Stärken
Schwächen
Flachbettscanner sind besonders beliebt, wenn es um günstige Scanner geht. Doch auch professionelle Anwender, die großen Wert auf eine präzise Farbwiedergabe ohne Verzerrungen legen, bevorzugen häufig diese Geräte mit dem Klappdeckel. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Welche Kriterien stehen bei Flachbettscanner-Tests im Vordergrund?
Heutzutage sind viele Scanner Multifunktionsgeräte, die neben dem Flachbettscanner etwa einen Dokumenteneinzug oder sogar eine Durchlichteinheit für Dias und Filmstreifen bieten. Unabhängig von der eingesetzten Technik liegt der Fokus bei allen Tests klar auf der Bildqualität. Dabei geht es nicht nur um die Auflösung und somit die Schärfe, sondern vor allem auch um die präzise Wiedergabe von Farbnuancen und Details in den Bildbereichen.
Verschiedene Scanner-Modelle – einige kombinieren Einzugsscanner mit Flachbettscanner (Bildquelle: amazon.de)
Darüber hinaus spielen bei Vergleichstests zahlreiche weitere Aspekte eine Rolle: Welche Ausgabeformate unterstützt der Scanner? Sind verlustfreie Formate dabei? Ist eine Übertragung der Scans nur per Kabel zum PC möglich, oder werden die Daten komfortabel zwischengespeichert oder per WLAN ins Netzwerk gesendet? Aktuelle Tests bewerten zunehmend auch, ob ein Scanner direkt in Cloud-Dienste wie Dropbox, OneDrive oder Google Drive übertragen kann (Scan-to-Cloud) und ob eine integrierte OCR-Texterkennung gescannte Dokumente automatisch in durchsuchbare oder bearbeitbare PDFs umwandelt.
Wie schnell arbeitet das Gerät? Gerade bei der Geschwindigkeit gibt es große Unterschiede. Top-Modelle benötigen lediglich zwischen 4 und 10 Sekunden für eine Seite, mittelmäßige Geräte etwa 20 Sekunden oder mehr. Werte über 20 Sekunden sind heutzutage nicht mehr akzeptabel. Wenn Sie eine Scanzeit von unter 4 Sekunden pro Seite erwarten, sind meist nur noch große Dokumentenscanner die passende Wahl.
Lassen sich mit einem Flachbettscanner auch Dias einscannen?
Bei einem Flachbettscanner wird das zu digitalisierende Material auf eine Glasplatte gelegt. Eine Beleuchtung und die Abtasteinheit bewegen sich dann in einem Schlitten unter der Platte entlang. Der Vorteil: Auch Bücher oder Briefmarken können auf diese Weise eingescannt werden, was bei Scannern mit Einzug nicht möglich ist. Mit speziellen Durchlicht-Aufsätzen lassen sich sogar Kleinbild- und Mittelformatnegative sowie Dias digitalisieren – allerdings bieten nicht alle Scanner diese Funktion. Zudem hängt die Qualität der Scans hier maßgeblich von der Auflösung ab.Welche Auflösung sollte ein guter Scanner bieten?
Die Menge der sichtbaren Details wird von der Auflösung bestimmt, die in dpi (dots per inch, Punkte pro Zoll) gemessen wird. Tatsächlich erreichen viele Scanner jedoch nur etwa ein Drittel der beworbenen Auflösung in der Praxis. Grund dafür ist häufig die sogenannte Interpolation, bei der einzelne Pixel aus den Farbwerten der umliegenden Punkte berechnet werden. Entscheidend ist auch die Qualität der Vorlage: Wurde das Dokument beispielsweise bei 150 dpi gedruckt, bringt ein Scan mit 1.000 dpi kaum einen Mehrwert.Beim Scannen von Papiervorlagen sind Auflösungen über 300 dpi meist unnötig und führen nur zu größeren Datenmengen. Für Negative und Dias hingegen sind sehr hohe Auflösungen erforderlich, vor allem, wenn ein Druck geplant ist. Der Scanner sollte in diesem Fall effektiv bis zu 3.000 ppi leisten können. Diese Qualität erreichen nur wenige Flachbettscanner, weshalb für solche Vorlagen meistens von einem Scan mit Durchlicht-Aufsatz abzuraten ist und stattdessen spezielle Durchlichtscanner empfohlen werden.
Welche Farbtiefe ist sinnvoll?
Je geringer die Farbtiefe, desto kleiner ist die Datenmenge. Mit zunehmender Farbtiefe steigt dagegen die Differenzierung aller Helligkeits- und Farbwerte. Ein einzelnes Bit kann zwei Abstufungen darstellen, zwei Bit bereits vier Stufen je Farbkanal. Ein Flachbettscanner mit acht Bit Farbtiefe liefert 256 Abstufungen pro Farbkanal, was im RGB-Farbraum rund 16,7 Millionen Farben entspricht. Bei 16 Bit sind es sogar 281 Billionen mögliche Farbtöne. Da Bildschirme maximal 32 Bit darstellen können, sind für einen Scan meist 24 Bit ausreichend, obwohl viele Scanner höhere Werte bieten.Wie belastbar sind Flachbettscanner?
Die Klappmechanik des Deckels ist beim Flachbettscanner eine mögliche Schwachstelle. Wer häufig scannt, setzt diese Mechanik stark zu, weshalb immer wieder Nutzer die Haltbarkeit der Deckel bemängeln. Auch die Scan-Mechanik selbst wird beansprucht, da die Fotoeinheit vorwärts und rückwärts bewegt wird – anders als bei Durchlaufscannern. Hersteller geben deshalb oft eine monatliche Scanvolumen-Angabe an, die beschreibt, für wie viele Scans das Gerät ausgelegt ist.Wann lohnt sich ein Fotoscanner mehr?
Für das Einscannen von Fotos ist der Flachbettscanner normalerweise gut geeignet und liefert zufriedenstellende Ergebnisse. Müssen Sie jedoch viele Bilder digitalisieren, etwa beruflich, ist ein spezieller Fotoscanner oft die bessere Alternative. Solche Geräte verfügen häufig über einen automatischen Dokumenteneinzug und arbeiten wesentlich effizienter als herkömmliche Flachbettscanner. Zusätzlich können viele Fotoscanner Dias und Negative mit hoher Geschwindigkeit digitalisieren.Die robustesten Flachbettscanner im Überblick:
| Maximales Scanvolumen/Tag | Unser Fazit | Stärken | Schwächen | Bewertung | Angebote | |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
Epson WorkForce DS-50000
ab 7719,16 € ![]() ohne Endnote
|
4000 Seiten |
Tolle Qualität hat ihren Preis Weiterlesen |
Weiterlesen |
Weiterlesen |
4 Meinungen 1 Test |
|
|
ab 438,99 € ![]() Gut 2,0 |
3000 Seiten |
Flachbett und ADF in einem transportablen Gerät zusammen Weiterlesen |
Weiterlesen |
Weiterlesen |
1 Meinung 1 Test |
|
|
ab 329,95 € ![]() ohne Endnote
|
3000 Seiten |
Flotter Einzugscanner für Einzelarbeitsplätze Weiterlesen |
Weiterlesen |
Weiterlesen |
15 Meinungen 0 Tests |






























