Stärken
Schwächen
Wie schneiden Telekom-Router in Testberichten von Fachmagazinen ab?
Für eine zügige WLAN-Verbindung im heimischen Netzwerk ist es empfehlenswert, dass der Router moderne WLAN-Standards unterstützt. Der aktuelle Standard ist Wi-Fi 7 (IEEE 802.11be), der seit Ende 2025 mit dem Speedport 7 auch im Telekom-Portfolio angekommen ist. Wi-Fi 7 funkt wie sein Vorgänger Wi-Fi 6E auf drei Frequenzbändern – 2,4 GHz, 5 GHz und dem deutlich weniger überlasteten 6 GHz – und erzielt damit theoretische Übertragungsraten von bis zu 46 Gbit/s. Ältere Endgeräte bleiben dabei weiterhin kompatibel, da Wi-Fi 7 vollständig abwärtskompatibel zu Wi-Fi 6, 5 und älteren Standards ist.
Gut
1,9
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Der Speedport 7 setzt jedoch nur auf 2,4 GHz und 5 GHz – das für Wi-Fi 7 charakteristische 6-GHz-Band fehlt vollständig, weshalb der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem Vorgänger Speedport Smart 4 in der Praxis gering ausfällt. Tester bewerten diesen Umstand kritisch. Dennoch unterstützt der Speedport 7 die MU-MIMO-Technologie, die Bandbreite effizient auf mehrere verbundene Geräte gleichzeitig verteilt und so gegenseitige Beeinträchtigungen reduziert. Diese Technologie findet sich bei vielen Telekom-Modellen und wirkt sich positiv auf Testergebnisse aus.
Im Vergleich zur Konkurrenz schneiden Telekom-Router dennoch meist etwas schwächer ab: Viele andere Anbieter, etwa Asus, konzentrieren sich auf besonders leistungsfähige Router für Gaming und professionelle Netzwerke – und bieten dabei häufig vollwertiges Wi-Fi 6E oder Wi-Fi 7 inklusive 6-GHz-Band.
Die Antennen dienen nur dem Mobilfunkempfang – die WLAN-Antennen sind intern verbaut. (Bildquelle: amazon.de)
Wenn ein Router das 5-GHz-Band unterstützt, fällt die Bewertung der WLAN-Qualität meist besser aus. Das liegt daran, dass für diesen Frequenzbereich spezielle Kanäle reserviert sind, die insbesondere in dicht besiedelten Gebäuden für weniger Störungen sorgen und so die Empfangsqualität verbessern. Allerdings verbaut die Telekom ausschließlich interne WLAN-Antennen, was die Sendeleistung merklich einschränkt. Während viele Konkurrenzgeräte mit externen, abnehmbaren Antennen auch am Rand der Wohnung noch ausreichend Signal liefern, ist bei Telekom-Routern oft schon im anderen Zimmer das Signal schwach. Deshalb erhalten Telekom-Router fast durchweg eine eher schlechte Reichweitenbewertung. Wer größere Wohnflächen oder mehrere Etagen abdecken möchte, kann auf die optionalen Speedport-WLAN-Verstärker zurückgreifen, die per Mesh-Technologie nahtlos mit dem Router zusammenarbeiten.
Benutzerfreundlichkeit: Die klare Stärke der Telekom
Telekom-Router sind speziell für die Nutzung mit Telekom-Anschlüssen konzipiert und unterstützen sowohl DSL-, VDSL- als auch Glasfaseranschlüsse. Das Installationsmenü ist maßgeschneidert auf die Kundendaten der Telekom, sodass Anschlussnummern und weitere Parameter häufig schon voreingestellt sind. Dies führt dazu, dass es bei der ersten Einrichtung nur selten zu Problemen kommt – auch weil stets alle nötigen Kabel und verständliche Anleitungen im Lieferumfang enthalten sind. Entsprechend gut schneiden Telekom-Router in Tests beim Thema Inbetriebnahme ab.Im Bereich der Benutzerfreundlichkeit schwanken die Bewertungen. Die meisten Telekom-Router sind Allrounder und setzen auf eine unkomplizierte Bedienung. Daran erkennt man oft vereinfachte Menüs, die auf die wichtigsten Grundeinstellungen beschränkt sind. Beim aktuellen Speedport 7 hat die Telekom diesen Ansatz noch weiter zugespitzt: Viele Einstellungen sind nicht mehr über eine klassische Browser-Oberfläche erreichbar, sondern ausschließlich über die zugehörige Smartphone-App. Für erfahrene Anwender ist das häufig zu wenig, was in Tests regelmäßig zu Abzügen führt. Umgekehrt werden Modelle mit umfangreicheren Menüs für weniger erfahrene Nutzer manchmal als zu komplex empfunden.
Einfach gehaltene Ausstattung – passend zum Konzept
Telekom-Router bieten softwareseitig keine Fülle an Extras. Fast alle getesteten Modelle verfügen nur über die essenziellen Funktionen. Spezielle Server- oder Streaming-Features sind selten vorhanden. Falls der Funktionsumfang doch größer ist, wird die Umsetzung oft als unzureichend kritisiert, was sich in mittelmäßigen Bewertungen niederschlägt. Andere Hersteller liefern hier besser ausgestattete Geräte, allerdings oft ohne Telekom-Voreinstellungen oder Unterstützung für Dienste wie MagentaTV, die sich anderweitig nur schwer integrieren lassen.Die einfache Software-Ausführung betrifft auch sicherheitsrelevante Aspekte: Telekom-Router, die keine umfangreichen Softwarefunktionen bieten, verfügen oft nicht über Inhaltsfilter oder Kindersicherung. Dennoch sind viele Modelle der Telekom bei Passwort-Sicherheit und Verschlüsselungsstandards auf dem aktuellen Stand. Ein WLAN-Netz ist bei der Einrichtung nie offen, sondern per zufällig generiertem Schlüssel geschützt, der meist auf der Rückseite des Gerätes zu finden ist. Zudem liefert der Hersteller automatische Firmware-Updates, sodass die Router stets aktuell bleiben – was von Testern ebenfalls positiv bewertet wird.























