Kin­der­wa­gen Test 2024: Die bes­ten im Ver­gleich

Die besten Kinderwagen im Test bieten dem Kind eine Schlafumgebung mit viel Platz zum Strampeln, Wachsen, Umdrehen. Sie sind praktisch, haltbar, sicher und frei von Schadstoffen.

Fahren auf verschiedenen Untergründen, Bremsen, Falten, kindgerechtes Design: All das prüft die Stiftung Warentest in ihren Kinderwagentests, bei denen Modelle für alle Altersgruppen gegeneinander antreten - sowohl Kombikinderwagen (für die Zeit ab Geburt) als auch Buggys (für das Sitzalter).

Die folgenden Kriterien werden als besonders wichtig erachtet:

  • Achten Sie auf eine große Liegewanne, damit sich auch winterlich eingepackte Babys gut bewegen können. Ideal sind Kombis mit einer Liegefläche von mindestens 78 x 35 cm und - im Buggy-Modus - einer Rückenlehnen-Höhe von 50 cm und mehr.
  • Setzen Sie auf mitwachsende Fußstützen und verstellbare Schieber. Große Personen brauchen eine Schieberhöhe von mindestens 1,10 m, sonst laufen sie krumm.
  • Die Wahl der Räder hängt davon ab, wo Sie den Kinderwagen am häufigsten benutzen. Wenn Sie hauptsächlich in der Natur oder auf Kopfsteinpflaster unterwegs sind, sind vier große, luft- oder schaumgefüllte Räder ideal. Dreirädrige Konstruktionen können an Bordsteinkanten wegknicken und den Wagen zum Kippen bringen. Kleine Schwenkräder sind fürs Stadtleben und auf Reisen optimal.
  • Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kind gut vor Sonne, Hitze, Regen und Wind geschützt ist.
  • Ob sich Schadstoffe im Kontaktbereich des Kindes befinden, können Eltern nur anhand der Tests von Stiftung Warentest oder ÖKO-TEST herausfinden. Erfreulich: Die meisten Modelle bekommen im Schadstoffurteil inzwischen grünes Licht.
Die Kosten für Kinderwagen variieren stark. Teurere Modelle sind nicht unbedingt besser als günstigere. Im aktuellen Kinderwagentest der Stiftung Warentest kostet das beste Modell nur rund 500 Euro. Andererseits wurden auch schon Kinderwagen für 1.000 Euro mit der Gesamtnote „mangelhaft“ getestet. Ein guter Buggy ist oft schon ab ca. 150 Euro zu haben.
Hinter jeder der folgenden Kacheln gibt es Bestenlisten – erstellt von unserer unabhängigen Redaktion. Die besten Produkte im Ranking schneiden in Tests und Meinungen besonders gut ab.

Diese Quellen haben wir neutral ausgewertet (letzter Test vom ):

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Unbe­dingt kind­ge­recht – und noch mehr Kri­te­rien für die Pro­dukt­wahl

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Test-Fokus auf kindgerechte Gestaltung, Handhabung, Schadstoffe
  • Tests zeigen: Buggys für Drei- bis Vierjährige nur selten bequem
  • Statt mitwachsender Fußstützen meist nur Beinheber
  • Jogger-Kinderwagen müssen Brems- und Sicherheitstests bestehen
  • Regenschutz und Schiebegriffe oft schadstoffbelastet
  • Nachhaltigkeit: Geschwisterwagen mieten statt kaufen

Wuchten, pfriemeln, fluchen: Lieben Sie das auch so, wenn Sie Ihr Kind im Wagen durch die Gegend schieben? Ein Kinderwagen kann für Eltern vom ersten Moment an zum Ärgernis werden. Die Bandbreite an Macken ist groß, oft sind es Klemmstellen, Fingerfallen oder bleischwere Wuchtbrummen, die sich kaum über ein paar Treppenstufen hieven lassen. Viele sind zudem teuer; unter 300 Euro für einen wirklich guten Kombi spielt sich praktisch nichts ab. Wir verraten, worüber Test-Profis und Eltern am häufigsten klagen und wie Sie Fehlkäufe vermeiden.

Einen Kinderwagen kaufen: Darauf kommt es an

Lassen Sie sich durch Klick auf die Grafik die wichtigsten Punkte übersichtlich anzeigen.

Kinderwagen im Test: Wie steht es um Sitzkomfort, Schadstoffe, Handhabung?

Tests zeigen: Kombikinderwagen mit großzügiger Babywanne haben Seltenheitswert, und leider mangelt es vielen Buggys an ausreichend Sitzkomfort fürs Kind. Bei Kinderwagen von der Geburt bis zum Selberlaufen fordern die Tester:innen eine angenehme Schlafumgebung mit viel Platz zum Wachsen, oft fehlt am Sportsitz eine bequeme Sitzlehne. Oft sind sie zu kurz, um den Kopf zu stützen, oder lassen sich nicht präzise aufrecht stellen, sodass die Kinder die fehlende Stütze nach hinten mit einem Vorbeugen ihres Oberkörpers ausgleichen. Nahezu alle getesteten Kinderwagen verzichten auf eine verlängerbare Fußstütze, die den Druck aus den Kniekehlen nimmt und müde Beinchen angenehm stützt.

Viel zu selten: Fußstütze statt Beinheber

Einzige Ausnahme im aktuellen Test ist der Kombi Moon Gio Edition+ mit mitwachsender Fußstütze. Ihn können wir auch deshalb empfehlen, weil er eingeklappt sehr wenig Platz braucht und der mitgelieferte Sportsitz sich sehr weit öffnen lässt.


Unter den gravierendsten Macken lassen sich auch Schadstoffe in Bezügen, Frontbügeln, Griffen und im Regenschutz verbuchen. Aus Sicht der Test-Profis strengen sich die Hersteller auch bei den Matratzenbezügen zu wenig an. Daher wendet die Stiftung Warentest überall da, wo Kinder sich festhalten oder festnuckeln könnten, die strengen Grenzwerte für Kleinkinderspielzeug an – mit dem Ergebnis, dass sich die Schadstoffkonzentrationen selbst teurer Kinderwagen etwa von Bugaboo, Teutonia oder Knorr-Baby zu einem Mangelhaft bei den Inhaltsstoffen summieren.

Faltbare Babywanne des Kombikinderwagens Kinderkraft Nea Geräumige Babygondeln sind selten bei Kombis. Für Testsieger Kinderkraft Nea 2 in 1 kein Problem: Dank ihrer Größe ist sie auch für größere Kinder bequem. Toll: Die Gondel lässt sich platzsparend zusammenfalten. (Bildquelle: kinderkraft.pl)

Test-Profis fordern: Kinderwagen müssen stabil, sicher und kindgerecht sein

Die Tests binden auch Sicherheits- und Handhabungsprüfungen mit ein. Ein Kinderwagen muss aus Sicht der Testmagazine stabil, mit einer Transportsicherung ausgestattet und leicht ein- und aufzuklappen sein. Klemmstellen missfallen den Testern ebenso wie unflexible Schieber, mit denen sich große Eltern Rückenschmerzen einhandeln können. Für sie eignen sich nur Schieber mit bis zu 114 Zentimetern Höhe – etwa von Joolz oder Nuna.

Das Problem der Luxuskinderwagen

Dass die an sich raum- und gewichtsparenden Buggys eher selten Lob ernten, liegt auch an fehlenden Liegeflächen. Kaum ein Buggy im Test gestattet dem Kind eine vollwertige Liegeposition für ausgiebige Ruhepausen. Das Problem vieler Premium-Marken besteht häufig darin, dass die Rückenlehnen zugunsten eines ansprechenderen Designs im festen Winkel stehen. Liegen ist dann nur mit angewinkelten Beinchen möglich (z. B. bei Joolz, Bogaboo, Uppababy), zur Seite drehen so gut wie gar nicht.
 

Vergleich der Top 3 mit höhenverstellbarem Schiebegriff

  Unser Fazit Stärken Schwächen Bewertung Angebote
Lio­nelo Ale­xia

ab 149,99 €

Alexia

Sehr gut

1,3

Funk­tio­nal, aber nicht sehr belast­bar

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2.665 Meinungen

0 Tests

Chicco Goody

ab 245,00 €

Goody

Sehr gut

1,3

Schließt auto­ma­tisch

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163 Meinungen

0 Tests

Hauck Run­ner 2

ab 89,00 €

Runner 2

Sehr gut

1,4

Fami­lien-​Offroa­der für kleine und große Men­schen

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16.152 Meinungen

0 Tests


Babywannen bei Kombis: So viel Spielraum muss sein

Babywannen, das sind abnehmbare Aufsätze für die ganz Kleinen, haben laut Stiftung Warentest ein grundsätzliches Problem: Selten sind sie so gestaltet, dass Babys sich bis zum sicheren Sitzalter – und Umzug in den mitgelieferten Sportsitz – ganz nach ihrem eigenen Tempo entwickeln können. Die Folge zu kleiner Liegewannen: Babys können weniger gut regenerieren, reagieren unruhig, sind über­reizt und weinen mehr. Und was heißt das konkret?
Wir halten eine nutzbare Liegefläche von 35 mal 78 Zentimetern für wünschenswert. So viel Platz bieten nur wenige Babywannen. – Stiftung Warentest in „test“-Heft 8/2023


Tipp

Fragen Sie beim Händler gezielt nach den Liegemaßen oder messen Sie selbst – vor allem dann, wenn Sie voraussichtlich ein etwas größeres Baby haben werden.


Buggy-Tipp: Testsieger mit Top-Federung und hoher Rückenlehne

Happy+

Gut

2,0

Smiloo Happy+

2 Tests

1 Meinung

Auf Wanne folgt Sitz – der ist aber oft noch zu groß

Aufrechtes Sitzen lernen Babys meist erst ab dem achten Monat, vorher fehlt ihnen die Muskulatur, um im Sportsitz zu fahren. Bis dahin sollten sie flach liegen können. Meist bleibt Eltern aber nichts anderes übrig, als die Kleinen schon vorher in den Sitz umzutopfen. Eine Sitzprobe ergibt: Die Wanne ist schon zu klein, der Sitz noch zu groß. Mit Blick auf die Testergebnisse sind die Eltern im Geschäft mit den Kinderwagen offenbar nur scheinbar König. Viele der von Stiftung Warentest untersuchten Kinderwagen haben zu lange Sitz­flächen. Darin sitzen Kleinkinder so tief, dass sie ihre Beinchen nicht beugen können. Tipp: Polstern Sie den Rücken mit einem Sitzkissen aus. Das verringert die Sitztiefe.
Ein bequemer Sitz ist breit, aber nicht zu tief. Bei sehr tiefen Sitzen liegen die Unterschenkel kleiner Kinder auf oder die Sitzkante drückt in die Kniekehlen. – Stiftung Warentest in „test“-Ausgabe 9/2021

Top 3 der Kinderwagen mit Kombi-Funktion

  Unser Fazit Stärken Schwächen Bewertung Angebote
Cameleon 3 Plus

Sehr gut

1,4

Design vor Nut­zen

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35 Meinungen

0 Tests

Kin­der­Kraft Veo

ab 310,29 €

Veo

Sehr gut

1,5

Patzt beim Sport­sitz

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2.025 Meinungen

0 Tests

Rapid 4S Plus Trioset

Sehr gut

1,5

Üppig aus­ge­stat­te­ter All­roun­der mit Iso­fix-​Baby­schale

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    noch keine bekannt

102 Meinungen

0 Tests



Buggy I'Coo Pace Schnell auf die Räder gestellt, wendige Vorderräder, schadstoffarm – und trotzdem heben die Tester über dem I'coo Pace nicht uneingeschränkt den Daumen: Die Polster sind relativ dünn. (Bildquelle: amazon.de)

Reicht mir ein Kombikinderwagen oder brauche ich noch Erstlingswagen und Buggy?

Ganz klar: Mit einem Kombikinderwagen können Sie Geld und Platz sparen. Die interessantere Frage ist, ob ein solches All-in-One-Modell dennoch Ihre Erwartungen erfüllen kann. So geht ein wachsendes Komfort-Bedürfnis bei Kombikinderwagen zulasten der Raum- und Gewichtseinsparung. Heißt: Manche Kombis sind groß und schwer. Gründe gibt es mehrere – etwa großzügige Liegeflächen, stabile Konstruktionen, eine Federung für den Stadt- und Geländeeinsatz sowie eine Luft- oder Luftkammerbereifung. Doch das alles ist nur dann verzichtbar, wenn Ihr Budget die Anschaffung mehrerer, auf das Alter abgestimmter Kinderwagen hergibt.

Die Erfolgsformel für ein altersgerechtes Modell lautet aus Sicht von Test- und Elternmagazinen, in einen soliden Kombikinderwagen zu investieren und zusätzlich einen bequemen Buggy zu kaufen.


Erstlingswagen dagegen sind verzichtbar, auch Sportkinderwagen lassen sich gut durch den Buggymodus eines Kombikinderwagens ersetzen. Voraussetzung ist nur, dass er bequem ist, mitwächst und zum Einsatzzweck passt. Wenn Sie sich etwa neun Monate nach der Geburt häufig beim Shopping und zwischen Supermarktregalen sehen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und Ihren Kinderwagen irgendwo an- oder hineinheben müssen, sind Sie mit einem leichten Buggy ehrlicher aufgehoben als mit einem schwerbereiften Sportkinderwagen. Letzterer lässt sich als Außendienst-Bolide wiederum exzellent in der Natur bewegen.

Preis-Tipp: „Gut“ bewerteter 3-in-1-Kinderwagen für kleines Geld

Moov 3in1

Gut

2,2

KinderKraft Moov 3in1

2 Tests

8.665 Meinungen


Der KinderKraft Moov 3in1 ist ein wandelbarer Kinderwagen mit Gestell, Babywanne und Babyschale zum fairen Preis. Er bietet viel Bewegungsspielraum für Ihr Kind und ist der günstigste Gute im Kinderwagen-Vergleich von Stiftung Warentest. Die Babywanne lässt sich zum Sitz umbauen, dadurch ist das Set um einiges leichter und platzsparender als üblich bei Kombis. Die Räder sind luftgefüllt, ein Vorteil bei Touren auf Wald- und Feldwegen.

Testsieger-Kinderwagen Joie Litetrax 4 DLX Einer der beliebtesten Kinderwagen ist der Joie Litetrax 4, Kinderwagen Testsieger bei Stiftung Warentest und nicht nur für die Stadt, sondern auch für runzligen Asphalt oder Waldwege geeignet. Beim Nachfolger Litetrax 4 DLX – hier im Bild – gibt es jetzt einen höhenverstellbaren Schiebegriff. (Bildquelle: joiebaby.com)

Joie Litetrax 4, ein Liebling der Tester

Bei einem Kinderwagen, den man sich am besten im praktischen Einsatz vorführen lässt, fügen sich Platzverhältnisse, Platzbedarf und Handhabung zu einem stimmigen Bild, das allein durch Testberichte gestützte Kaufentscheidungsprozesse kaum ersetzen kann. Wer einen Jogger zum Laufen oder Skaten mit Kind kauft, sollte aus Sicht der Stiftung Warentest allerdings auch einen guten Buggy parat haben. Die Tester:innen verweisen in diesem Zusammenhang auf den Kinderwagen Testsieger Joie Litetrax 4, der mit rund 180 Euro zum Testzeitpunkt erfreulich günstig ist und das Budget nur wenig belastet.

Wie steht es um die Qualität von Jogger-Kinderwagen und welche Anbieter sind gut?

Für sportlich ambitionierte Eltern kommen auch speziell fürs Joggen zugelassene Dreirad-Jogger in Frage. Alle übrigen Dreirad-Modelle suchen meist nur optische Anklänge an die sportlich aussehenden Jogger-Buggys, sind aber zum Laufen nicht oder nur bedingt geeignet. In Tests müssen Jogger gutes Bremsverhalten, Fahrverhalten beim Sport, einen soliden Stand und adäquate Sicherheitsvorrichtungen beweisen. Ansonsten gilt auch für die Jogger der Grundsatz: Kindgerecht müssen sie gestaltet sein – also die Rückenlehnen lang genug für 3,5 Jahre alte Kinder, die Sitzposition senkrecht einstellbar und die Schlafposition möglichst waagrecht.
Aus unserer Bestenliste: Jogger-Kinderwagen mit Handbremse

  Unser Fazit Stärken Schwächen Bewertung Angebote
Cameleon 3 Plus

Sehr gut

1,4

Design vor Nut­zen

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35 Meinungen

0 Tests

Nipper Sport

Sehr gut

1,5

Soli­der Jog­ger für alle Unter­gründe

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259 Meinungen

0 Tests

Thule Urban Glide 2

ab 645,26 €

Urban Glide 2

Gut

1,8

Sport­buggy zum Jog­gen, Shop­pen und Fla­nie­ren

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291 Meinungen

2 Tests



TFK Joggster Sport Der Joggster Sport von TKF nehme auch gefaltet viel Platz ein, warnt die Stiftung Warentest. Wer einen solchen Jogger kauft, sollte am besten einen kompakten Buggy oder Sportwagen parat haben. (Bildquelle: tfk-buggy.com)

Lieber kompakt oder kindgerecht?

Die meisten Hersteller werden auch weiter explizit platzsparende Kinderwagen anbieten und auf dem Wissen aufbauen, dass Eltern lieber Komforteinbußen in Kauf nehmen, weil sie in sich widersprüchliche Kriterien erwarten, die ein Kinderwagen erfüllen muss.
Kritiker:innen verweisen gern auf Länder, die eine ganz andere Haltung dazu haben. Dazu gehören Schweden oder Dänemark, die maximale Klappbarkeit, Kompaktheit und Platzeinsparung weit hinter den Kindkomfort zurückstellen – und lieber größere Autos bauen, in die auch die komfortabelsten Außendienst-Boliden bequem hineingefaltet werden können. Sie könnten – und sollten – sich daher die Ausgangsfrage stellen, ob Ihr Kinderwagen lieber klein faltbar oder lieber kindgerecht sein soll. Beides zusammen ist schwer vorstellbar.

Klug wäre auch ein umgekehrtes Vorgehen: Falls möglich, investieren Sie in ein Auto, das zum Kinderwagen Ihrer Wahl passt, statt umgekehrt; denn ein zu kleines Auto im Nachhinein kinderwagentauglich zu bekommen, ist kaum denkbar. Achten Sie beim Autokauf auf ausreichend Kofferraumvolumen und niedrige Ladekanten und bevorzugen Sie Fünftürer statt zweitüriger Limousinen; ein häufiger Tipp von Autoseiten lautet, Kombis oder VANs den SUVs vorzuziehen, weil sie oftmals den größeren Stauraum bieten und deren Betriebskosten nicht ganz so stark auf das Familienbudget drücken.

Große Checkliste für den Kinderwagenkauf

  • Reichlich Platz: Die Babywanne sollte eine nutz­bare Liegefläche von 35 cm Breite und 78 cm Länge aufweisen. Auch der Einkaufskorb sollte geräumig sein.
  • Mitwachsend: Die Fußstützen sollten sich der Länge nach verstellen lassen. Die meisten Hersteller bringen es nur auf verstellbare Wadenheber.
  • Lenker: Am besten höhenverstellbar. Entweder mit Knickgelenk oder Teleskopauszug. Mit geschlossenem Lenker können Sie den Wagen einhändig manövrieren.
  • Bequeme Rückenlehne: Die Länge sollte mindestens 50 cm betragen.
  • Sonnenverdeck zum Ausfalten, am besten mit Lüftungs- und Sichtfenster.
  • Blickkontakt: Gut sind umsetzbare Sitzeinheiten oder Schwenkschieber. Beides ermöglicht die Wahl zwischen Eltern- und Panoramablick.
  • Räder: Schwenkbar fürs Großstadtgedränge und Shopping, feststellbar und robust für unebenes Terrain, etwa Feldwege oder Wildparks. Luftkammerräder bieten Fahrkomfort und sind pannenfrei.
  • Kompaktes Falten: Wichtig für enge Hausflure, Lifte, Kofferräume und wenig Platz zum Abstellen. Achtung: Die Faltmaße der Wagen sind höchst unterschiedlich.
  • Schnelles Falten: Das Wagen-Origami mancher Hersteller kann Testredaktionen wie Eltern in den Wahnsinn treiben, z. B. beim Emmaljunga NXT60F. Viele Hersteller suchen Lösungen in Falt-Automatiken, die das Gestell auf Knopfdruck wie von selbst in sich zusammensinken lassen.
  • Tragbar: Denken Sie ans Gewicht, wenn Sie den Wagen öfter irgendwo an- oder hineinheben müssen. Manche Hersteller verbauen Tragegurte, z. B. Joolz oder Hauck.
  • Klemm- und Fummelzonen: Besonders Gurtschlösser, Schultergurte, Verdecke, Schiebegriffe und Klappmechaniken fallen hier negativ auf. Der vielbeworbene „Einhand-Klappmechanismus“ bedeutet nicht, dass Sie ohnehin nur eine Hand nutzen können, weil Sie die andere gerade irgendwo eingeklemmt haben.
  • Packesel: Wer viel shoppt, sollte auf große, belastbare und am besten abschließbare Untergestelltaschen oder -körbe setzen.
  • Autofahrer: Für einige Modelle gibt es Adapter für die Auto­babyschale, bei Travelsystemen wird eine Babyschale gleich mitgeliefert. Doch bitte legen Sie die Kleinen in den Kinder­wagen, wenn Sie nicht gerade Auto fahren. Die Halb-Liege-Position in den Schalen ist für die zarte Wirbelsäule eines Neugeborenen nicht optimal.
  • Diebstahlssicher: Hochpreisige Wagen wie Bugaboo oder Joolz wecken Begehrlichkeiten bei Kriminellen. Schließen Sie den Kinder­wagen stets mit einem guten Fahr­radschloss an – im Hausflur genauso wie vor der Kinderarztpraxis.
  • Problemstoffe checken: Tests entlarven oft Schadstoffe im Regenverdeck, Griff oder Sicherheitsbügel. Negativbeispiel: Bergsteiger Capri, ein „Chemiecocktail“ (Stiftung Warentest) mit Weichmachern im Sicherheitsbügel und Regenverdeck.

Tipp zur Nachhaltigkeit

Bei Anbietern wie Babywheels, Strollme und Bugaboo können Sie neue und gebrauchte ausleihen. Das ist inbesondere für Geschwisterwagen interessant, die selten lange im Einsatz sind. Den Bogaboo Donkey Duo beispielsweise können Sie im Halbjahresabo gebraucht für monatlich 50 Euro mieten. Leihen oder gebraucht kaufen ist oft günstiger und nachhaltiger als der Kauf eines Duowagens für wenige Monate.


 

von Sonja Leibinger

„Mehr Komfort fürs Kind und zusätzliche Freiheitsgrade sind angesagt. Ich würde nie auf eine großzügige Babywanne und höhenverstellbare Fußstütze verzichten.“

Tests

    • Stiftung Warentest

    • Ausgabe: 8/2023
    • Erschienen: 07/2023

    Platz für kleine Entdecker

    Testbericht über 13 Kinderwagen

    „Nur die zwei preiswertesten Modelle des Tests sind gut. Die übrigen engen Babys ein oder sind unbequem. Das gilt auch für Geschwister- und Zwillingsvarianten.“Was ist bei einem guten Kinderwagen zu beachten? Beim Transport der Kleinsten wollen wir Eltern nichts falsch machen. Natürlich soll der Nachwuchs bequem liegen -

    zum Test

    • Stiftung Warentest

    • Ausgabe: 3/2024
    • Erschienen:

    Maxi-Cosi mit Maxi-Platz

    Testbericht über 12 Buggykinderwagen

    Dieses Heft ist bis zum am Kiosk erhältlich.

    Testumfeld: Im Test waren 12 Buggykinderwagen mit verstellbarer Rückenlehne. Die Testergebnisse reichen von „gut“ bis „mangelhaft“. Im Prüfpunkt Schadstoffe sind sie alle gut oder sehr gut. Zur Bewertung wurden die Kriterien Kindgerechte Gestaltung, Handhabung, Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffe herangezogen. Bestimmte

    zum Test

    • Stiftung Warentest

    • Ausgabe: 7/2022
    • Erschienen: 06/2022

    Günstig fährt vorneweg

    Testbericht über Kombi-Kinderwagen

    „Zu kleine Babywannen, unbequeme Sitze, Schadstoffe, der Test offenbart viele Mängel. Am Ende sind nur zwei der zwölf Modelle gut – die beiden preiswertesten.“ Testumfeld: Die Redaktion der Stiftung Warentest untersuchte zwölf Kombi-Kinderwagen, die laut Anbieter für Kleinkinder bis 22 Kilogramm geeignet sind. Wichtigstes

    zum Test

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Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Einen Kinderwagen kaufen: Darauf kommt es an
  2. Kinderwagen im Test: Wie steht es um Sitzkomfort, Schadstoffe, Handhabung?
  3. Viel zu selten: Fußstütze statt Beinheber
  4. Test-Profis fordern: Kinderwagen müssen stabil, sicher und kindgerecht sein
  5. ...

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Wie bewertet Stiftung Warentest Kinderwagen?

„Platz für kleine Entdecker“ (Erschienen 07/2023)

„Nur die zwei preiswertesten Modelle des Tests sind gut. Die übrigen engen Babys ein oder sind unbequem. Das gilt auch für Geschwister- und Zwillingsvarianten.“Was ist bei einem guten Kinderwagen zu beachten? Beim Transport der Kleinsten wollen wir Eltern nichts falsch machen. Natürlich soll der Nachwuchs bequem liegen - ...

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