Vater sitzt vor Buggy mit Kind Bildquelle: quinny.de

Kompakter falten, wendiger wieseln – der Buggy zeigt, dass er viele Vorteile gegenüber klassischen Kinderwagen hat. Das Beste beim Buggy kommt allerdings erst im Sitzalter zum Tragen. Denn Tests zufolge sind die Kinderbuggys für Neugeborene gar nicht vorgesehen. Aber es gibt Ausnahmen: Buggys mit guten Allgemeineigenschaften zum Beispiel, die auch ganz kleinen Babys zugutekommen. Stehen Sie beim Kinderwagenkauf noch ganz am Anfang Ihrer Planung, könnte ein solcher Baby-Allrounder infrage kommen.

Sind Buggys etwas für Neugeborene? Ab wann kann ich einen Buggy frühestens verwenden?

Ein paar Auftakte zum Buggy im Vergleich zum Kinderwagen und Sportwagen

Nein, der Kinderbuggy ist kein richtiger Kinderwagen. Kein Baby- oder Kombikinderwagen, in dem Ihr Neugeborenes flach liegen kann, und kein Sportkinderwagen, mit dem Sie es später komfortabel kutschieren können. Buggys sind kleiner, leichter, handlicher und im Vergleich zu Sportkinderwagen, wie sie auch vielfach beharrlich heißen, kompakter faltbar. Weil die meisten sehr leicht sind, lassen sich Buggys im Normalfall problemlos ein paar Treppenstufen stemmen. Nach ein paar Testfahrten steht für viele Eltern fest: Wer mit seinem Nachwuchs viel Auto fährt und nur wenig Platz im Kofferraum hat, für den gibt es kein praktischeres Gefährt als den Buggy. Dass die Fahrt trotz seiner Kompaktheit bequem werden kann, liegt an feinen Ausstattungsdetails etwas teurerer Modelle. Dazu gehören vor allem Federung, Luftreifen, Schutzbügel, Liegeposition oder in der Höhe einstellbare Schieber.

Weicher durch die Stadt gondeln: Buggys mit Luftreifen

Joie Litetrax 4 Testsieger Buggy Stiftung Warentest Testsieger Buggy Joie Litetrax 4: Die Ergonomie-Experten bei Stiftung Warentest bewerten den Sitzkomfort als „gut“. Die Luftreifen rollen auf Kopfsteinpflaster und Waldwegen „gut“ und das Gestell ist leicht faltbar – alles wunderbar alltagstauglich. (Bild: joie.de)

 

Alle Buggys mit Luftreifen ansehen

 

Klar: Touren über spitzes Gestein oder mit Wurzeln übersäte Waldwege sind auch mit einem luftbereiften Buggy nicht fahrbar. Alternativ können Sie auf Kindertragen zurückgreifen. Auch Kinderanhänger mit Federung sind für Outdoor-Fans eine Option.

Wo liegen die Vor- und Nachteile von Buggys im Vergleich zu Kinderwagen?

Für jede Art von Kinderwagen gibt es den richtigen Moment – der von Buggys ist das Verstauen im Kofferraum, bei Faltmaßen in Handgepäckgröße auch der an Bord des Ferienfliegers. Bei den Buggy-Kinderwagen fällt vor allem auf, dass sie eine starre und meist auch niedrigere Schieberhöhe haben als klassische Kinderwagen. Das hält das Klappmaß gering. Generell sind Buggys wesentlich leichter und einfacher zu verstauen als Kinderwagen. Je nach Modell lassen sie sich sogar wie ein Regenschirm falten oder mit einer Hand zusammenklappen. Viele haben einen Faltmechanismus mit Scherenkreuz, das angehoben werden muss, und einem zusätzlichen Sicherheitspedal an der Seite. Doch Vorsicht: Solche Schirmbuggys sind eher lang und schmal statt kurz und breit, können demnach durchaus im Weg sein. Anders als Kinderwagen sind Buggys kein rollender Bettchen-Ersatz für unterwegs, sondern eher Zufluchtsort für die Größeren: Werden die Beinchen Ihres kleinen Weltentdeckers müde, kann er im Buggy sitzen und mit Panoramablick in die Welt gucken. Im Vergleich zu Kinderwagen machen sich Größe, Gewicht und Wendigkeit von Buggys vor allem in der Stadt und auf Reisen bezahlt.

Testen Sie sich: Reicht Ihnen ein Buggy oder brauchen Sie zusätzlich einen Kinderwagen*?

*Hinter jedem „Ja“ steht ein Buggy, ein „Nein“ zielt auf einen Kinderwagen.

Kann Ihr Kind schon selbständig sitzen?

  • Ja
  • Nein

Müssen Sie Ihren Kinderwagen öfter irgendwo an- oder hineinheben?

  • Ja, ins Auto bzw. in öffentliche Verkehrsmittel
  • Ja, an Treppenstufen
  • Nein, eigentlich nicht

Soll Ihr Kinderwagen kompakt und leicht zu verstauen sein?

  • Ja, er soll möglichst wenig Platz wegnehmen
  • Nein, das Faltvolumen ist mir eigentlich egal

Fahren Sie viel mit dem Auto oder sind auf Reisen?

  • Ja, mein Kinderwagen muss ruckzuck zusammengeklappt sein
  • Nein, ich möchte vor allem Spaziergänge mit meinem Kind unternehmen

Wollen Sie den Wagen nur für ein Baby nutzen?

  • Ja, daher muss er nicht unbedingt mehrere Jahre halten
  • Nein, er sollte robust sein und vieles überstehen

Schläft Ihr Kind überwiegend in seinem Bettchen und ist unterwegs hellwach?

  • Ja, es wird schnell ungeduldig und möchte viel von der Welt sehen
  • Nein, es muss sich auch unterwegs möglichst oft regenerieren können

Haben Sie nur wenig Abstellmöglichkeiten in Ihrer Wohnung/Ihrem Haus?

  • Ja, ich müsste meinen Kinderwagen einklappen oder in die Wohnung mitnehmen
  • Nein, es gibt genug Stellflächen für Kinderwagen

Möchten oder müssen Sie vor allem Ihren Geldbeutel schonen?

  • Ja, deshalb dachte ich auch an einen günstigen Buggy für jedes Alter
  • Nein, ich möchte mein Kind richtig komfortabel kutschieren

Kleine Typenkunde: Welche Art von Kinderwagen am besten zu Ihnen passt

Geo²
  • Gut 2,5
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Eezy S
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B-Smart 3
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(Kombi-)Kinderwagen (oben) sind speziell für die ganz Kleinen entwickelt worden, die noch viel schlafen und nicht selbständig sitzen können.

Kinderbuggys (Mitte) sind als stadttauglich-wendige Gefährte für Kinder gedacht, die keine Babys mehr sein wollen. 

Im Sportkinderwagen (unten), wie die etwas robusteren Buggys auch heißen, können Sie Ihr Kind richtig komfortabel kutschieren – und mit einigen auch joggen oder skaten.

Hinweis: Buggys sind für platten Asphalt gedacht. Sind Sie öfter auf unebenem Terrain, Kopfsteinpflaster oder am Strand unterwegs, wählen Sie besser einen Buggy mit größeren, breiteren und vorn arretierbaren Rädern.

Werbung vs. Tests – ab wann kann Ihr Kind in einem Buggy fahren?

Auch wenn es Buggy-Hersteller wie Maclaren, Hauck, Peg Perego, oder Quinny gern anders hätten: Babys legen keinen Blitzstart ins Buggy-Alter hin. Buggys sind vielmehr für etwas ältere Babys gedacht, die schon sicher sitzen können. Zur Ausstattung Neugeborener gehören sie sicherlich nicht. Das gilt auch für Buggys mit Maxi-Cosi-Adapter für Baby-Autositze. Wenn Sie Ihr Baby genau beobachten, ist die Frage nach dem exakten Buggy-Start gar nicht mehr so wichtig: Nach dem Hochziehen kommt Selberlaufen, Rennen, Sichbewegen. Meist wollen die Kleinen dann partout ihre Beinchen ausprobieren. Auch wenn das noch recht wackelig aussieht, sind sie dem Liegealter dann meist schon entwachsen. Dann bekommt man sie selten ohne Perma-Protest in die Aufsatzwanne eines Sport- oder Kombikinderwagens. Das ist der passende Zeitpunkt, sie vom Kinderwagen in einen Buggy umzutopfen.

Und jetzt im Klartext: Kann Ihr Baby durch Buggy-Fahren geschädigt werden?

Die Stiftung Warentest (z. B. in „test“ 4/2016) sieht das Buggy-Alter erst ab dem sicheren Sitzalter, also zwischen dem sechsten und neunten Monat, gekommen. Schäden an der noch zarten Wirbelsäule durch gekrümmtes Liegen im Buggy seien aber, vorausgesetzt es übersteigt nicht die normale tägliche Nutzung, auch vor dieser Altersgrenze nicht zu befürchten. Flach liegen, bequem ausstrecken – für Babys zeigt ein klassischer Kinderwagen jedoch viele Vorteile gegenüber einem Buggy. Buggys mit ausladenden Sitzbreiten und hohen Rückenlehnen, die sich am besten flach zur Liegefläche absenken lassen, sind aber akzeptabel für den Übergang zwischen dem Liege- und Sitzalter. Schade nur, dass es gerade bei den Liegepositionen hapert: In einem Buggy-Vergleich zeigt die Stiftung Warentest, dass kaum ein Modell eine wirklich ebene Liegefläche zulässt. Und manchmal spüren die Tester sogar eine Mogelpackungen auf: Obwohl er sich „Liegebuggy“ nennt, lässt sich beispielsweise der Sitz des Buggys Fillikid Jan maximal auf 140 Grad öffnen.

Erst wenn sie so agil, unruhig und groß sind, dass sie nicht mehr im Kinderwagen bleiben wollen, sollten Kinder in einen Buggy umsteigen. – Professor Thomas Wirth in „test“ 4/2016.

Stiftung Warentest: Gewisse Komforteinbußen sind bei Buggys akzeptabel

Weil Buggys von vornherein auf hohe Mobilität hin entwickelt wurden, sind Einbußen beim Komfort für kurze Strecken akzeptabel, schreibt ein Experte in der Zeitschrift „test“. Bei einem Reisebuggy wie dem Babyzen wird dieser Kompromiss jedoch relativ hart ausfallen. Mit seiner Verwendung von neun Monate bis zweieinhalb Jahre attestierten ihm die Warentester die kürzeste Zeitspanne im Testfeld. Lassen Sie sich im Handel – etwa bei BabyOne oder einem Fachhändler in Ihrer Nähe – vor allem die Sitz- und Liegepositionen eines Buggys in der praktischen Anwendung vorführen: Lässt sich die Lehne so steil aufstellen, dass Ihr Kind sich bequem anlehnen kann – und nicht etwa versuchen muss, fehlenden Lehnen-Kontakt durch Nach-vorn-Rücken zu kompensieren? Und lässt sich die Lehne in eine waagrechte Position bringen, damit Ihr schläfrig gewordener Weltentdecker richtig regenerieren kann? Nur dann sollte der Weg frei sein für einen Buggy als Kinderwagen-Ersatz – auch, wenn Handlichkeit für Sie an erster Stelle steht.

 

Achtung: Etliche Buggys können zwar mit einem Wannenaufsatz kombiniert werden. Laut Stiftung Warentest sind diese aber meist eng und kurz. Besser sind Kombikinderwagen mit Liegewannen-Innenmaßen von mindestens 35 x 78 Zentimetern. Tester prüfen solche Wannen unter dem Aspekt der kindgerechten Gestaltung – und werten konsequent ab, was Babys seitlich oder der Länge nach einzwängt. Je nach Entwicklungsstand Ihres Babys sollte der Sitzmodus möglichst spät ins Spiel kommen. Vorsicht auch bei Buggys mit Umbauoption zum Travelsystem: Nur, weil sie theoretisch mit einer Babyschale kombiniert werden können, sind sie nicht explizit für den Transport Neugeborener außerhalb des Autos entwickelt worden.
 

Die besten 5 Buggys mit Liegefunktion im Vergleich

I'coo Pace
Pace
  • Gut 2,3
Chicco London Up
London Up
  • Sehr gut 1,4
Chicco OHlalà
OHlalà
  • Gut 2,4
3,7 von 5
(8)
1,6 von 5
(2)
4,2 von 5
(62)
4,3 von 5
(62)
3,7 von 5
(34)
Sitz- & Liegekomfort
Sitz mit Ruhepositioninfo
Sitz mit Ruhepositioninfo
vorhanden
vorhanden
vorhanden
vorhanden
vorhanden
Sitz mit Liegepositioninfo
Sitz mit Liegepositioninfo
k.A.
fehlt
vorhanden
k.A.
vorhanden
Wendbare Sitzeinheitinfo
Wendbare Sitzeinheitinfo
k.A.
fehlt
vorhanden
k.A.
fehlt
Maße & Maximalgewicht
Maximalbelastbarkeit
Maximalbelastbarkeit
15 kg
15 kg
20 kg
15 kg
15 kg
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Stadt, Land, Fluss: Wo passt ein Buggy am besten hin?

Kurze Abstecher in die City, das Nickerchen unterwegs, der Rückweg von der Shoppingtour, die Pause für müde gewordene Beinchen: Hier offenbaren sich die großen Vorteile der handlichen Kinderbuggys. Soll Ihr Buggy mit verschiedenen Untergründen klarkommen, empfiehlt sich ein Buggy mit Luftreifen oder, als pannensichere Variante, mit geschäumten Reifen, die meist als Luftkammerreifen oder EVA-Räder beworben werden. Die nüchternen und oft wie die rollende Magersucht wirkenden Leicht- oder Sitzbuggys empfehlen sich höchstens für Reisen. Fahrkomfort oder Sitzkomfort dürfen Sie hier nicht erwarten. Für vielreisende Eltern hat das fixe Falten oft oberste Priorität. Aber auch zu einem Reisebuggy sollten mindestens Sonnendach, Schutzbügel und gepolsterte Gurte gehören. Stark auf die reine Transportfunktion reduzierte Reisebuggys verzichten sogar hierauf. Jedes Gramm mehr würde das Urlaubsgepäck belasten.

Baby-SUVtie oder Kombi? Wenn Sie sich noch am Anfang Ihrer Planung befinden

Das Segment der "Baby-SUVties", also der etwas komfortableren Buggys mit sportlicher Optik und Eignung für Touren abseits asphaltierter Straßen, boomt. An Auswahl mangelt es nicht. Es gibt solche mit mitwachsenden Fußstützen wie die von Gesslein, die auch noch mit großer Farbauswahl punkten; andere haben einen in beide Richtungen verstellbaren Sitz oder sind kompatibel mit Babyschalen für die ganz Kleinen. Befinden Sie sich noch ganz am Anfang Ihrer Planung und wollen Buggy und Kinderwagen in Einem kaufen, sollten Sie gleich auf einen komfortablen Kombikinderwagen mit viel Platz für Ihr Baby setzen. Ein guter Kombikinderwagen begleitet Ihr erstes und eventuell auch weitere Kinder in den ersten Lebensjahren. Der tragbare Wannenaufsatz ist praktisch für die Zeit nach der Geburt, der verstellbare Sportsitz ist auf das Sitzalter zugeschnitten. Gucken Sie nach aktuellen Tests. Die Stiftung Warentest untersucht in gewissen Abständen (zuletzt im August 2019) auch Kombikinderwagen und prüft, wie komfortabel die Kleinen darin sitzen können.

Kinderbuggys: Die Punktekönige aus unserer Bestenliste

Etliche Kinder-Buggys haben sich in den vergangenen Jahren u. a. den Tests von Stiftung Warentest und dem kritischen Blick vieler Eltern stellen müssen. Wir haben die Punktekönige zu einer Bestenliste für Sie zusammengestellt. Auch Schadstoffe sind ein Thema. Manchmal entlarven die Tester regelrechte Schadstoffsünder, z. B. den von BabyOne verkauften Buggy B.O. Startklar T-Light. Er kassierte ein Mangelhaft, weil die Griffe für Kind und Eltern mehr Benzo(ghi)perylen enthielten, als das GS-Zeichen erlaubt.

Die besten Buggys anzeigen

 

Schadstoffarme Buggys anzeigen

Buggy-Kinderwagen im Test: Welche sind gut, wo hapert es?

Wenn Tester die Favoriten eines Buggy-Tests küren, mischt sich in alles Lob auch immer etwas Kritik. Im Buggy-Test von Öko-Test (vom Mai 2015) hapert es zum Beispiel bei der Sauberkeit. Selbst die besten Buggys im Test (Maclaren Techno XT und Moon Buggy Kiss) bringen Eltern und Kind mit Schadstoffen in Kontakt. Dasselbe Bild bei Stiftung Warentest: In einem Buggy-Test mit neun klassischen und drei Sport-Buggys haben nur zwei ein gutes Ergebnis erzielt. Drei enthielten Schadstoffe. Testsieger wurde das Modell Joie Litetrax 4, bei ihm zählten die großen Räder für unterschiedliches Terrain, der ordentliche Sitzkomfort und der günstige Preis. Den zweiten Platz belegte der i'Coo Pace, dessen Lehne Sie für ein Nickerchen weit herunterlassen können. Das war es auch schon mit der Tabellenführung – das große Mittelfeld ist mit „befriedigenden“ Buggys aller Preisklassen belegt. Ähnlich ernüchternd war das Ergebnis zwei Jahre zuvor, als die Stiftung Warentest 15 Buggys auf Testfahrt geschickt hatte: Schwächen bei Sitzkomfort hieß es bei allen getesteten Buggys, dazu kamen schwache Rückenstützen und schlechte Sitz- bzw. Liegepositionen.

Stiftung Warentest: Mit diesen Buggys fahren Sie flexibler

Auf einem Feld hingegen konnten gleich mehrere Buggys punkten: Die Modelle von ABC Design und Hauck sowie die Jogger-Buggys Britax Bob Revolution Pro und TfK Joggster Sport rollen auf großen Reifen, einige sind sehr gut gefedert. Dadurch sind sie gut auch für Touren auf verschiedenen Untergründen geeignet. Wird Ihrem Baby beispielsweise der platte Asphalt zu langweilig, können Sie gut auch über unwegsames Gelände, Sand- oder Waldwege gondeln oder auf Kopfsteinpflaster wechseln. Klassische Buggys mit ihren kleinen Hartplastikrädern kommen damit weniger gut zurecht. Im Gegenzug sind sie wesentlich leichter, haben eine kleinere Klapp-Masse und lassen sich kompakter falten.

Fazit: Es ist gut, wenn Ihr Buggy im Test viele Punkte holen konnte …

… weil er auch den ganz Kleinen eine flache Schlafunterlage bietet und im wichtigsten Prüfpunkt Sitzkomfort gut wegkommt. Zwar hat auch der leichte, puristische Reisebuggy oder Sitzbuggy seine Berechtigung, doch überwiegend kaufen Eltern ein etwas komfortableres Modell: Ein „Zwischending“ zwischen Kinderwagen und Leicht-Buggy, wie es das Magazin Öko-Test es in seinem Buggy-Vergleich formuliert – mit größeren Rädern, Federung gegen Straßenhuckel, einem Korb für Kleinkram, Liegefunktion mit waagrechter oder ausgeprägter Schräglage und Schiebegriffen, die sich höher oder niedriger einstellen lassen.

Die Tipps von Stiftung Warentest zum Buggy-Kauf in der Übersicht

  • Sitzfläche: Die Sitze sollten breit und nicht zu tief sein. Die Unterschenkel der Kleinen sollten nicht auf der Sitzfläche aufliegen.
  • Rückenlehne: Sie sollte nicht zu kurz sein. Ab wann und wie lange Ihr Kind bequem sitzen kann, hängt entscheidend von der Länge der Rückenlehne ab. Ein Richtwert ist 50 Zentimeter, besser etwas mehr - sonst wachsen die Kleinen zu schnell heraus. Für ein Nickerchen sollte sich die Lehne am besten vollständig flach oder wenigstens sehr schräg einstellen lassen.
  • Fußstütze: Am besten sind mitwachsende, die den Druck aus den Kniekehlen nehmen und kurze Beinchen nicht in der Luft hängen lassen. Fußstützen sollten stufenlos einstellbar sein.
  • Schadstoffe stecken häufig in Griffen aus weichem Schaumstoff. Griffe aus Hartplastik sind weniger komfortabel, im Test aber meist sauberer.
  • Schieberhöhe: Da Menschen unterschiedlich groß gebaut sind, benötigt jeder eine andere Schieberhöhe. Müttern und Vätern, die größer als 1,80 Meter sind, empfehlen die Warentest-Tester 1,11 Meter hohe Schieber. Die Modelle im Test eigneten sich höchstens für mittelgroße Eltern.
  • Buggys nicht für Babys: Setzen Sie Ihr Neugeborenes nicht in einen Buggy, sondern legen es flach in den Wannenaufsatz oder in die Softtragetasche eines Kombikinderwagens.
  • Sitzen erst ab dem Sitzalter: Das Baby sollte erst in einem Buggy sitzen, wenn es aus eigener Kraft sicher sitzen kann. Das ist meist ab dem sechsten bis neunten Monat der Fall.

Schiebung! Noch ein Kauftipp zum Schluss

Mit feststellbaren Schwenkrädern können Metropolbewohner wieselflink durchs Menschengedränge wedeln und Landeier etwas strubbeligere Untergründe meistern. Kombiniert ein Buggy dazu einen geschlossenen Schieber – wie etwa der Nuna Pepp Luxx oder Joie Litetrax 4 – können Sie ihn meist auch bequem einhändig manövrieren.