Kinderfahrradsitze: Tests & Testsieger

Die besten Kinderfahrradsitze der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Kinderfahrradsitze auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 8 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Kinderfahrradsitze

Fahrverhalten und Sicherheit

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Frontsitzer bis maximal 15 kg, Hecksitzer bis 22 kg geeignet
  2. Sicherheit im Mittelpunkt (Signalwirkung, keine Ecken oder scharfe Kanten)
  3. auf Größenanpassung bei Fußschalen, Sitzgurten und Kopfstützen achten
  4. Nachteil von Hecksitzern inbesondere Gefahr des Aufschaukelns
  5. am besten mit ausgeprägtem Speichenschutz und hoher Rückenlehne
  6. Helmmulden ermöglichen helmtragenden Kindern eine bequemere Kopfhaltung

Kinderfahrradsitz zur Montage vor dem Fahrer Front-Fahrradsitze wie der Yepp Nexxt Mini sind für Kinder bis maximal 15 kg erlaubt. (Bildquelle: amazon.de)

Worauf reagieren Tester bei einem Kinderfahrradsitz positiv, woran übt man Kritik?

Grundsätzlich werden Kinderfahrradsitze unabhängig davon getestet, ob sie vor oder hinter dem Fahrer montiert werden – die Testkriterien sind einheitlich gehalten. Beim Radfahren mit einem Kind sollte das Fahrverhalten so gering wie möglich beeinträchtigt werden, Fahrstabilität, Fahren auf verschiedenen Untergründen und Verhalten beim Schieben sollten ein gutes Bewertungsbild ergeben. Der Hecksitz kann durch die zusätzliche Last Schwankungen und Rahmenflattern verursachen, wodurch es schwieriger ist, die Kontrolle über das Rad zu behalten. Das kann mit einem Frontsitz nicht passieren, da die Last hier im Bereich des Schwerpunktes des Rades auftritt. Positiv reagieren Tester hingegen auf die Eignung für das Kind, im Besonderen auf Sitzkomfort und Federung. Zusätzlich gehen Sitzklima und Fahrradhelm-Eignung in die Wertung mit ein.

Was zeichnet einen sicheren Kinderfahrradsitz im Besonderen aus?

Prüfkriterien und Sicherheitsanforderungen an einen Fahrradsitz für Kinder zwischen 9 und 22 kg werden durch die Norm DIN EN 14344 festgeschrieben. Gefragt sind Speichenschutz, Gurtsystem, Sitzbefestigung und Signalwirkung etwa durch Reflektoren und Farbe eines Sitzes, nicht zuletzt geht es ganz allgemein um die Verletzungsgefahr. Leider entsprechen nicht alle Sitze dieser Norm. Die Hersteller scheitern zum Teil in allen Belangen, speziell dominieren scharfe Ecken und Kanten oder die fehlende Signalwirkung die kritischsten Testfazits. Auch das GS-Prüfzeichen, das die Prüfung durch ein unabhängiges Institut bestätigt, ist für sich genommen noch kein Garant für einen sicheren Kindersitz. Besonders bemängelt werden oft zu geringe Einstellungsmöglichkeiten im Bereich der Fußstützen oder die unzureichende Einhaltung der Maßvorgaben, zum Beispiel für die Höhe der Rückenlehne.

Schnellspannvorrichtung an einem Fahrradkindersitz für schnellen An- und Abbau. Schnellwechselhalterungen, hier am Beispiel des Thule Baby RideAlong für Kinder bis 22 kg, sind mit den meisten Fahrradrahmen kompatibel. (Bildquelle: amazon.de)

Vor oder hinter dem Fahrer?

Vorne ist ein Kinderfahrradsitz nur bis maximal 15 kg geeignet, Kinder mit mehr Gewicht müssen auf einen Sitz für hinten umziehen. Frontsitze sorgen für freie Sicht, hinten sitzt es sich windgeschützter und überdies bequemer dank der Rückenlehne, die es auch mit Relaxfunktion zu kaufen gibt. Einen Nachteil haben Hecksitzer aber doch: Je nach Untergrund und Fahrbewegung können sie eine Pendelbewegung verursachen, die Stiftung Warentest spricht hier vom "Aufschaukeln". Dieses wirke sich vor allem auf das Fahr­verhalten von Rädern mit tiefem Durch­stieg aus. Auch beim Schieben sind Kindersitze für vorn jenen für hinten überlegen. Durch die Montage am Lenkerschaft sind sie einfacher zu stabilisieren, während insbesondere beladene Hecksitzer das Fahrrad schneller zu Kippen bringen. Fällt die Wahl auf einen Sitz für Kinder bis 22 kg – also hinter dem Fahrer – , dem empfiehlt sich ein Kinderfahrradsitz mit Helmmulde, damit der kleine Passagier nicht mit abgeknicktem Kopf sitzen muss.

Top 3 der stärker belastbaren Hecksitzer

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Polisport Guppy Junior CFS
2 Yepp Junior Budget
3 Hamax Zenith Sehr gut(1,5)

Gurtsysteme und Einstelloptionen

Auf einige Details sollte bei der Wahl des Kinderfahrradsitzes besonderes Augenmerk gerichtet werden. Dazu gehört insbesondere das Gurtsystem. Mit diesem sollte das Kind fest angeschnallt werden können, zudem sollte der Gurt leicht verstellbar sein. Die meisten Modelle sind mit einem Dreipunkt- oder einem Fünfpunkt-Gurtsystem (Hosenträgergurte) ausgestattet, wegen ihres zusätzlichen Schrittgurtes gelten Letztgenannte dabei als besonders sicher. Außerdem sollten die Fußstützen des Sitzes höhenverstellbar sein und sich gut auf die Größe des Kindes einstellen lassen. Gleiches gilt für die Kopfabstützung, die sich leicht an das Wachstum des Kindes anpassen lassen muss. Das steigert nicht nur den Komfort, sondern auch die Sicherheit: Der Kopf wird optimal abgestützt und bei einem Aufprall gehalten.

Zu beachten: Nicht jeder Kindersitz kann an jedem Fahrrad montiert werden. Teilweise sind kleine Veränderungen am Fahrrad notwendig, besonders, wenn es sich um ein sehr neues und modernes Rad mit einer speziellem Rahmengeometrie handelt. Bei den meisten alten Rädern, speziell den soliden Holland-, City- oder Trekkingrädern können Kindersitze meist aber problemlos angebracht werden.

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