37 aktuelle Digitale Spiegelreflexkameras ausgewertet
info

  • 1
  • 2
  • weiter

Ratgeber

Ratgeber zu Digitale Spiegelreflexkameras

Digitale Spiegelreflexkameras

Unsere Kriterien für Digitale Spiegelreflexkameras auf einen Blick:

  • eine gute Bildqualität mit hoher Schärfe auch bei wenig Licht
  • eine umfangreiche Ausstattung, zu der ein schneller Autofokus, sowie ein ausdauernder Akku gehören
  • praktische Motivprogramme für unterschiedliche Aufnahmesituationen
  • eine solide Verarbeitung sowie eine schnelle, bequeme Handhabung
  • hochauflösende Videos mit einem vernünftigen Ton
Bildqualität: Auflösung ist nicht alles

Sonys Alpha 99 II mit Vollformat-Sensor Sonys Alpha 99 II mit Vollformat-Sensor. (Quelle: Sony.de)

Gerade von Spiegelreflexkameras erwarten wir eine sehr gute Bildqualität. Unsere Nutzerumfrage bestätigt, dass es vor allem auf Schärfe und gute Kontraste ankommt. Insbesondere bei der Schärfe haben Kameras mit hoher Auflösung die Nase vorn. Aber Auflösung ist nicht alles: Rund 70 Prozent der Nutzer ist es ebenso wichtig, dass ihre Kamera auch bei schlechtem Licht überzeugt. Hält sich das Bildrauschen auch noch bei hohen ISO-Werten (Sensorempfindlichkeit) vornehm zurück, kann die Kamera auch bei gedämpften Licht stimmungsvolle Bilder liefern. Die großen Vollformatsensoren sind hierbei gegenüber den APS-C- und MFT-Sensoren klar im Vorteil. Die objektiven Messwerte der Testmagazine beziehen wir ebenso in unsere Bewertung ein wie die subjektiven Erfahrungsberichte aus Nutzermeinungen

Ausstattung: Schnell und ausdauernd
Für scharfe Bildergebnisse muss der Autofokus sitzen - und zwar am besten schnell. Gehören actionreiche Motive zu Deinen Vorlieben sollte zudem auch die Serienbildgeschwindigkeit stimmen. Viele Modelle liefern hier mehr als 5 Bilder pro Sekunde, was schon recht schnell ist, es ist aber auch wichtig, dass diese Geschwindigkeit über eine gewisse Dauer gehalten werden kann. Sprich die Kamera muss die Daten auch in einer bestimmten Zeit verarbeiten können.

Damit die Kamera nicht mitten im Ausflug schlappmacht oder gerade dann den Dienst verweigert, wenn die Sonne hinterm Meer versinkt, sollte eine Akkuladung möglichst lange halten. Darauf legen die Nutzer laut unserer Umfrage besonderen Wert - 91 Prozent sehen in der Akkulaufzeit ein wichtiges Kriterium beim Kamerakauf. Wir vergleichen hierbei Angaben, die nach dem von der Camera & Imaging Products Association (CIPA) festgelegten Standards gemessen wurden. Diese Angabe wird von den meisten Herstellern – und auch der Stiftung Warentest – herangezogen, um die Akkulaufzeiten miteinander zu vergleichen. Spiegelreflexkameras erweisen sich hier als wahre Dauerläufer: Auch Mittelklassemodelle schaffen in der Regel mehr als 500 Aufnahmen mit einer Akkuladung. Spiegellose Systemkameras oder Kompaktkameras schneiden in dieser Disziplin wesentlich schlechter ab.

Verarbeitung & Handling: Ein wertiges Gehäuse mit durchdachter Bedienung
Eine Kamera, die mehrere Hundert Euro kostet, muss auch einen gewissen qualitativen Anspruch an die Verarbeitung erfüllen. Bedienelemente, die klappern und ein deutliches Spiel aufweisen, führen schnell zu einer Abwertung. Neben der allgemeinen Anmutung berücksichtigen wir auch die Robustheit sowie Faktoren wie Spritzwasser- und Staubschutz.
Für die Handhabung ist zudem wichtig, wie die Kamera in der Hand liegt und ob sie sich sicher greifen lässt. Die einzelnen Bedienelemente sollten dabei bequem zu erreichen sein.

Fotograf schießt Bild aus der Froschperspektive Ein schwenkbares Display hilft bei Aufnahmen von unten. (Quelle: Nikon.de)

Der schnelle Zugriff auf wichtige Einstellungen, ohne umständliches Navigieren durch das Menü, ist ebenso ein Faktor wie eine einfache und intuitive Bedienung. Dabei spielt auch das Display eine tragende Rolle: Es soll nicht nur die geschossenen Bilder scharf und naturgetreu wiedergeben, Touchscreens können auch dabei helfen, den Fokuspunkt exakt zu setzen oder schnell durch verschiedene Menüs zu navigieren.

Besonders praktisch bei Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln sind klapp- und schwenkbare Displays. Mit ihnen gelingen beispielsweise bodennahe oder Überkopf-Aufnahmen sehr viel leichter als mit einem starr verbauten Display.

Videofunktion: Full-HD oder mehr
Eine gute Videoqualität erwarten wir auch bei Spiegelreflexkameras, die in erster Linie für Fotografie optimiert sind. Denn nur 20 Prozent der Nutzer geben an, auf die Videofunktion verzichten zu können.

Die meisten Modelle bieten eine maximale Video-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, also Full-HD. Neuere Modelle nehmen Filme häufig aber auch schon in 4K beziehungsweise UHD auf. Neben der Auflösung spielt die Anzahl der Bilder, die pro Sekunde aufgenommen werden eine Rolle. Ab einer Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde ist es beispielsweise schon möglich, in der Nachbearbeitung flüssige Zeitlupenaufnahmen zu erstellen.

Bei einigen Spiegelreflex- und Systemkamera-Modellen ist die Videotechnik so weit optimiert worden, dass sie auch gerne für professionelle und semiprofessionelle Aufnahmen genutzt werden. Dadurch graben sie sogar klassischen Camcordern immer mehr das Wasser ab. Wenn Du bei Deinen Videoaufnahmen eine gute Tonqualität benötigst, solltest Du jedoch darauf achten, dass ein Eingang für ein externes Mikrofon vorhanden ist. Im Gehäuse integrierte Mikrofone nehmen häufig auch Störgeräusche auf, die zum Beispiel vom Autofokus oder dem Bildstabilisator des Objektivs stammen können.