Tipps & Tricks für einen sauberen Start in die Grillsaison

Der Winter ist endlich vorbei, die Tage werden wärmer. Wenn Sie nicht gerade zu denjenigen gehören, für die das ganze Jahr über Grillsaison ist, bedeutet das: Zeit zum Angrillen! Doch beim Blick unter die Abdeckhaube kommt das böse Erwachen. Die Überreste vom letzten Sommer sind noch deutlich zu sehen. Also steht erstmal ein gründlicher Frühjahrsputz an, bevor die ersten Würstchen auf dem Grill landen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihren Grill frühlingsfit kriegen und wie er dauerhaft sauber bleibt.

Elektro, Gas und Holzkohle: Darauf sollten Sie bei der Reinigung achten

Je nachdem, welche Art von Grill Sie besitzen, gestaltet sich die Reinigung mehr oder weniger aufwendig. So müssen Sie beim Holzkohlegrill beispielsweise neben dem Rost auch die Grillkohle entfernen. Da ist das Säubern eines Elektrogrills schon wesentlich angenehmer. Doch auch hier gilt es, gewisse Dinge zu beachten - ebenso wie beim Gasgrill.

Elektrogrill: der Anspruchslose

Entfernbare Grillplatten sind für die Reinigung besonders praktisch. Herausnehmbare Elemente wie Grillplatte und Fettauffangschale erleichtern die Reinigung ungemein. (Bildquelle: amazon.de)

Aufgrund des Platzmangels und aus Rücksicht auf die Nachbarn sind Elektrogrills besonders bei Balkonbesitzern beliebt. Ihre Vorteile: Es entsteht kein Rauch, sie sind sofort einsatzbereit und Sie können sie auch in der Wohnung nutzen. Gesellige Runden mit Freunden oder der Familie sind also auch im Winter oder bei schlechtem Wetter kein Problem.

Um komplizierte und langwierige Putzaktionen von vornherein zu vermeiden, greifen Sie am besten zu einem Modell, bei dem Sie Fettauffangschale und Grillrost herausnehmen können. Edelstahl eignet sich als Material besonders gut, da es ohne Bedenken in die Spülmaschine gegeben werden kann.

Viele Elektrogrills haben statt eines Grillrostes eine Grillplatte mit Antihaftbeschichtung. Da hier erst gar nichts anbrennen kann, genügt meist die Reinigung mit einem Lappen und Spülmittel.

Vor der Reinigung sollten Sie auf jeden Fall den Stecker ziehen. Zudem raten wir davon ab, das Gerät unter fließendem Wasser zu säubern. Es droht sonst ein Stromschlag!

Hier finden Sie die besten Elektrogrills

Gasgrill: der Feurige

Die gute Nachricht vorweg: Gasgrills reinigen sich fast von allein. Das Zauberwort heißt hier Pyrolyse. Das bedeutet nichts anderes, als dass sämtliche organische Rückstände durch Hitze verbrannt werden, sodass nur noch Asche zurückbleibt. Diese Form der Selbstreinigung finden Sie im Übrigen auch bei Backöfen mit Pyrolyse-Programm. Doch wie genau funktioniert das nun beim Grill? Wir erklären es Ihnen Schritt für Schritt.

  1. Stellen Sie nach der Grillparty alle Brenner auf Maximum, ausgenommen Keramikbrenner. Diese drehen Sie aufgrund der höheren Gradzahlen, die erreicht werden, auf die niedrigste Stufe.
  2. Den Deckel schließen.
  3. Nun warten Sie, bis es aus dem Grill nicht mehr qualmt.
  4. Alle Regler wieder ausdrehen, Gaszufuhr schließen.
  5. Jetzt sollten alle Rückstände zu trockener Asche zerfallen sein und können ganz einfach entfernt werden.

Hier finden Sie die besten Gasgrills

Holzkohlegrill: der Schmutzfink

Reinigungssystem beim Holzkohlegrill Hochwertige Grills besitzen ein Reinigungssystem. Die Flügel werden hin und her gedreht, sodass die Asche durch die Schlitze fällt. Anschließend muss sie nur noch aus dem darunter liegenden Behälter gefegt werden. (Bildquelle: weber.com)

Ein Holzkohlegrill verspricht echtes Grillfeeling mit dem entsprechenden Raucharoma. Dabei erfordert es Übung, den richtigen Umgang mit der Kohle und der Temperaturregulierung zu erlernen. Nicht weniger aufwendig ist die Reinigung, denn die Kohle verschmutzt den Grill zusätzlich. Warten Sie am besten, bis der Grill vollständig abgekühlt ist. Schnappen Sie sich eine Reinigungsbürste oder einen Kunststoffschaber (für gröbere Rückstände) und entfernen Sie alles, was im Grillrost hängen geblieben ist. Kleinere Reste lassen sich mit einem nassen Tuch und Spülmittel meist problemlos wegwischen.

Reinigen Sie den Grill spätestens am nächsten Tag. Ansonsten könnte sich die entstandene Patina durch die Luftfeuchtigkeit verhärten. Dann wird das Reinigen zum echten Kraftakt.

Hier finden Sie die besten Holzkohlegrills

Wie bekomme ich den Grill rundum sauber?

Der Grillrost

Eine Grillbürste hilft bei der Reinigung des Grillrostes Es gibt sie mit Messing- oder Edelstahlborsten und in verschiedenen Formen. Grillbürsten sind ein unverzichtbarer Helfer bei der Reinigung. (Bildquelle: amazon.de)

Der Rost bekommt logischerweise den meisten Schmutz ab. Doch mit den richtigen Helfern muss die Reinigung nicht zur Odyssee werden. Am besten schaffen Sie sich eine spezielle Bürste für Grills an. Diese hat Borsten aus Messing oder Edelstahl, wodurch sich grobe Verschmutzungen wunderbar abschrubben lassen. Achtung: Bürsten Sie immer vom Körper weg! So bleibt einerseits die Kleidung sauber, andererseits atmen Sie keinen Ruß oder Ähnliches ein.

Wenn die Verschmutzungen sehr hartnäckig sind, kann auch eine Übernachtung im Spülwasser helfen. Das gilt jedoch nicht für gusseiserne Roste. Diese sollten Sie unter keinen Umständen mit Spülmittel behandeln, heißes Wasser genügt völlig! Edelstahlroste dürfen Sie – sofern sie nicht zu groß sind – gerne dem Geschirrspüler überlassen.

Kleiner Exkurs: die richtige Pflege von Gusseisen

Gusseisen bietet als Material viele Vorteile. Es speichert Hitze sehr gut und gibt sie lange ab, wodurch das typische Grillmuster (Branding) entsteht. Allerdings muss es auch richtig gepflegt werden, damit diese Eigenschaften lange erhalten bleiben. So empfiehlt es sich, nach jeder Reinigung den Grillrost gut einzufetten. Dadurch hat Rost von Anfang an keine Chance.
Außerdem ist das richtige Einbrennen das A und O, damit sich eine ordentliche Patina (natürliche Antihaftbeschichtung) bildet. Dazu ölen Sie den Rost von allen Seiten gut ein. Bitte kein Olivenöl oder Molkereiprodukte wie Butter verwenden, das verhindert später unschöne Gerüche. Nach einer kurzen Einwirkzeit von ca. 10 Minuten, stellen Sie alle Brenner auf Maximum. Ausnahme: Keramikbrenner werden auf Minimum gestellt, da sie wesentlich höhere Temperaturen erreichen als Edelstahlbrenner.
Anschließend lassen Sie das Öl so lange einbrennen, bis kein Qualm mehr aufsteigt. Fertig ist die natürliche Antihaftbeschichtung! Je öfter Sie diesen Vorgang wiederholen, desto dicker wird die Schicht und desto höher ist der Schutz für den Rost.

Der Innenraum

Was befindet sich direkt unter dem Rost? Richtig, die Brennerabdeckungen. Sie bekommen herabtropfendes Fett und Marinade schonungslos ab, weshalb auch sie regelmäßig geputzt werden möchten. Am besten mit der Bürste, die auch schon den Grillrost vom Schmutz befreit hat.

Einweg-Tropfschalen erleichtern die Reinigung Einweg-Aluschalen können Sie nicht nur auf, sondern auch unter dem Grillrost einsetzen - als Fettauffangschale. Nach dem Grillen einfach zusammen mit dem aufgefangenen Fett entsorgen. Eine praktische, jedoch nicht sehr umweltfreundliche Alternative. (Bildquelle: amazon.de)

Direkt unter den Brennern ist in fast allen Grills eine Fettauffangwanne verbaut. Ihre Reinigung sollten Sie auf keinen Fall vernachlässigen, denn wenn sich zu viel Fett ansammelt, kann im schlimmsten Fall ein Fettbrand entstehen. Leeren Sie sie also am besten nach jeder Grillrunde aus. Um sie zu säubern, reichen oft warmes Wasser und Spülmittel.

Auch der Deckel kriegt im wahrsten Sinne des Wortes sein Fett weg. Wenn Spülmittel und Wasser nicht helfen, probieren Sie es doch einmal mit einem fettlösenden Reiniger.

Das Gehäuse

Das Äußere Ihres Grills müssen Sie nicht so regelmäßig reinigen wie den Innenraum. Ein bis zwei Male im Jahr dürften ausreichen. Zu Beginn und Ende der Grillsaison würde es sich beispielsweise anbieten. Schnappen Sie sich einen Eimer mit Spülwasser und einen Lappen und los geht’s. Unsere Empfehlung: Suchen Sie sich am besten ein schattiges Plätzchen, dann verdunstet die Feuchtigkeit nicht so schnell. Schließlich soll der Schmutz Zeit zum Einweichen haben, dann lässt er sich nämlich besser entfernen.

Sie können natürlich auch spezielle Reinigersprays verwenden, die Sie in Grillshops oder auch direkt beim Hersteller finden. Anschließend einfach mit einem Mikrofasertuch abwischen und schon erstrahlt Ihr Liebling wieder in neuem Glanz.

Bei Edelstahlgehäusen immer in Richtung der Struktur wischen. Verwenden Sie nie eine Bürste, sonst drohen unschöne Kratzer!

Ganz ohne Chemie: Diese Hausmittel helfen bei der Reinigung

Die Verwendung von Hausmitteln bietet entscheidende Vorteile gegenüber chemischen Reinigungsmitteln.

  1. Sie sind günstiger.
  2. Sie haben mindestens eins davon immer im Haus.
  3. Ihr Essen kommt nicht mit Chemie in Berührung.
  4. Sie sind in den meisten Fällen wesentlich umweltfreundlicher.

Alufolie

Knüllen Sie einfach ein Stück Alufolie zusammen und reiben Sie damit Ihren Grillrost ab. Das hilft wunderbar, Schmutz zu entfernen.

Halbierte Zwiebel

Sie haben keine Grillbürste zur Hand und können auf die Schnelle auch keine besorgen? Dann schnappen Sie sich eine Zwiebel und halbieren diese. Anschließend reiben Sie den Grillrost damit ein. Hilft auch bei hartnäckigen Verschmutzungen und desinfiziert gleichzeitig.

Backpulver oder Natron

Backpulver und Natron können Sie auf mehrere Weisen anwenden. Gönnen Sie Ihrem Rost zum Beispiel ein Bad in Wasser und Backpulver, um schwer lösliche Reste einzuweichen. Oder mischen Sie Natron mit Wasser, füllen Sie die Flüssigkeit in eine Sprühflasche und sprühen Sie damit den Rost ein. Nach einer Stunde Einwirkzeit sollte sich der Schmutz mit einem Küchentuch einfach abwischen lassen.

Auch sehr wirksam: 100 g Natron oder Backpulver mit 100 ml Wasser zu einer Paste anrühren, die Sie auf den Grillrost reiben. Trocknen lassen und danach abwischen, schon ist alles blitzblank.

Zeitungspapier

Der Geheimtipp schlechthin unter Grillfreunden: Den schmutzigen Rost über Nacht in feuchtes Zeitungspapier wickeln, damit alles gut einweichen kann. Am nächsten Morgen lassen sich die Reste dann leicht entfernen.

Kaffeesatz und Asche

Selbst altes Kaffeepulver und die kalte Asche von der Grillfeier lassen sich wunderbar als Reiniger verwenden, denn beides wirkt wie ein Peeling. Reiben Sie den Rost damit ein und waschen Sie ihn anschließend gut ab. Ziehen Sie sich vorher aber am besten Handschuhe an! Diese Methode kann allerdings eine Weile dauern, bis der gewünschte Effekt einsetzt.

Hausmittel im Praxistest

 

Wie bleibt mein Grill dauerhaft sauber?

Die Antwort darauf ist im Prinzip ganz einfach: Reinigen Sie Ihren Grill regelmäßig. Insbesondere bevor Sie ihn in die Winterpause schicken. So vermeiden Sie böse Überraschungen zum Saisonstart. Auch wichtig: Immer alles gut trocknen lassen, das verhindert zuverlässig Rost. Und Gusseisenroste immer mit Speiseöl einreiben, dadurch bildet sich eine natürliche Antihaftbeschichtung (Patina).

Um ihn während des Winters vor den Witterungsverhältnissen zu schützen, gewähren Sie Ihrem Grill nach Möglichkeit Unterschlupf. Sei es im Keller, der Garage oder dem Gartenhäuschen. Zumindest aber sollten Sie es ihm unter einer robusten Abdeckhaube bequem machen.

Eine gute Winter-Alternative zum Grillen sind Grillpfannen. Ihr Vorteil gegenüber normalen Pfannen: Sie vertragen wesentlich höhere Temperaturen, sodass Steaks und Spieße auch wirklich gegrillt und nicht nur gebraten werden.

von Claudia Armonies

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