Digitale Spiegelreflexkameras Beliebt bei Einsteigern wie Profis
Stärken
Schwächen
Das müssen digitale Spielgereflexkameras in Tests können, um gut bewertet zu werden
Gerade von Spiegelreflexkameras (DSLRs) erwarten Tester eine sehr gute Bildqualität. Insbesondere bei der Schärfe haben Kameras mit hoher Auflösung die Nase vorn. Aber die ist nicht alles: Auch bei schlechtem Licht müssen DSLRs in Testmagazinen überzeugen. Hält sich das Bildrauschen auch noch bei hohen ISO-Werten (Sensorempfindlichkeit) vornehm zurück, kann die Kamera sogar bei gedämpften Licht stimmungsvolle Bilder liefern. Kameras mit großen Vollformatsensoren sind hierbei gegenüber den APS-C-Modellen klar im Vorteil. Ein weiteres Testkriterium sind die allgemeine Geschwindigkeit der Kamera und die Genauigkeit des Autofokus. Letzterer sollte auch bei schnellen Bildserien und schwierigen Lichtverhältnissen zuverlässig sitzen. Dabei kommt es auch darauf an, dass der Prozessor der Kamera mit der Verarbeitung der Bilder hinterherkommt. Ebenfalls eine wichtige Rolle in DSLR-Tests spielt die Bedienung. Sie sollte zugleich intuitiv sein und ambitionierten Fotografen die Möglichkeit bieten, schnell manuelle Einstellungen vornehmen zu können. Die Ansprüche gehen hier allerdings etwas auseinander: Während bei Spiegelreflexkameras für Anfänger eher eine einfache Bedienung im Vordergrund steht, zeichnen sich professionellere Modelle durch eine Vielzahl an Bedienelementen aus, die mit verschiedenen Funktionen belegt werden können. Für die Handhabung ist zudem wichtig, wie die Kamera in der Hand liegt und ob sie sich sicher greifen lässt. Die einzelnen Bedienelemente sollten dabei bequem zu erreichen sein. Ein flexibel schwenkbares Display hilft bei Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven.
Dauerläufer – lange Akkulaufzeiten sind die Spezialität von DSLRs
Damit der Fotoapparat nicht mitten im Ausflug schlappmacht oder gerade dann den Dienst verweigert, wenn die Sonne hinterm Meer versinkt, sollte eine Akkuladung möglichst lange halten. Darauf legen sowohl Nutzer als auch professionelle Tester großen Wert. Im Vergleich zu anderen Kamera-Typen haben Spiegelreflexkamera hier die Nase vorn: Auch Mittelklassemodelle schaffen in der Regel mehr als 500 Aufnahmen mit einer Akkuladung. Selbst die in der Bestenliste führenden spiegellosen Systemkameras und am besten getesteten Kompaktkameras schneiden in dieser Disziplin in der Regel schlechter ab.
Wie gut eignen sich Spiegelreflexkameras für Videos?
Moderne DSLRs liefern in der Regel eine sehr gute Videoqualität. Allerdings hapert es bei vielen Modellen an einem schnellen Autofokus im Videomodus. Hier laufen ihnen DSLMs mittlerweile den Rang ab. Die meisten DSLR-Modelle bieten eine maximale Video-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, also Full-HD, 4K beziehungsweise UHD, wird allerdings immer häufiger. Man sollte jedoch nicht nur auf die Video-Auflösung achten, sondern auch auf die Anzahl der Bilder, die pro Sekunde aufgenommen werden. Ab einer Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde ist es beispielsweise schon möglich, in der Nachbearbeitung flüssige Zeitlupenaufnahmen zu erstellen.
Bei einigen Spiegelreflex- und Systemkamera-Modellen ist die Videotechnik so weit optimiert worden, dass sie auch gerne für professionelle und semiprofessionelle Aufnahmen genutzt werden. Dadurch haben sie klassischen Camcordern mittlerweile das Wasser abgegraben.
Welches sind die besseren Kameras – Spiegelreflex- oder spiegellose Systemkameras?
Der Wettbewerb auf dem Kameramarkt wird für DSLRs immer schwieriger. Spiegellose Systemkameras (DSLMs) sind in der Regel kompakter und leichter und bieten eine ebenso gute Bildqualität wie DSLRs. Letztere haben zwar noch Vorteile, wenn es um die Akkulaufzeit geht, aber auch hier haben die Spiegellosen aufgeholt. Einige Hersteller, die vormals Spiegelreflexkameras im Sortiment hatten, sind bereits komplett auf DSLMs umgestiegen. Zwar sind DSLRs noch auf dem Markt erhältlich, doch neue Modelle werden nicht mehr entwickelt. So hatte Fujifilm seine DSLR-Kameras bereits vor Jahren eingestellt, ebenso wie Olympus. Und auch bei Sony zeigte sich die Entwicklung stark in Richtung spiegellose Zukunft schon früh. Wer allerdings eine preiswerte Kamera sucht, die ein Maximum an Bildqualität sowie eine größtmögliche Auswahl an Objektiven bietet, der ist auch mit den Einstiges-Modellen der beiden DSLR-Platzhirsche Canon und Nikon gut beraten.
































