Kinderfahrradanhänger

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Ratgeber zu Kinderfahrradanhänger

Flexible Kindertransporter für Alltag und Freizeit

KinderanhängerÜber die Sicherheit von Kinderanhängern wird viel gestritten. Immerhin reist der Nachwuchs auf Auspuffhöhe und die Knautschzone besteht häufig nur aus einem Planenaufbau mit mehr oder weniger robustem Chassisgestänge. Die aktuelle Studienlage lässt allerdings den Schluss zu, dass Kinder in einem solchen Trettaxi sicherer sitzen als in einem Fahrradkindersitz oder Trailer. Aber, daran besteht ebenfalls kein Zweifel, mit der Qualität der Kinderanhänger steht es nicht zum Besten – selbst bei teuren sind jede Menge Macken vertreten. Worauf sollte man besonders achten?

Fahrradanhänger, Jogger oder Buggy?

Was die technische Ausstattung angeht, gibt es große Unterschiede. Ab etwa 80 EUR bis weit über das Zehnfache wird jeder Anspruch und Geldbeutel bedient. Die meisten Kinderanhänger sind mulitfunktional: Ob zum sportlichen Jogger oder stadttauglichen Buggy lassen sich fast alle mit wenigen Handgriffen oder mittels Umrüstset für den gewünschten Zweck umbauen. Die Deichsel wird demontiert, die Räder vorne einfach umgesteckt, so dass sie auf dem Boden rollen. Für den Stadteinsatz empfehlen sich schmale und klappbare Modelle. Zweisitzer sind Einsitzern dennoch vorzuziehen, denn auf diese Weise kann mehr Gepäck oder mal ein Freund mitgenommen werden. Apropos Gepäck: Wer häufiger Tages- oder Wochenendtouren plant, sollte auf ausreichenden Stauraum im Heck achten – am besten abgetrennt vom Fahrgastraum.

Ausreichend Kopffreiheit auch mit Helm

Die Maximalzuladung, Bein- und Kopffreiheit sowie eine Beleuchtung sind Faktoren, denen weiteres Augenmerk gilt. Low-Cost- Modelle sind oft nur gering belastbar - mit zwei Dreijährigen und Gepäck für den Badesee ist hier schnell Schluss. Andere bieten Kapazitäten von mehr als 50 Kilogramm und eignen sich auch für ältere Kinder. Die Kopffreiheit sollte 10 Zentimeter bis zur Verdeckunterkante oder bis zum oberen Rahmenrohr betragen - auch mit Schutzhelm. Für kleinere Kinder gibt es Sitzverkleinerer, Hängesitze oder Babyschalen. Werbebotschaften, wonach Babys schon ab dem ersten Monat mitfahren dürfen, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Erst ab dem sicheren Sitzalter können die Kinder normal angeschnallt mitfahren – laut Gesetz bis zu einem Alter von sieben Jahren.

Unverzichtbar: Eine unabhängige Beleuchtung

Bei den Tourenmodellen liegt der Fokus auf Fahrkomfort und Federung. Topmodelle besitzen Blattfedern, die sich auf das Gewicht des Kindes einstellen lassen und Stöße zumindest grob wegfedern. Meist sind die Sitze neigungsverstellbar und bieten einen bequemen Schlafplatz. Eine zweiteilige Kupplung erleichtert das An- und Abkuppeln. Sie besteht aus der Kupplung an der Deichsel und einer separat montierten Aufnahme am Velorahmen. Die Kupplung sollte kein Spiel haben, damit der Anhänger sicher geführt werden kann. Obwohl das Gesetz eine aktive Beleuchtung vorschreibt, finden sich entsprechende Front- und Rücklichter nur selten im Lieferumfang. Während Reflektoren fast immer vormontiert sind, fehlt es an einer unabhängigen Lichtanlage, die dann extra hinzugekauft werden muss. Solche Extras können schnell ins Geld gehen.

Auch auf Details achten

Auch der Blick auf scheinbare Details lohnt sich. Stabile Bodenwannen aus Metall und ein Käfig sind sicherer, meist aber auch schwerer als Stoffboden und Planenaufbau. Ein Fliegennetz schützt vor Insekten und spritzende Steinchen, der Schutz vor Sonne und Regen sollte dicht und gut fixierbar sein. In manchen Fällen verschwinden die Reflektoren beim kompletten Öffnen des Verdecks oder die Rückenlehnen bieten keine Aussparung für den Schutzhelm. Besonders im Stadteinsatz sind Vorrichtungen gegen das unbeabsichtigte Einfädeln von Hindernissen wichtig – etwa durch eine Stoßstange oder Abweiser an der Rädern. Besonders praktisch beim Schieben im Buggymodus sind Modelle mit Sichtfenster im Dach.

Viele Anhänger sind schadstoffbelastet

Erst vor wenigen Jahren beurteilte die Stiftung Warentest etliche Fahrradhänger als mangelhaft. Die Experten reizen die Schadstofffrage scheinbar weiter aus als das Problem der konzeptionellen Sicherheit. Sehr häufig wurden PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) und Phthalatweichmacher im Kindbereich gefunden. Die Abwertungspraxis der Verbraucherschützer wegen zu hoher Schadstoffkonzentrationen ist sehr konsequent. Der Umstand, dass nicht in jedem der untersuchten Modelle dasselbe Maß an Schadstoffen vorkommt, liefert einen verlässlichen Rückschluss auf ihre technische Verzichtbarkeit. Leider gibt es für Schadstoffe im Material keine erkennbaren Anzeichen. Eltern bleibt daher nur die Wahl, sich regelmäßig über Produkttests zu informieren.

Autor: Sonja

Produktwissen und weitere Tests zu Kinder-Fahrradanhänger

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Fahrradanhänger für Kinder

Kinderfahrradanhänger bieten ein Plus an Sicherheit sowie Komfort für den Nachwuchs, insbesondere für kleine Kinder sowie beim Transport von zwei Kindern. Sie eignen sich sowohl für Touren als auch Kurzstrecken. Am Beliebtesten sind Anhänger zum Ankuppeln, die einem Lastenrad nachempfundenen Modelle wiederum sind extrem belastungsfähig. Der offensichtlichste Vorteil eines Kinderfahrradanhängers im direkten Vergleich zu einem Kinderfahrradsitz ist natürlich der effektivere Schutz gegen Wind und Wetter. Die Anhänger sind in der Regel mit einer Überdachung ausgestattet, die Regen & Co fernhält beziehungsweise als Windschutz dient. Aber auch bei einem Unfall zahlt sich die Investition in einen Anhänger aus. Hochwertige Modelle kippen meistens nicht mit dem Fahrrad zusammen um, sollte dies trotzdem passieren, sitzen die Kinder wie in einem Überrollkäfig. Auch bei seitlichen Auffahrunfällen ist das Sicherheitspolster, wie Tests ergeben haben, um einiges größer als beim Transport mit einem Kindersitz. Zum Transport von zwei Kindern wiederum sollte die Wahl im Zweifelsfall ebenfalls zugunsten eines speziellen Zweisitz-Anhängers ausfallen, da zwei Kinderfahrradsitze am Rad das Fahr- und Bremsverhalten massiv negativ beeinflussen. Einige Modelle sind schließlich sogar mit Vorrichtungen für eine Babyschale ausgestattet, damit selbst die Kleinsten mit dem Rad mitgenommen werden können. Kinderfahrradanhänger fallen ferner oft so groß aus, dass zusätzlich auch Taschen, Spielzeug oder Einkäufe zumindest in begrenztem Umfang mit transportiert werden können. Einige Modelle lassen sich sogar zu einem Lastenanhänger umbauen und daher sinnvoll nutzen, sobald die Kinder zu groß für den Anhänger geworden sind. Generell sind Kinderfahrradanhänger eine optimale Transportmöglichkeit auf längeren Touren, es spricht aber auch kaum etwas dagegen, sie tagtäglich in der Stadt einzusetzen. Trotzdem muss im letzteren Fall natürlich mit gelegentlichen Beeinträchtigungen aufgrund ihrer Größe und Breite gerechnet werden. Fast alle neueren Modelle werden mit einem praktischen zweiteiligen Kupplungssystem am Rad angebracht. Je tiefer dabei der Kupplungspunkt sitzt, desto weniger stark wirkt sich der Anhänger auf das Fahr- und Bremsverhalten aus. Modelle, die am Rahmen befestigt werden, sind daher Modellen mit Adaptern für die Sattelstütze häufig vorzuziehen. Im Innern wiederum sollte, wie bei einem Autokindersitz, auf eine gute Basisausstattung mit Sicherheitsgurt, Schalensitz sowie Kopf-/Seitenstütze geachtet werden, Mängel weisen etliche Modelle leider bei der Beleuchtung auf – gegebenenfalls muss hier der Käufer nachrüsten. Anhänger mit einer Federung bieten auf holprigen Untergründen, etwa im Gelände oder auf Pflastersteinen, ein Plus an Komfort. Alternativ dazu sind auch Modelle mit Sitzhängematten im Angebot, auf denen größere Kinder ebenfalls bequemer sitzen. Sie sind aber für kleinere Kinder im Gegenteil oft recht unkomfortabel. Generell sollte auch auf einen möglichst niedrigen Schwerpunkt, eine hohe Spurbreite sowie große Räder geachtet werden, da dies die Kippgefahr des Anhängers deutlich reduzieren kann.