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Ratgeber

Ratgeber zu Digitale Spiegelreflexkameras

Vor- und Nachteile von Spiegelreflexkameras

Canon EOS 70D Canon EOS 70D

Die Spiegelreflexkameras zählen zur Königsklasse bei den Digitalkameras, auch wenn die spiegellosen Systemkameras immer mehr aufholen. Aufgrund ihres größeren Sensors sind sie zu besseren Bildern in der Lage als Kompakt- oder Bridge-Kameras und das obwohl sie mitunter mit weniger Pixel ausgestattet sind. Einige von ihnen verfügen über einen Sensor, der der Größe des Filmbildes einer analogen Spiegelreflexkamera entspricht. Diese DSLRs werden von Profi-Fotografen verwendet. Zudem steht den Nutzern einer derartigen Digitalkamera eine Vielzahl an Objektiven zur Verfügung, die die Bildqualität ebenfalls erhöhen können. Oftmals sind sogar mehr als 30 Jahre alte Objektive kompatibel, sodass der Fotograf auf seine analogen Bestände zurückgreifen kann.

Vorteile einer Spiegelreflexkamera: Sensorgröße
Aufgrund des größeren Sensors werden mehr Bildinformationen aufgenommen als dies bei anderen Kameratypen der Fall ist. In den meisten

Nikon D3400 Nikon D3400

Spiegelreflexkameras werden Chips im sogenannten APS-C-Format eingebaut. Das entspricht etwa einer Größe von 22,5 x 15 Millimetern und variiert von Hersteller zu Hersteller leicht. Im Vergleich zum Kleinbild beträgt der Formatfaktor solcher APS-C-Sensoren meist 1,5; bei Canon liegt er bei 1,6. Hochpreisigere DSLRs verwenden einen Vollformat-Sensor. Das heißt die Aufnahmefläche ist genauso groß wie die des Kleinbildfilms: nämlich 36 x 24 Millimeter. Je größer die Aufnahmefläche schließlich ist, umso mehr Bilddetails werden abgebildet. Zudem können die einzelnen Pixel größer ausfallen und daher lichtempfindlicher sein, was das Bildrauschen vermindert.

Vorteile einer Spiegelreflexkamera: auswechselbare Objektive
Durch die Objektivwahl kann ein Fotograf die Bildqualität weiter beeinflussen. So kann eine Festbrennweite beispielsweise mit einer sehr hohen Lichtstärke von f/1,4 oder f/1,8 glänzen. Während bei Zoomobjektiven wie sie oft an der Kompakt- oder Bridgekamera integriert sind, die Lichtstärke häufig gerade im Telebereich abnimmt und mitunter nur f/6 beträgt. Zudem können Festbrennweiten besser korrigiert sein, weisen daher kaum Abbildungsfehler oder Verzeichnungen auf. Schließlich kann man sich als DSLR-Fotograf auch vieler Spezialobjektive wie Shift- und Tiltobjektive oder Fisheye bedienen. Allerdings kann bei einem Wechsel der Objektive Staub ins Gehäuse eintreten und sich auf den Sensor setzen. Zwar verfügen die Spiegelreflexkameras über eine Sensorreinigungs-Funktion, müssen aber hin und wieder manuell durch Werkstattpersonal gereinigt werden.

Pentax K-50 Pentax K-50

Nachteile einer Spiegelreflexkamera
Wie oben bereits erwähnt, haben wechselbare Objektive den Nachteil, dass Staub ins Kamerainnere fallen kann. Zudem muss man häufig auf einer Fototour mehrere Objektive mit sich führen. Will man spontan ein Foto schießen, kann es sein, dass gerade eine ungeeignete Optik montiert ist. Das Wechseln kostet jedoch Zeit und der geeignete Moment verstreicht. Nicht nur viele Objektive im Gepäck lassen den Träger schwitzen, auch die Kamera selbst ist sperrig und schwer. Zudem benötigen Anfänger Zeit, um die Bedienmechanismen zu erlernen. Viele beschäftigen sich nicht eingehend mit den zahlreichen Möglichkeiten und lassen sie ungenutzt. Dabei können gerade die manuellen Einstellungen in schwierigen Lichtsituationen zu besseren Bildergebnissen führen als die Automatik es zulässt.