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Ratgeber

Ratgeber zu Sony Spiegelreflexkameras

Feststehende Spiegel statt Reflex

Sony baut seit Mitte 2006 digitale Systemkameras, die einen schnellen Wechsel des Objektivs erlauben. Die in diesem Jahr eingeführte Alpha-Serie der digitalen Spiegelreflexkameras hat den Namen einfach von Konica Minolta übernommen, die in Japan bereits über Jahre diesen Namen führte – in Europa wurde stattdessen der Markenname Dynax verwendet. Durch die Übernahme des A-Bajonetts in die neue SLT-Serie stehen nicht nur die neu entwickelten Sony-Objektive zur Verfügung, sondern auch jene aus der Minolta-Produktion seit 1985.

Sony Alpha 99 Darstellung des SLT-System anhand der Alpha 99; Quelle: Amazon

SLT statt Spiegelreflex
Seit 2010 baut Sony Systemkameras mit festen halbdurchlässigen Spiegeln. Das System nennt sich SLT (Single Lens Translucent). Anders als bei klassischen Spiegelreflex-Kameras klappt der Spiegel nicht nach oben, um während der Aufnahme Licht an den Sensor zu lassen, sondern sitzt starr im Gehäuse. Der größte Teil des Lichts durchquert den Spiegel und trifft auf den Sensor. Ein Teil des Lichts wird allerdings auf ein Phasenautofokus-Modul abgelenkt. Das bietet den Vorteil, dass auch im Live-View-Modus und bei Videoaufnahmen, der schnellere Phasenautofokus genutzt werden kann. Herkömmliche digitale Spiegelreflex-Kameras sind hier auf den langsameren Kontrastautofokus angewiesen.

APS-C und Vollformat-Sensoren.
In der Regel verfügen Sonys SLT - auch semiprofessionelle Kameras wie die Alpha 77II - über APS-C-Sensoren. Eine Ausnahme stellt die Alpha 99 dar, die mit einem Vollformat-Sensor ausgestattet ist. Vollformat-Sensoren kommen sonst bei Sony in der spiegellosen Alpha-7-Reihe vor, die wie Sonys spiegellose APS-C-Systemkameras mit E- statt einem A-Bajonett ausgestattet ist und somit auf andere Objektive zurückgreift.

Bildstabilisierung
Eine interne Bildstabilisierung charakterisiert alle Alpha-SLT und wurde von Konica Minolta übernommen, die vormals als Antishake-Technik bezeichnet wurde, jetzt aber unter dem Begriff Steady Shot Inside (SSI) beworben wird. Die genutzte Sensor-Shift-Technik zur Reduktion von Verwackelungsunschärfe bewegt den Sensor mit Aktuatoren beim Auslösen und gleicht so die Bewegung des Fotografen aus. Nach eigenem Ermessen kann der Fotograf den Bildstabilisator auch ausschalten, was bei manchen Modellen mit einem seitlich angebrachten Schalter und bei anderen im Menü erfolgt. Diese Aktuatoren kommen auch bei der automatischen Sensorreinigung zum Einsatz.