Das Wichtigste auf einen Blick:
- In erster Linie für Single-Haushalte interessant
- Längst nicht so energieeffizient wie größere Geräte
- Überwiegend in Toplader-Bauform
- Sehr geringe Auswahl an kleinen Waschmaschinen
Bei Topladern sind kleinere Fassungsvermögen weiter verbreitet als bei Frontladern. (Bild: bauknecht.de)
Das Spektrum an Trommelvolumina bei Waschmaschinen war früher breit. Während große Modelle mit Ladekapazitäten von 10 und mehr Kilogramm heutzutage weiterhin und sogar zunehmend angeboten werden, sind besonders kompakte Geräte kaum noch zu finden. Im Handel dominieren mittlerweile Geräte mit 8 und 9 Kilogramm Fassungsvermögen.
Ein wesentlicher Grund: Bauartbedingt ist es leichter, eine sehr gute Energieeffizienzklasse auf dem EU-Label zu erreichen, wenn das Trommelvolumen höher ist. Auch der Wasserverbrauch ist in Relation gesehen bei Waschmaschinen mit mehr Fassungsvermögen geringer. Hersteller wissen: Ein Gerät mit der sehr guten Energieklasse A verkauft sich besser.
Dennoch kann eine kleinere Waschmaschine für bestimmte Bedürfnisse weiterhin eine sinnvolle Anschaffung sein.
Mengenautomatik allein garantiert keine proportionalen Einsparungen
Ein Sparfaktor bei modernen Waschmaschinen ist die Mengenautomatik. Sie ist inzwischen nahezu Standard und passt die Wasser- und Energiezufuhr an die Beladung an. Die Verbrauchsniveaus sinken, aber bei halber Trommelbeladung reduziert sich der Verbrauch nicht linear um die Hälfte. Denn für eine ausreichende Durchfeuchtung muss die Trommel immer mit einer Mindestmenge Wasser gefüllt sein. Außerdem führt das höhere Gewicht großer Trommeln zu einem höheren Energiebedarf beim Antrieb. Deshalb ist der Verbrauch unterhalb gewisser Füllmengen kaum weiter reduzierbar, sodass eingesparte Ressourcen oft deutlich geringer ausfallen als erwartet.Kleine Waschmaschinen heute vor allem als Toplader und Spezialmodelle erhältlich
Waschmaschinen mit einer Zuladung von 6 Kilogramm oder weniger haben weiterhin ihre Berechtigung, allerdings sind sie im Handel nur noch selten vertreten. Zu den bekannten Marken zählen Bauknecht, Privileg und Miele. Vorwiegend handelt es sich bei den kleinen Geräten um Toplader, die aufgrund ihrer Bauweise für beengte Platzverhältnisse geeignet sind. Zusätzlich gibt es spezielle Frontlader mit besonders geringer Bautiefe von etwa 50 Zentimetern.Wie schneiden 5-Kilo-Waschmaschinen in Testberichten ab? Gibt es empfehlenswerte Modelle?
Parallel zum Rückzug der Hersteller aus dem Segment kleiner Waschmaschinen ist auch das Interesse von Testmagazinen an solchen Geräten zurückgegangen. Schwerpunktmäßig prüfen sie in Tests mittlerweile vor allem Maschinen mit 7, 8 oder 9 Kilogramm Fassungsvermögen. Der letzte von der Stiftung Warentest gekürte Testsieger mit 5 bis 5,5 Kilogramm Zuladung stammt aus der test-Ausgabe 1/2013. Der Miele-Toplader entspricht heute natürlich nicht mehr den aktuellen Energieeffizienzstandards – damals erhielt er die Klasse A+. Gäbe es ihn heute noch, würde er in der niedrigsten Klasse G einsortiert werden.Welche Möglichkeiten haben kleine Haushalte heute, die eine Waschmaschine suchen?
Wie wäre es mit einer etwas größeren Maschine?
Um Ihre Auswahlmöglichkeiten zu erweitern, empfehlen wir Ihnen auch den Blick auf eine Waschmaschine mit 6 Kilogramm Zuladung. Der Unterschied zur 5-Kilo-Klasse ist gering genug, sodass die Trommel bei regelmäßigem Gebrauch oftmals vollständig ausgenutzt wird. Auch die 7-Kilogramm-Maschinen sind für Singles und Paar-Haushalte nicht uninteressant.Mit diesem erweiterten Suchradius profitieren Sie von einem wesentlich größeren Angebot am Markt. Von Topladern über Frontladern bis hin zu freistehend oder unterbaufähig: So finden Sie mit Sicherheit ein passendes Gerät für Ihre Stellfläche. Zudem können Sie sich bei der Kaufentscheidung auf eine größere Auswahl an Testergebnissen stützen.
Der letzte Toplader-Testsieger der Stiftung Warentest (Ausgabe 11/2024) ist das AEG-Modell LTR7A70260, das 6 Kilogramm Wäsche fasst und Wäsche sehr gut reinigt. Allerdings müssen Sie sich auf eine hohe Schleuderlautstärke gefasst machen.























