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Ratgeber

Ratgeber zu Waschmaschinen 8 kg

Eigenschaften moderner 8-kg-Waschmaschinen

Bosch WAY2854DWaschmaschinen wurden einst in einer großen Bandbreite an Zuladungsklassen hergestellt. Es gab Modelle mit 3,5 Kilogramm Zuladung für kleine Single-Haushalte und Modelle mit 12 Kilogramm für Großfamilien. Viel ist von dieser Vielfalt nicht geblieben. De facto hat sich der Markt fast ausschließlich auf die Größen von 7 und 8 Kilogramm Zuladung ausgerichtet, zumindest bei den klassischen Frontlader-Ausführungen. Es gibt nur noch eine Handvoll Modelle mit abweichenden Zuladungsgrößen.

Alle wollen große Maschinen - dank Mengenautomatik
Hintergrund ist, dass in den vergangenen Jahren zunehmend mehr Waschmaschinen mit einer Mengenautomatik ausgestattet wurden, die nun als Standard quer durch alle Preisklassen gelten darf. Diese gleicht den Strom- und Wasserbedarf, teilweise sogar den Verbrauch an Waschmitteln (das jedoch wirklich nur in der Luxusklasse), an die tatsächliche Zuladung an. Wer seine Waschmaschine also öfter mal nur mit 4 Kilogramm auslasten kann, aber auch mal die doppelte Menge wäscht, kann nun theoretisch auch einfach gleich eine 8-Kilogramm-Maschine kaufen.

Ersparnis fällt allerdings nicht linear aus
Allerdings sollte man ganz genau ins Datenblatt blicken: Denn nur allzu oft fällt die Ersparnis magerer aus als gedacht, in jedem Fall niemals linear. Das heißt: Bloß weil ich eine Waschmaschine nur halb belade, sinkt nicht auch der Verbrauch auf die Hälfte hinab. Denn eine große Trommel muss mit einem Mindestmaß an Flüssigkeit geflutet werden, damit die Wäsche sicher durchfeuchtet wird, und die größere Schwungmasse erfordert auch einen höheren Stromverbrauch. Unter eine gewisse Mindestschwelle kann der Verbrauch also gar nicht sinken.

Die Häufigkeit der Vollauslastung ist entscheidend
Und das erkennt man dann gut am Datenblatt. Als Beispiel mag hier die Bosch WAY2854D dienen. Sie benötigt für einen Durchlauf des Standardprogramms Baumwolle bei 60 Grad Celsius und voller Beladung nur 0,99 kWh Strom. Das reicht für den Sprung in die beste Energieeffizienzklasse A+++. Bei einer Teilbefüllung ist der beste Stromverbrauch aber mit 0,69 kWh nur etwa 30 Prozent besser – selbst wenn man die Maschine eben nur zur Hälfte oder sogar noch leichter befüllt. Daher macht es auch keinen Sinn, rein aus Prinzip auf ein 8-Kilogramm-Modell zu setzen. Man sollte zum einen genau in das Datenblatt schauen und zum anderen abschätzen, wie oft man die Maschine voll auslasten wird. Nur bei einer mindestens zur Hälfte der Zeit voll ausgelasteten Maschine macht die Wahl wirklich Sinn.