Kinderhochstühle

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Ratgeber zu Kinderhochstühle

Holz, Plastik, mitwachsend oder Kombi: Welche bestehen den Test?

HochstuhlEin Kinderhochstuhl integriert das Kind ein Stück mehr ins Familienleben, so kann der Nachwuchs mit am Tisch sitzen. Ein klassischer Kinderhochstuhl ist geeignet ab dem Zeitpunkt, zu dem das Kind in der Lage ist, aus eigener Kraft selbständig zu sitzen, was eine gewisse Kopfkontrolle voraussetzt und im Durchschnitt frühestens ab dem achten Lebensmonat der Fall ist.

Mitwachsende Hochstühle: Treppenhochstuhl oder Stuhl-/Tischkombination

Hochstuhl tripp trappSoll der Hochstuhl das Kind eine lange Zeit begleiten – bei Preisen bis in den mittleren dreistelligen Bereich wäre das nur konsequent -,  kann man auf einen mitwachsenden Stuhl zurückgreifen, der sich den Bedürfnissen eines Kindes anpassen lässt. Sitzfläche und Fußstütze lassen sich dann so regulieren, dass das Kleine mehrere Jahre ergonomisch richtig auf seinem Stuhl sitzen kann. Der Markt gibt außerdem Kombi-Hochstühle her, die sich später leicht zu einer Stuhl-Tischkombination umbauen lassen. So flexibel verstellbar wie Treppenhochstühle sind sie allerdings nicht, insbesondere schaffen sie es nicht, Kinder bis dreieinhalb JahrenHochstuhl Tisch-Stuhlkombi darin unterzubringen. Vorteilhaft ist ferner das Kletterangebot  von Treppenhochstühlen für die Kleinen, die ihren Stuhl später voller Stolz selbst erklimmen können.

Sitzergonomie: Verstellbare Sitzfläche und Fußplatte

Der Sitzkomfort darf auf keinen Fall zu kurz kommen, da sonst Haltungsschäden drohen. Zudem muss sich das Kind wohlfühlen. Wichtig sind gut verstellbare Fußplatten, die sich einfach an die Größe des Kindes anpassen lassen. Baumeln die Beine des Kindes, ist keine entspannte und gesunde Sitzhaltung möglich. Außerdem muss die Sitztiefe reguliert werden können, damit auch kleine Kinder bis an die Rückenlehne heranreichen. Eines der ersten Modelle am Markt war Opsviks Tripp Trapp („Stokke“), der vom Interesse des Marktes regelrecht überrollt worden war und viele Nachahmer gefunden hat. Eine etwas jüngere Entwicklung mit einem ordentlichen Schritt in Richtung Multifunktionalität bilden Stühle mit Wippenfunktion für Säuglinge, die zu Beginn liegend, später halb aufrecht und dann aufrecht am Familientisch teilnehmen können.Hochstuhl mit Liegeposition

Sicherheitsattribute: Standsicherheit und Schadstoffe

An vorderster Front steht immer die Sicherheit. Ein Kinderhochstuhl muss deshalb stabil sein und darf keine Schadstoffe enthalten. In Hochstuhltests der test-Stiftung konnten die wenigsten Kandidaten einer Prüfung vollständig standhalten. Mängel bestehen beispielsweise bei der Standsicherheit, einer fummeligen Gurtanpassung und bei den Materialien. Bei den Polsterungen trüben Phthalat-Weichmacher die Bilanz oder bei den Holzstühlen aus Klebern oder Lacken ausdünstende Schadstoffe. Der vermeintlich ökologische Holzstuhl entpuppt sich so schnell als Gefahrenquelle. Da Hochstühle schmal und hoch sind, besteht außerdem oft Kippgefahr. Unverzichtbar ist zudem eine Schrittstütze, die verhindert, dass das Kind durch die Beinöffnung hindurchrutscht. Schlussendlich sollten Eltern auf Zertifizierendes wie das TÜV-Siegel oder GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit ihr Augenmerk richten.

 

Autor: Judith-H.

Produktwissen und weitere Tests zu Kinderstühle

„Nicht genug dazugelernt“ - Mitwachsende Hochstühle test (Stiftung Warentest) 8/2007 - Andererseits: Die Kleinen haben meist noch dicke Windelpakete um den Popo. Und sie sollten nicht zu lange im Sitz bleiben. j TISCHPLATTEN Sie sind zum Essen sinnvoll, weniger zum Spielen. Alle Spielvorrichtungen am Stuhl verführen leicht dazu, ihn als bequemen Aufbewahrungsort zu sehen. Kinder sollten aber ihren Bewegungsdrang ausleben, am besten auf dem Boden. TIPP Polstern Sie wenn möglich das Kind im Rücken mit einem Kissen ab. Das mindert auch die Durchrutschgefahr.

Drei für Dreikäsehochs test (Stiftung Warentest) 6/2018 - Doch einige Eltern ersparen sich im Alltag vermutlich das teils umständliche Anlegen. Tipp: Schnallen Sie Kinder in den genannten Sitzen unbedingt an. Nur die Stühle mit sehr guten Noten in der Sicherheit sind ohne Gurt sicher. Trotz allem sollten Sie Ihr Kind nie aus den Augen lassen, solange es im Hochstuhl sitzt.

„Nicht genug dazugelernt“ - Tisch-Stuhl-Kombinationen test (Stiftung Warentest) 8/2007 - Siebenmal gab es hier allerdings nur „ausreichend“: Nicht jeder Hersteller hat in Sachen Sicherheit genug dazugelernt. Und einige haben sich sogar neue Probleme ins Haus geholt. Zum Beispiel Storchenmühle sowie der baugleiche Recaro. Im Lack der traditionellen Tisch-Stuhl-Kombination stecken gefährliche Weichmacher – Schadstoffe, mit denen vor allem Kinder nicht in Berührung kommen sollten. Außerdem sitzen Kleinere nach wie vor nicht gut in dem Modell, das im Extremfall nach vorn kippen kann.

„Nicht genug dazugelernt“ - Kinderhochstühle test (Stiftung Warentest) 8/2007 - So lässt sich der Stuhl ebenso größengerecht anpassen wie beispielsweise der Stokke Tripp Trapp. Dieser Treppenhochstuhl stand wohl schon für mehrere andere Modell. Sitzfläche und Fußabstützung sind bei diesen Stühlen meist zu verstellen, indem man sie in unterschiedlich hohe Kerben der Seitenwangen schiebt. Das klappt aber nicht bei allen gleich gut. Beim Herlag Tipp Topp lässt sich die Sitzfläche gar nicht verkleinern, und der Sitzverkleinerer kann dieses Manko nicht ausgleichen.

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Hochstühle

Kinderhochstühle mit Schalensitzen für die Jüngsten können bereits ab einem Kindesalter von acht Monaten durch einen normalen Hochstuhl mit Tischplatte als praktischer Essensablageplatz ersetzt werden. Treppenhochsitze wiederum passen sich besonders variabel an die Kindesgröße an, während Tisch-Stuhl-Kombinationen sich auch als Spieltische nutzen lassen. Bereits für die Kleinsten ab fünf Monaten sind Kinderhochstühle mit nach hinten neigbaren Schalensitzen im Handel. Allerdings wachsen Kinder schnell aus ihnen heraus, weswegen die Anschaffung eines solchen, mitunter 100 Euro teuren Hochsitzes überlegt werden sollte. Etwa ab acht Monaten können alle Kleinkinder aufrecht sitzen und benötigen hierfür einen speziellen Kinderhochstuhl. Minimalanforderungen sind dabei Rückenlehne, bequeme Auflagefläche für die Beine sowie (verstellbare) Füßstützen. Tischhochstühle sind mit oder ohne Tischplatte im Handel, wobei erstere speziell für kleinere Kinder optimal sind, die noch nicht so gut mit den Armen bis zur Tischplatte vorreichen. Populär sind seit etlichen Jahren auch Treppenhochstühle, unter denen der Tripp-Trapp der Firma Stokke ein oft kopiertes Vorbild für - zum Teil preisgünstigere - Modelle anderer Hersteller geworden ist. Sitzfläche und Fußabstützung lassen sich hier variabel über Kerben an den Seitenwangen verstellen, die Stühle wachsen also mit den Kindern mit. Kombinationen aus Tisch mit aufgesetztem Stuhl wiederum sind sehr praktisch, weil sich beide Teile auch separat als Spieltisch und Stuhl verwenden lassen. Nicht alle Modelle lassen sich allerdings problemlos auf die jeweilige Kindergöße verstellen. An erster Stelle bei den Qualitätskriterien steht immer noch die Sicherheit, selbstverständlich auch bei den verwendeten Materialien. Lacke oder Kunststoffe mit gefährlichen Weichmachern beispielsweise haben im Umfeld der notorisch beiß- und knabberfreudigen Kleinkindern nichts verloren. Auf alle Fall muss ein Kinderhochstuhl aber genügend Standfestigkeit besitzen, damit er bei lebhaften Bewegungen im Extremfall nicht zur Seite umkippt. Dem Durchrutschen wiederum beugen Schritt- oder Beckengurte vor. Als Alternative zum Kinderhochstuhl kommen auch preisgünstigere Sitzerhöhungen für normale Stühle mit Armlehnen und Gurtsystem in Betracht. Da sie recht leicht und zusammenklappbar sind, liegt ihrer größter Vorzug in der Mobilität. Sie eignen sich jedoch nur für Zwischendurch oder für die Dauer eines Restaurantbesuchs, sollten jedoch zu Hause aufgrund ihrer relativen Unbequemlichkeit nie für längere Zeit in Anspruch genommen werden.