich zeigt Dir die kräftigsten Sauger

Ein Staubsauger soll vor allem eins: Fußböden von Schmutz befreien und ihn ausnahmslos in seinen Beutel oder Staubcontainer befördern. Ob dies gelingt, hängt wiederum von der Saugleistung ab. Je kräftiger der Luftzug an der Bodendüse ist, desto besser schafft der Sauger auch anspruchsvolle Aufgaben. Deshalb ist unser wichtigstes Kriterium bei der Auswertung von Staubsaugern die Saugkraft – egal ob Saugroboter, Stielstaubsauger oder klassischer Bodensauger. Sie gibt Aufschluss darüber, wie gut ein Staubsauger fähig ist, Schmutz von Fußböden und anderen Oberflächen einzusaugen. Die Note der Saugkraft geht mit einem Anteil von 40 Prozent in unsere Gesamtnote ein. Diese Entscheidung haben wir nicht willkürlich getroffen, sondern uns an den Kaufkriterien der Verbraucher orientiert. Dafür haben wir sie im Rahmen einer umfassenden Studie darüber ausgefragt, worauf sie beim Kauf eines Staubsaugers achten und welche Eigenschaften ihnen bei einem Staubsauger besonders wichtig sind. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Unsere Verbraucherbefragung ergab, dass rund 80 Prozent der Befragten die Saugkraft als besonders wichtig erachten.

Staubsaugertypen wählen (Quelle: testberichte)

Anhand unserer Bewertungen zeigt sich, dass die Saugleistung je nach Fußbodenart und Saugbereich sehr unterschiedlich ausfallen kann. So gibt es unter den Saugern beispielsweise ausgemachte Hartbodenexperten, die jedoch aus Teppich kaum Schmutz hervorholen. Wir können typische Problemfälle ausmachen, wie das Saugen auf Hochflorteppich, das Entfernen von Tierhaaren von Polstern oder das Saugen entlang von Zimmerwänden, für die die Käufer gezielt nach Lösungen suchen. Aus diesem Grund entschieden wir uns, die Saugkraft für Hartböden & Parkett, Teppiche & Tierhaare und Ecken & Kanten separat zu bewerten.

Interessant dabei ist, dass die Bedeutung der Saugkraft in den drei unterschiedlichen Disziplinen – Hartböden & Parkett, Teppich & Haare sowie Ecken und Kanten – von unseren Studienteilnehmern als etwa gleich hoch eingeschätzt wurde. Dementsprechend rechnen wir die Teilnoten in gleichem Maße in die Gesamtwertung der Saugkraft ein. Die Saugkraftnote geht wiederum zu 15 Prozent in die Gesamtwertung des Produkts ein.

Wichtiges beim Staubsaugen (Quelle: testberichte)

Die Leistung: Die besten Staubsauger unterschreiten 28 kWh im Jahr deutlich

Für die Bewertung des Kriteriums Leistung berücksichtigen wir die Aspekte Stromverbrauch und Energiemanagement. Je nach Betriebsart – via Akku oder Netzstecker – sind unterschiedliche Werte relevant. Bei netzbetriebenen Staubsaugern ziehen wir die aufgenommene Wattzahl sowie den Jahresverbrauch für die Auswertung heran. Hier verlassen wir uns auf die Herstellerangaben sowie auf die auf dem EU-Label ausgewiesene Energieeffizienzklasse. Dabei geht die Rechnung, hohe Wattzahl gleich hohe Saugleistung, bei Staubsaugern jüngeren Datums nicht mehr auf. Moderne Geräte mit einer Nominalaufnahme von 600 bis 750 Watt, was die Saugleistung betrifft, stehen älteren Modellen mit weit über 1.000 Watt in nichts nach. Den Unterschied machen moderne Motoren und eine ausgeklügelte Luftführung, die die aufgenommene Energie höchst effektiv und effizient umsetzen. Der jährliche Stromverbrauch ist entsprechend gering: Mit weniger als 28 Kilowattstunden im Jahr erhalten Netzstaubsauger bei uns gute bis sehr gute Noten.

Bei den Akkustaubsaugern – darunter fallen Saugroboter und die meisten Stielstaubsauger – müssen wir andere Werte heranziehen, um eine Aussage über die Leistung treffen zu können. Wir haben uns basierend auf den Verbraucherumfragen für die Akkulaufzeit und Akkuladezeit entschieden. Bei der Laufzeit können Saugroboter gegenüber Stielstaubsaugern deutlich punkten. Bis zu 60 Minuten können sie ununterbrochen Saugen, während bei Stielstaubsauger meist schon nach einer halben Stunde Schluss ist.

Handhabung: Von Aktionsradius bis Reinigung – der Teufel steckt meist im Detail

Die Handhabung ist nach der Saugkraft unser zweitwichtigstes Bewertungskriterium für Staubsauger und geht mit 30 Prozent in die Gesamtwertung ein. Berücksichtigt werden hierfür der Bedienkomfort, der Reinigungsvorgang sowie die Lautstärke. Beim Bedienkomfort bewerten wir alles, was beim alltäglichen Saugen für Frust oder Freude sorgt. Eine ganze Reihe von Faktoren spielen hier eine Rolle:

  • Saugschlauch: Er sollte genügend lang, elastisch und über ein Drehgelenk mit dem Staubsaugerkorpus verbunden sein. Dadurch ermöglicht er Dir eine hohe Bewegungsfreiheit und Flexibilität.
  • Manövrierfähigkeit: Dank 360-Grad-Rollen sowie flexiblen Dreh- und Kippgelenken an der Bodendüse gleitet ein Staubsauger geschmeidig über jeden Fußboden und lässt sich mühelos um jedes Möbelstück und jede Zimmerecke manövrieren. Er sollte möglichst alle Bewegungen seines Nutzers klaglos mitmachen, ohne zu kippeln oder gar umzufallen.
  • Aktionsradius: Bei netzbetriebenen Staubsaugern bestimmt die Länge des Stromkabels, wie weit man mit ihm saugen kann, ohne die Steckdose wechseln zu müssen. Bei Akkusaugern ist es die Akkulaufzeit.
  • Tragekomfort: Einige Nutzer wollen mit ihrem Staubsauger nicht nur eine, sondern mehrere Etagen sowie Treppen saugen. Ob ein Staubsauger bequem zu tragen ist, hängt zum einen von seinem Gewicht, zum anderen von Größe und dem Tragegriff ab. Je kompakter und leichter das Gerät ist, desto besser lässt er sich über mehrere Stockwerke hinweg transportieren.

Die Entleerung & Reinigung ist ein Bewertungsaspekt, der insbesondere bei den Beutellosen ins Gewicht fällt. Ihre Staubcontainer sollten über ein einfaches Klicksystem entnommen und geleert werden können. Währenddessen sollte der Kontakt mit Staub und Schmutz möglichst gering ausfallen. Das Volumen des Staubbehälters gibt Aufschluss darüber, wie häufig das Entleerungsprocedere durchgeführt werden muss. Für die Bewertung der Lautstärke ziehen wir bei allen Gerätetypen den vom Hersteller angegebenen Dezibelwert heran. Gute bis sehr gute Noten erhalten sie von uns, wenn sie mit weniger als 72 Dezibel tönen. Neben den kalten Zahlen berücksichtigen wir auch die subjektiven Eindrücke der Käufer. Denn ein Staubsauger kann noch so leise sein. Wenn die Art des Geräusches nervt, bekommt er in diesem Kriterium Punktabzüge.

Die Ausstattung: Auf das Düsensortiment der Staubsauger kommt es an

Typ und Bauform der eingesetzten Düse entscheiden, wie gut die Saugkraft am Fußboden umgesetzt und Schmutz tatsächlich in den Beutel bzw. Behälter geleitet wird. Um für so viele Einsatzgebiete wie möglich vorbereitet zu sein, führen gute Staubsauger gleich mehrere Düsen im Lieferumfang. Schon beinahe obligatorisch ist eine Kombidüse, also eine Bodendüse, die via Kippschalter auf Teppich- oder Glattböden ausgerichtet werden kann. Darüber hinaus statten viele Hersteller ihre Staubsauger mit Düsen für bestimmte Einsatzzwecke oder Bodenbeläge aus.

Echte Teppichspezialisten beispielsweise kommen mit einer Turbo- oder Elektrodüse. Sie sind mit einer rotierenden Bürstenwalze ausgestattet, die Teppich während des Saugens aufraut und förmlich ausbürstet. Auf diese Weise kann sie nachweislich mehr Schmutzpartikel aus Teppichen holen als die normale Bodendüse. Das ist insbesondere für Tierbesitzer interessant, denn auch (Tier-)Haare und Fusseln werden sehr viel besser und zügiger entfernt. Staubsauger für Parkettböden hingegen besitzen eine Parkettdüse mit extra weichen Borsten, die empfindliche Untergründe schonen. Daneben gibt es verschiedenartige Düsen mit Borstenkränzen oder längliche Düsen zum Ritzen- und Kantensaugen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Düsen ein Staubsauger besitzt, desto besser fällt unsere Note aus. Allerdings hat die Ausstattungsnote mit 15 Prozent nur einen vergleichsweise geringen Anteil an der Gesamtnote eines Staubsaugers.

Warum saugt sich die Bodendüse fest?

Aufgrund immer strengerer EU-Richtlinien für die Leistungsaufnahme von Staubsaugern sind Hersteller gezwungen, Saugkraft nicht allein durch hohe Motorleistung, sondern besonders effiziente Luftführung herzustellen. Mit immer neuen Konstruktionen von Gehäuse, Schlauch, Rohr und Düse soll die Menge an angesaugter Luft erhöht sowie Reibungsverluste reduziert werden. Für die Bodendüse bedeutet dies unter anderem, dass sie immer dichter mit dem Untergrund abschließen müssen.

Unliebsamer Nebeneffekt: Wenn die Bodendüse so dicht abschließt, dass keine Luft nachfließen kann, bildet sich ein Vakuum. Die Düse saugt sich fest und Schmutz wird nicht mehr ins Rohr befördert.