Grills

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Ratgeber zu Grills

Holzkohle, Elektro oder Gas: Eine Frage des Geschmacks!

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Holzkohlegrills: traditionelles Grillen mit typischem Raucharoma
  2. Gasgrills: raucharme und gesunde Alternative zu Holzkohle-Geräten
  3. Elektrogrills: ganzjähriges Grillen in der Wohnung und auf dem Balkon
  4. Temperatur und Hitzeverteilung ausschlaggebend für leckeres Grillgut
  5. indirektes Grillen ist schonender und gesünder

Worauf achten die Magazine beim Testen?

Die individuelle Steuerung der Brenner ermöglicht verschiedenen Temperaturzonen. Bei Gasgrills lässt sich meist jeder Brenner individuell regulieren. (Bildquelle: charbroil.de)

Das wichtigste Kriterium beim Test eines Grills ist ein leckeres und ansehnliches Grillergebnis. Auf einem guten Grill sollten Würstchen und Fleisch schön braun und saftig werden, empfindliche Lebensmittel wie Gemüse und Fisch jedoch nicht anbrennen. Sofern die Temperatur geregelt werden kann, überprüfen die Experten auch, wie das Grillgut bei hohen und niedrigen Temperaturen gelingt. Hier stehen Holzkohlegrills meist hinten an, da bei den meisten Modellen die Temperatur nur über die Belüftung der Kohle beeinflusst werden kann. Bei Gas- und Elektrogrills hingegen kann man bei vielen Modellen entsprechende Einstellungen vornehmen und somit die Temperatur dem Lebensmittel entsprechend anpassen.

Die Wärmeverteilung auf dem Grillrost hat einen erheblichen Einfluss auf das Grillergebnis. Ist diese nicht gleichmäßig, kann es passieren, dass Lebensmittel in der Mitte des Rostes anbrennen, während solche, die eher am Rand liegen, überhaupt nicht braun werden. Elektrisch betriebene Modelle sollten daher ein Heizelement besitzen, das unter der kompletten Grillplatte verläuft. Bei Gasgrills sollte die Leistung und Anzahl der Brenner proportional zur Grillfläche ausfallen. Heißt: Je größer der Grill, desto mehr und leistungsstärkere Brenner sollte er haben.

Bei ihren Praxistests achten die Fachzeitschriften ebenfalls auf eine einfache und komfortable Bedienung. Dazu gehört nicht nur – sofern vorhanden – das Vornehmen diverser Einstellungen wie Temperatur oder Rosthöhe, sondern auch die anschließende Reinigung. Hier punkten Modelle mit herausnehmbarem Grillrost, Asche- und Fettauffangbehälter, die im Idealfall auch noch spülmaschinengeeignet sind.

Da beim Grillen sehr hohe Temperaturen entstehen, ist auch das Thema Sicherheit ein relevanter Punkt. Wichtig hierbei: Die Außenflächen dürfen nicht so heiß werden, dass man sich verbrennen könnte. Ebenso sollte das Gerät robust verarbeitet sein und sicher an seinem Platz stehen. Bei Elektrogeräten sind Mechanismen wie ein Überhitzungsschutz oder eine Abschaltautomatik von Vorteil.

Bei elektronischen Grills spielt zudem der Stromverbrauch eine Rolle. Je sparsamer das Gerät, desto besser. Insbesondere bei den Grillstationen wird auch die Ausstattung in die Beurteilung mit einbezogen. Dabei kommt es nicht unbedingt nur auf die Üppigkeit an, sondern auch auf den praktischen Nutzen.

Sehr gute Grills mit regelbarem Thermostat zur Temperatursteuerung

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 WMF Lono Tischgrill gerippt (0415330011) Sehr gut(1,0)
2 Klarstein Grillpot Sehr gut(1,0)
3 Rommelsbacher BBQ 2003 Sehr gut(1,1)

Gas, Elektro oder Holzkohle: Welcher Grill ist der passende?

Kleine, raucharme Holzkohlegrills (hier der Florabest FLG 34 C1) sind ideal für den Balkon oder unterwegs. (Bildquelle: lidl.de)

Welche Befeuerungsart für die eigenen Zwecke am geeignetsten ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Möchte man nicht auf das typische Raucharoma verzichten, kommt nur ein Holzkohlegrill infrage. Auch Puristen fühlen sich mit einem solchen Gerät wohl, denn oft sind eine Ablagefläche, ein Thermometer und ein Deckel (bei Kugelgrills) die einzigen Ausstattungsteile. Allerdings stören sich viele an der enormen Rauchentwicklung, die sogar gesundheitsgefährdend sein kann, wenn Fett auf die Glut tropft und sich schädliche Dämpfe bilden.

Eine gute Alternative sind Gasgrills. Zwar bringt auch hier Feuer den Rost auf Temperatur, aber der lästige Rauch entfällt. Da die Modelle oft mit einer Auffangschale ausgestattet sind, in die das Fett ablaufen kann, entstehen auch keine Dämpfe. Besonders beliebt sind Grillwagen. Sie bieten eine enorme Ausstattung und können sogar zu einer kompletten Outdoorküche erweitert werden.

Wer ganz auf Feuer verzichten will, nicht viel Platz hat oder schlichtweg keinen Gas- oder Holzkohlegrill verwenden darf, für den sind Elektrogrills eine Überlegung wert. Der Vorteil: Sie können auch in der Wohnung oder auf dem Balkon eingesetzt werden. Der Nachteil: Es kommt kein wirkliches Grillfeeling auf. Dafür sind sie unabhängig vom Wetter und somit das ganze Jahr über einsetzbar.

Für eine schonende Zubereitung: indirektes Grillen

Kohlekörbe machen indirektes Grillen möglich. Mithilfe eines Kohlekorbs kann man verschiedene Temperaturzonen auf dem Rost einrichten. (Bildquelle: amazon.de)

Nur bei einem Grill mit Deckel kann man zwischen den Grillmethoden "direkt" und "indirekt" wählen. Für letztere muss nämlich die Hitze im gesamten Innenraum frei zirkulieren können, damit das Grillgut von allen Seiten gegart wird. Dafür müssen die glühenden Kohlen so angeordnet werden, dass das Grillgut nicht direkt darüber liegt. Idealerweise werden diese deshalb in speziellen Kohlehaltern beziehungsweise Körben an der Seite platziert oder, falls nicht vorhanden, entsprechend seitlich auf dem Kohlerost aufgeschichtet. Dieses spezielle Arrangement von Kohle und Grillgut verlangt nach viel mehr Grillfläche als beim direkten Grillen. Bei Kugelgrills etwa wird ein Durchmesser von über 50 Zentimetern empfohlen.

Auch auf Gasgrills kann indirekt gegrillt werden. Hier gibt es zwei Varianten. Bei Modellen mit mehr als zwei Brennern reicht es, den/die mittleren Brenner während des Grillens auszuschalten. Bei einem oder zwei Brennern dagegen muss die Hitze entsprechend heruntergeregelt werden. Dieses Verfahren erfordert mehr Fingerspitzengefühl und ist daher speziell für Einsteiger schwieriger.

Schlussendlich hängt der Erfolg beim indirekten Grillen auch von der Temperaturkontrolle ab, weswegen ein Thermometer auf keinem Fall fehlen darf. Sofern keines im Deckel verbaut ist, sollte ein separates – am besten digitales – Thermometer angeschafft werden. Die Temperaturkontrolle ist bei Gasgrills denkbar einfach über den Drehregler zu leisten – für Anfänger sind diese Grills daher optimal. Bei Holzkohlegrills wird’s etwas komplizierter, denn hier wird die Luftzirkulation manuell über Lüftungsschlitze am Boden sowie im Deckel gesteuert – was Übung erfordert beziehungsweise Erfahrung voraussetzt. Eine Sonderform schließlich bilden Smoker. Bei ihnen befindet sich die Holzkohle in einem separaten Brenner, sodass nur die heiße Luft zum Gargut geführt wird. Smoker eignen sich daher auch bestens zum Räuchern.

Die besten Modelle zum indirekten Grillen

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Klarstein Grillpot Sehr gut(1,0)
2 Big Green Egg Large Sehr gut(1,0)
3 Weber Master-Touch GBS Special Edition Pro Sehr gut(1,1)

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