Tischgrills Ganzjähriges Grillvergnügen
Das Wichtigste auf einen Blick:
- als Elektrogrill ganzjährig einsetzbar
- mindestens 2.000 Watt Leistung für effektives Grillen
- Cerangrills erreichen hohe Temperaturen
- Temperaturregler ist ein Muss
- Kontaktgrills als multifunktionale Alternative
- Gas- und Holzkohle-Tischgrills als Outdoor-Alternativen
Unter einem Tischgrill werden landläufig Elektrogrills verstanden, die innerhalb der Wohnung oder auch auf dem Balkon ein ganzjähriges Grillvergnügen erlauben. Die wenigen Modelle mit Holzkohlebetrieb sind meist als Outdoor-Grills konzipiert, etwa zum Campen, oder Miniatur-Ausgaben eines Standardgrills ohne Standbeine. Die Outdoorgrills verfügen oft über eine geschlossene Bauform mit Deckel, damit sie auch bei starkem Wind oder Regen benutzt werden können. Sie dürfen wegen des bei der Verbrennung entstehenden Kohlenmonoxids aber auf gar keinem Fall in geschlossenen Räumen benutzt werden.
Offene oder geschlossene Grillfläche?
Die einfachsten elektrischen Tischgrills haben eine offene Grillfläche, also einen herkömmlichen Grillrost, der über einer Heizschlange angebracht ist. Schmale Abstände zwischen den Stäben verhindern zwar das Durchfallen kleiner Würstchen, jedoch nicht, dass Fett, Marinade oder Fleischsaft ungehindert durchtropfen. Im schlimmsten Fall gelangt die Flüssigkeit nicht in den dafür vorgesehenen Behälter mit Wasser, sondern auf die Heizwendel. Die Folge: eine lästige Rauchentwicklung.
Die meisten Tischgrills verfügen daher mittlerweile über eine geschlossene Grillfläche mit integriertem Heizelement. Anfallende Flüssigkeiten fließen ab und werden in einer speziellen Fettauffangschale gesammelt – dieses Ausstattungsmerkmal ist mehr oder weniger zum Standard geworden. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass der Abfluss von Fett und Co. möglichst reibungslos und effektiv vonstattengeht. Andernfalls wird Ihr Grillgut nämlich nicht gegrillt, sondern im eigenen Saft geschmort.
Metall oder Glaskeramik?
Vorteile von Glaskeramik-Grills
Seit einiger Zeit wird bei einigen wenigen Tischgrills die obligatorische Grillfläche aus Metall durch Glaskeramik ersetzt. Vorteil: Bei der Glaskeramik aus der Herdtechnik wird die Hitze nahezu verlustfrei an das Grillgut weitergegeben, weswegen solche Grills eine sehr hohe Temperatur erreichen und sich ideal zum scharfen Anbraten/Grillen eignen – ohne dass die Gefahr des Anbrennens besteht.
Zudem lässt sich die Oberfläche sehr leicht reinigen, in der Regel wird nur ein Schaber sowie ein feuchter Lappen benötigt. Vorsicht wiederum ist bei der Größe geboten. Die meisten Grills mit Glaskeramik-Oberfläche besitzen nämlich eine nicht beheizte, lediglich als Warmhaltefläche vorgesehene Zone. Die tatsächliche Grillfläche ist daher kleiner als die gesamte Fläche, ohne dass diese Tatsache auf den ersten Blick leicht zu erkennen wäre.
Vorteile von Grills mit Metallrost
Die meisten Tischgrills mit Metallrost wiederum erreichen eher selten hohe Temperaturen um die 300 Grad wie ein Ceranfeld, was in den meisten Fällen unter anderem natürlich auch auf die niedrige Leistungsaufnahme zurückzuführen ist – mit einem 1.500-Watt-Modell kann das Grillen zur Geduldsprobe werden, 2.000 Watt gelten eigentlich als Minimum.
Die Grillfläche ist entweder klassisch geriffelt oder glatt. Letztere erlaubt es, Spiegeleier und Süßspeisen zuzubereiten sowie empfindlicheres Grillgut wie etwa Fisch oder Gemüse schonender zu Grillen. Bei vielen Modellen ist die Grillfläche daher in zwei Zonen, eine glatte und eine geriffelte, eingeteilt, manchmal liegen auch Wechselplatten bei.
Welche Ausstattungsdetails sind sinnvoll?
Tischgrills sind meist ziemlich spartanisch ausgestattet. Vorteil: Sie lassen sich kinderleicht bedienen. Ein Temperaturregler sollte jedoch unbedingt vorhanden sein, bei zweigeteilten Grillflächen sogar idealerweise zwei Regler. Eher selten ist ein Deckel, der die Garzeit verkürzt und beim Einsatz auf dem Balkon als Windschutz dient.
Kleiner Hinweis: Da auf einem Elektrogrill nur direkt gegrillt wird, handelt es sich bei den Deckel-Modellen nicht um Barbecue-Grills – diese Grillart baut nämlich auf dem indirekten Grillen auf. Ein Spritzschutz ist bei der Verwendung am Esstisch äußerst sinnvoll, Sonderausstattung wie etwa ein Aromafach für Kräuter oder ähnliches dagegen reine Geschmackssache.
Alternative für drinnen: Aufklappbare Kontaktgrills
Sofern sich bei einem Kontaktgrill die obere Grillplatte um 180 Grad aufklappen lässt, können Sie ihn bei Bedarf gleichzeitig als Tischgrill benutzen. Bedenken Sie vorher jedoch, dass viele Kontaktgrills hauptsächlich zum Überbacken gedacht sind, weshalb ihre Leistungsaufnahme eher niedrig ausfällt. Daher gilt - wie bei allen Elektrogrills - dass das Gerät um die 2.000 Watt haben sollte.
Zweitens sollte darauf geachtet werden, dass die Aufklappfunktion nicht auf Kosten der Höhenverstellbarkeit der oberen Grillplatte geht. Fällt diese nämlich weg, ergeben sich daraus Nachteil beim Überbacken.
Alternativen für draußen: Tischgrills mit Holzkohle und Gas
Wie eingangs bereits erwähnt, eignen sich mit Holzkohle oder Gas betriebene Tischgrills nur für draußen. Die Benutzung in Innenräumen ist bei ausreichender Belüftung zwar rein theoretisch auch möglich, wir (und im Allgemeinen auch die Hersteller) raten davon jedoch dringend ab!
Für den Outdooreinsatz im Park, auf der Terrasse oder beim Campen sind sie aber ideal. Sie sind kompakt, kommen oft mit einer Tragetasche im Lieferumfang und können daher ganz einfach hin- und hergetragen werden. Genau wie bei den sogenannten Camping-Grills ist es wichtig, dass das Gehäuse von außen nicht heiß wird. Daher sollte dieses unbedingt doppelwandig sein. Oder zumindest so konstruiert, dass der Kohlebehälter nicht unmittelbar mit der Außenfläche in Berührung kommt. Ansonsten besteht akute Verbrennungsgefahr.




















