Rou­ter: Tests & Test­sie­ger

Der Router ist das Herzstück Ihres Netzwerks. Das A und O ist dabei inzwischen ein stabiles, reichweitenstarkes und flottes WLAN-Signal. Wir zeigen Ihnen die jeweils besten WLAN-Router aus 1.366 Tests. Den letzten haben wir am ausgewertet. Unsere Quellen:

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Ratgeber: WLAN-Router

Ob Sur­fen oder Gaming – AC-​WLAN ist mitt­ler­weile Pflicht

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. flottes WLAN nach 802.11ac mittlerweile Standard
  2. WPA2 sorgt für relativ hohe Sicherheit
  3. WLAN-Leistung hängt vom Aufstellungsort des Routers ab
  4. USB 3.0 für Media-Streaming optimal

Wie bewerten Testmagazine Router in ihren Testberichten?

Gaming-Router sind extrem leistungsstark. Gaming-Router wie der Asus RT-AC88U bieten extreme Leistung sowie einen meist enormen Funktionsumfang – zu einem meist sehr hohen Preis. (Bildquelle: amazon.de)

Das zentrale Kriterium der Testmagazine ist die praktische Leistungsfähigkeit eines Routers. Dabei stellen wir immer wieder fest, dass sich diese erheblich von der theoretisch maximalen Leistung unterscheidet. Im Zuge dessen stellen Tester einen Router in einer Wohnung auf und messen in verschiedenen Räumen an diversen Endgeräten den tatsächlichen Datendurchsatz. Die PC Games Hardware stellt in Vergleichstests dabei bis zu vier verschiedene Szenarien auf, die unterschiedliche Aufstellorte und damit verbundene Hindernisse beinhaltet. Zusätzlich zum mittlerweile etablierten AC-WLAN-Standard, der einen flotteren Datenaustausch über 2,4 und 5 GHz parallel zulässt, sorgen hier weitere Software-Features – MU-MIMO oder Beamforming – zur Optimierung der Signalausrichtung für mehr Power am Endgerät. Der neue Standard WLAN-AX oder häufiger auch WiFi 6 genannt, übertrifft mit seinen theoretischen Übertragungsraten die haushaltsübliche Internet-Bandbreite bei Weitem.


Sie haben ein großes Haus und wollen auch in der hintersten Ecke ein ausreichendes WLAN-Signal oder sind mit Ihrer aktuellen WLAN-Leistung unzufrieden? In unserem Ratgeber erfahren Sie Nützliches, um Ihr WLAN-Signal zu verstärken. Zudem werden viele Spezialfunktionen erklärt, damit Sie wissen, worauf es beim Kauf eines guten Routers ankommt.


Die Top-Router in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit:

  1. Asus ROG Rapture GT-AX11000
    11000 Mbit/s
    Asus ROG Rapture GT-AX11000
    • Gut

      1,7

  2. TP-Link Archer AX11000
    11000 Mbit/s
    TP-Link Archer AX11000
    • Gut

      1,7

  3. NetGear Nighthawk RAX200
    10756 Mbit/s
    NetGear Nighthawk RAX200
    • Sehr gut

      1,5



Je größer der Funktionsumfang eines Routers ist, desto besser fallen Noten in puncto Ausstattung aus. Allerdings bedeutet das auch zwangsläufig, dass man als Nutzer auch mehr konfigurieren muss. Dies kann, je nach Aufbau und Komplexität des Nutzermenüs, sehr schwer oder auch recht einfach von der Hand gehen. AVM gilt im Allgemeinen als Hersteller mit einem sehr leicht verständlichen Menü, das viele Erklärungen und Soforthilfen bietet. Asus punktet darüber hinaus mit seinem sehr komplexen Interface, da es zahlreiche Infos bereitstellt und übersichtlich aufgebaut ist. Zusätzlich ist die Anschlussausstattung ausschlaggebend für die Flexibilität des Routers. Besitzt ein Gerät USB-Anschlüsse (idealerweise USB 3.0), kann man externe Festplatten und Drucker verbinden, um diese kabellos über das heimische WLAN anzusteuern. Vereinzelt messen Tester auch die Geschwindigkeiten dieser USB-Anschlüsse – eine für das kabellose Streaming von Videos über die den Mediaserver sehr wichtige Information.

Was bringt der neue Übertragungsstandard WiFi 6?

Das offizielle Logo für den neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6 (Bildquelle: Wi-Fi.org)

Während sich Router bislang immer mit eher kryptischen Bezeichnungen wie 802.11ax brüsteten, gibt es jetzt mit der neuen WLAN-Generation ein Umdenken. Statt der Buchstaben-Zahlen-Suppe wird schlicht durchnummeriert. AC-WLAN heißt jetzt WiFi 5 und der neue Standard ist Nummer 6. Doch was ändert sich abgesehen vom Namen? Bei den Frequenzbändern bleibt erstmal alles beim Alten. Auch Wi-Fi-6-Router funken auf den Frequenzbändern 5 und 2,4 GHz. Die theoretische Datenübertragungsrate steigt um rund ein Drittel an. Doch eine neue Technik, die Teil des Wi-Fi-6-Pakets ist, kann in der Praxis trotzdem zu enormen Steigerungen führen: MIMO-OFDM.
Die Technik mit dem äußerst sperrigen Namen steht für Orthogonal Frequency Division Multiplexing und ist eine Weiterentwicklung der mit Wi-Fi 5 eingeführten MIMO-Technologie. Bei vielen gleichzeitigen Zugriffen aus dem Netzwerk wird das Signal damit noch cleverer aufgeteilt. So verpackt der Router Daten für mehrere Empfänger jetzt in einem Paket. Dies führt zu deutlich besserer Leistung.

Erstmals liegt der Fokus der Neuentwicklung also nicht auf der Geschwindigkeit der Kommunikation mit einzelnen Geräten, sondern auf einer gerechten Signalverteilung auf viele Teilnehmer. Angesichts der immer stärkeren Verbreitung von Wi-Fi-fähigen Smart-Home-Geräten und der generell stetig steigenden Anzahl an WLAN-Geräten in Haushalten ist das eine sinnvolle Entwicklung.

Wenn Sie also ein besonders vollgepacktes Netzwerk haben und viele Geräte gleichzeitig Daten senden und empfangen, lohnt sich die Anschaffung eines WiFi-6-Routers. Aktuell sind die Preise noch hoch, aber in den nächsten Jahren dürfte sich der neue Standard schnell etablieren und auch bei günstigen Routern vorhanden sein.

WiFi 6 lässt sich allerdings nur wirklich ausreizen, wenn auch die jeweiligen Empfangsgeräte wie Smartphones und Co. den Standard unterstützen. Mit alten Geräten ist damit der Vorteil dahin.

Top 3 der Router mit USB-3.0-Anschluss:

  1. Asus RT-AX88U
    Asus RT-AX88U
    • Sehr gut

      1,5



AVM-Router gelten als sehr einfach in der Handhabung. AVM setzt bei seinen FRITZ!Box-Routern, wie hier die 7490, auf eine einfache Handhabung und viele Erklärungen im Nutzermenü, sodass auch Nutzer ohne Netzwerkkenntnisse alle nötigen Einstellungen vornehmen können. (Bildquelle: amazon.de)

Benötige ich einen Modemrouter oder reicht ein reiner Router ohne Modem?

Je nach vorhandener Ausstattung und Anwendungsfall muss nicht zwangsläufig zu einem Modemrouter gegriffen werden. Wenn man mit der Leistung seines Provider-Routers unzufrieden ist, kann dessen Routing-Funktion auch abgeschaltet werden (Bridge-Modus) und ihn als reines Modem verwenden. Ein zusätzlich erworbener Router übernimmt dann die kabelgebundene oder kabellose Verbindung zu den Endgeräten. Das ist auch ideal, wenn man seinen Haushalt mit dem flotten AC-WLAN ausrüsten möchte, aber bereits einen alten Router besitzt. Oft ist ein Modemrouter jedoch die bessere Wahl, da hier zusätzliche Kabelverbindungen entfallen und nur ein Gerät Strom verbraucht.

Die besten Modemrouter:


Muss ich mein WLAN-Netzwerk mit dem Router verschlüsseln?

Eine Verschlüsselung des eigenen Datenverkehrs ist sinnvoll. Denn was nützen mir die Zugangshürden, wenn ein geübter Hacker im Klartext die Passwörter etc. auslesen kann, die die Endgeräte an den Router senden? Werksseitig ist heute bereits vielfach die WPA2-Verschlüsselung aktiviert – ist dies nicht der Fall, muss das unbedingt getan werden. Nur WPA2 gilt als relativ sicher. Schlussendlich kann man auch noch einen Namen für sein WLAN-Netzwerk (die SSID) festlegen. Hierbei gilt: Wer gezielte Angriffe auf das Netzwerk befürchtet, sollte nichtssagende Beschreibungen wählen, damit man das Netzwerk nicht einer Person oder Firma zuordnen kann. Letzten Endes besteht immer ein gewisses Restrisiko, da ein 100 prozentiger Schutz nie gegeben sein kann.

Benötige ich für die Nutzung einer Smart-Home-Anlage einen speziellen Router?

Smart Home ist spätestens mit der Verbreitung von Sprach-Assistenzsystemen wie Alexa oder Siri ein populäres Thema geworden. Aber ohne ein Netzwerk wird aus dem smarten Zuhause nichts. Erfreulicherweise erfüllt so gut wie jeder WLAN-Router grundsätzlich die Voraussetzungen für den Aufbau eines Smart-Home-Systems. Ein Router, der gut mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geräte umgehen kann und die Last gleichmäßig verteilt ist aber auf jeden Fall von Vorteil. Die meisten MU-MIMO-Router dürften hier gute Dienste leisten. Wenn der Router aber auch die Steuerzentrale für Smart-Home-Systeme sein soll, müssen Sie zu einem Gerät mit passender Firmware greifen – so ist zum Beispiel beim SmartHome Starter Paket der Telekom direkt ein entsprechender Router enthalten.

Unterscheiden sich Router mit externen Antennen von solchen mit internen Antennen?

Mittlerweile sind aktuelle WLAN-Router, die den Standard nach 802.11ax unterstützen, derart leistungsstark, dass man spürbar keine nennenswerten Unterschiede an seinem Endgerät feststellen kann. In Messlaboren sind Router mit externen Antennen hingegen etwas leistungsstärker, da die Antennen einfach größer sind als intern verbaute. Testberichte kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass externe Antennen für einen höheren Datendurchsatz bzw. besseren Empfang sorgen können. Der Grund dafür: Um den Router im Raum optimal zu positionieren, muss das Modell mit internen Antennen selbst so gedreht werden, dass es optimal in den Raum funken kann. Externe Antennen sind hingegen außen am Gehäuse angeschraubt und lassen sich flexibel drehen und neigen. So kann man das Gerät an Ort und Stelle lassen, die Antennen jedoch nach Belieben justieren und ausrichten.

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Was sollten Sie vor dem Kauf wissen?

Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Wie bewerten Testmagazine Router in ihren Testberichten?
  2. Die Top-Router in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit
  3. Was bringt der neue Übertragungsstandard WiFi 6?
  4. Top 3 der Router mit USB-3.0-Anschluss
  5. ...

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„Die Qual der Wahl“ (Erschienen 12/2019)

Wie werden Router in Tests geprüft? Die Güte eines Routers definiert sich über die Funk- und Übertragungsleistung im Praxiseinsatz. Gerade bei diesem Gerätetyp haben die Herstellerangaben zur Geschwindigkeit oft wenig mit der Leistung im Alltag gemein, was die Messungen der Fachredaktionen besonders interessant macht. Die Leistung eines Routers lässt sich auf ...

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