Ein Scanner tastet beziehungsweise vermisst ein Objekt systematisch und regelmäßig ab, um dessen Daten zu erfassen. Die analogen Informationen, die mit Hilfe von Sensoren aufgenommen wurden, werden durch A/D-Wandler in die digitale Form gebracht, damit sie gespeichert, verwaltet, analysiert und bearbeitet werden können. Je nach zu scannendem Objekt wurden diverse Scanner-Typen entwickelt, die hier im Einzelnen kurz vorgestellt werden.

Dokumentenscanner Fujitsu Dokumentenscanner von Fujitsu: FI-7160

DokumentenscannerDokumentenscanner sind in der Regel Einzugsscanner, die so wie ein Faxgerät aufgebaut sind, aber Graustufen und Farben erfassen können. Sie verarbeiten einzelne Dokumente oder Stapel, jedoch aufgrund ihrer Konstruktion keine Bücher oder Zeitschriften. Auch bei Fotografien kann es aufgrund der glatten Oberfläche während des Einzugs zu Schwierigkeiten kommen. Sie sind demnach dann angebracht, wenn es um das Verarbeiten vieler Papierseiten geht. Dokumente können aber auch mit einem Flachbettscanner verarbeitet werden. Der Gegenpart dazu ist eine Dokumentenkamera. Optisch erinnert diese eher an eine Leselampe. Das Dokument oder das Buch wird mit der zu scannenden Seite nach oben auf den Tisch oder den Unterbau der Kamera gelegt. Ein Arm, der teilweise auch beweglich ist, führt nach oben und hält ein Gehäuse, indem die Kamera integriert ist. Das Objektiv blickt nach unten. Gerade als Buchscanner ist das sehr vorteilhaft, da es Arbeitsschritte wie Buch vom Scanner nehmen, Seite umblättern, Buch wieder möglichst gerade auflegen auf „Seite umblättern“ reduziert.

Flachbettscanner Canon Flachbettscanner von Canon: CanoScan LiDE 35

FlachbettscannerMit einem Flachbettscanner kann man zwar keine Stapelverarbeitung vornehmen, dafür aber die unterschiedlichsten Vorlagen einscannen. So ist neben dem Scannen von Dokumenten, auch das Scannen von Fotos, Zeitschriften, Visitenkarten und Büchern möglich. Mit entsprechender Software und Vorrichtung ist auch das Scannen von Negativen und Dias möglich. Ein Flachbettscanner arbeitet im Prinzip wie ein Kopiergerät. Die Vorlage wird auf eine Glasscheibe gelegt, unter der dann die lichtempfindlichen Sensoren entlanggeführt werden und das Objekt abtasten. Allerdings muss die Vorlage ganz flach aufliegen, da sonst kein scharfes Bild erzeugt werden kann.

Negativscanner von Rollei: DF-S 100 SE Negativscanner von Rollei: DF-S 100 SE

Film- beziehungsweise NegativscannerNeben Flachbettscannern, die Dokumente, Fotos und auch Negative einscannen können, gibt es Film- und Negativscanner, die ausschließlich zum Scannen von Kleinbild- und Mittelformatfilmen sowie Dias konzipiert worden. Einfache portable Tischscanner etwa sind bereits für unter 100 Euro zu haben, will man allerdings von den Scans Poster herstellen lassen, reicht die Qualität nicht aus. Unter den hochwertigeren Scannern in diesem Bereich, gibt es beispielsweise reine Diascanner oder Mittelformatscanner. Letztere werden von Fotografen verwendet, die noch mit einer analogen Mittelformatkamera arbeiten oder die ihre alten Bestände digitalisieren wollen. Sogenannte Filmabtaster wiederum dienen zur Digitalisierung von Kinefilmen.

Fotoscanner
Fotos können sehr gut mit Flachbettscanner digitialisiert werden. Diese erfassen meisten Bilder bis zu einer Größe von 20 x 30 Zentimetern, entsprechend DIN A4. Allerdings gibt es auch Filmscanner, die ein Scannen von Fotos in der Größe 10 x 15 oder 13 x 18 Zentimeter mit anbieten.

3D-Scanner 3DSystems 3D-Scanner von 3DSystems: Sense

3D-ScannerDie sogenannten 3D-Scanner sind noch recht frisch auf dem Markt, gibt es jetzt aber bereits für wenig Geld auch für Privatanwender. Sie dienen dazu, die Daten von dreidimensionalen Objektiven zu erfassen, um beispielsweise Kunstwerke für die Nachwelt zu erhalten, PC-Animationen herzustellen oder um eine Basis zu haben, damit kleine Modelle von Gegenständen angefertigt werden können.

Mobile Scanner und Handscanner
Mobile Scanner sind so klein und leicht, dass man sie mitnehmen kann. Sie werden über Batterien oder Akkus betrieben oder können sich über ein Drittgerät, etwa einem Laptop mit Strom fremdversorgen. Dabei können sie durchaus auch als Einzugsscanner oder Flachbettscanner konzipiert worden sein. Manche von ihnen sind als Handscanner ausgelegt. Das Dokument liegt am besten auf einem Tisch und der Scanner wird mit der Hand darüber geführt. Dabei sollte man allerdings nicht zu schnell vorgehen und auch keine seitlichen Abweichungen vornehmen. Da die meisten Handscanner allerdings kleiner sind als es die Breite eines Dokuments verlangt, muss man mit dem Scanner mehrfach über das Dokument gehen, was recht aufwändig ist.

Handscanner Easypix Handscanner von Easypix: Easy-scan

Dokumente, die kleiner als A4 sind, oft Quittungen, Kassenzettel oder ähnliches können mit einem kleinen Scanner, einem sogenannten Belegleser gescannt werden. Dieser kann als Handscanner oder aber sogar Einzugsscanner konzipiert sein. Ähnliches gilt für den Visitenkartenscanner. Mittlerweile gibt es Barcodescanner als App für das Smartphone. Für den Handel sind Barcodescanner allerdings immer noch unverzichtbar.

Autor: Marie M.