Beamer

(1.750)
Filtern nach

  • bis
    Los
  • LED (202)
  • Laser (31)
  • Laser-LED (10)
  • Lampe (1.502)
  • Media-Player (117)
  • 3D-Konvertierung (56)
  • Lautsprecher (424)
  • Keystone-Korrektur (414)
  • 3D-ready (412)
  • Lens Shift (204)
  • mehr…

Ratgeber zu Projektoren

Bilder in Lebensgröße

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. kompakt und bildgewaltig
  2. helle Umgebung verlangt hellen Beamer
  3. Unterschiede bei Technik und Leuchtmittel
  4. im Heimkino sollte es mindestens Full-HD sein

Beamer im Test: Was genau wird geprüft?

Wichtigstes Kriterium und mithin kaufentscheidend ist die Bildqualität eines Beamers. In den Tests der Fachmagazine hat sie deshalb mindestens 60 Prozent, oft auch höheren Anteil an der Gesamtnote. Neben der Bildschärfe – im Heimkinobereich sollte es mindestens ein Gerät mit Full-HD-, besser noch eines mit Ultra-HD-Auflösung sein – berücksichtigt man die Helligkeit, gemessen in Lumen. Für große Projektionen in beleuchteten Räumen und den Einsatz im Freien empfehlen sich Geräte mit 2500 Lumen oder mehr, so die Faustregel. Im dunklen Heimkino ist die Helligkeit weniger entscheidend, hier kommt es eher auf Farben, Kontraste und nicht zuletzt auf die Schwarzdarstellung an.

Anschlüsse beim ViewSonic PX727-4K Eingänge für zwei HDMI-Quellen, wie hier beim ViewSonic PX727-4K, sind leider nicht die Regel (Bildquelle: viewsonic.de)

Außerdem wichtig: Wie steht es um Material und Verarbeitung, wie um die Ausstattung? Sind alle wichtigen Anschlüsse dabei? Gibt es einen Lens Shift oder zumindest eine Keystone-Korrektur, damit sich der Beamer flexibel im Raum platzieren lässt? Unterstützt der Projektor 3D-Filme oder kontraststarke HDR-Inhalte? Auch die Handhabung ist entscheidend, hier prüfen die Tester den allgemeinen Bedienkomfort, das Betriebsgeräusch und die Fernbedienung. Zu guter Letzt geht es um Dinge wie Stromverbrauch oder die Lebensdauer der Lampe - auch die Kosten für eine Ersatzlampe werden berücksichtigt. Kurzum: Beamer, die in der Bestenliste weit oben stehen wollen, müssen nicht nur bei der Bildqualität, sondern in allen Belangen überzeugen.

Worauf sollte man beim Kauf eines Beamers außerdem achten?

Unterschiede gibt es nicht nur bei der Bildqualität, bei der Verarbeitung, der Ausstattung und der Bedienung, sondern auch beim Klang. In den Fachmagazinen wird diesem Punkt keine besondere Bedeutung beigemessen – was nicht weiter erstaunt, denn angesichts kompakter Abmessungen sind den eingebauten Lautsprechern Grenzen gesetzt. In der Regel steht den Geräten, die oft überhaupt keinen Schallwandler an Bord haben, ein Heimkinosystem bzw. ein HiFi-Receiver nebst Surround-System zur Seite. Wichtiger sind andere Dinge, darunter die Projektionstechnologie und das Leuchtmittel. Bei der Projektionstechnologie unterscheidet man LCD-, DLP- und LCoS-Beamer, beim Leuchtmittel konventionelle Lampen, LEDs, Laser und Laser-LEDs.

DLP-Beamer: satte Kontraste und tiefes Schwarz

DLP-Beamer (Digital Light Processing) arbeiten mit einem Halbleiter, auf dem sich Millionen kleiner Spiegel befinden. Ein Spiegel entspricht jeweils einem Pixel. Die Spiegel werden durch einen elektrischen Impuls nach vorn oder nach hinten gekippt, um das Licht entweder zur Projektionsoptik oder davon abzulenken. Die Stellung des Spiegels regelt also die Helligkeit des Bildpunktes, parallel dazu erzeugt ein schnell rotierendes Farbrad die Farben. Die Technik hat Vor- und Nachteile: So muss man bei der Wiedergabe kaum Nachzieheffekte in Kauf nehmen, denn die DLP-Technik arbeitet sehr zügig. Man darf sich außerdem auf satte Kontraste und gute Schwarzwerte freuen. Allerdings kommt es bisweilen zum sogenannten Regenbogeneffekt, sprich: Der Betrachter kann die einzelnen RGB-Farben sehen, weil das Farbrad nicht schnell genug rotiert.

LCD-Beamer: kein störender Regenbogen-Effekt

LCD-Beamer (Liquid Crystal Display) setzen bei der Bilderzeugung auf kleine Displays mit transparenten Flüssigkristallelementen. Durch diese Displays strahlt das Licht der Lampe. Weil die einzelnen Elemente durch ein Gitter voneinander getrennt sind, wird das Licht nur anteilig durchgelassen. Unter Umständen zeichnet sich die Pixelstruktur des Displays sogar auf der Leinwand ab (Fliegengittereffekt). Zudem geht es nicht komplett ohne Licht, was die Schwarz- und Kontrastdarstellung erschwert. Auch Nachzieheffekte kann man nicht ausschließen, denn die LCD-Elemente sind relativ träge. Weil sich auf den Displays außerdem Staub absetzt, werden gerne Filter verbaut. Diese Filter müssen in regelmäßigen Abständen getauscht werden, um Schäden am Beamer zu vermeiden. Vorteil: Mangels rotierendem Farbrad sind Regenbogeneffekte ausgeschlossen.

LCoS-Beamer: Teurer, dafür auch besser

LCoS-Beamer (Liquid Crystal on Silicon) – je nach Hersteller wird die Technologie auch als SXRD oder D-ILA bezeichnet - nutzen ebenfalls Flüssigkristallelemente. Im Gegensatz zur LCD-Technik werden allerdings keine transmissiven oder durchlässigen, sondern reflektierende Displays verbaut. Folge: Der Lichtstrahl muss nicht durch das Display hindurch, sondern kann weitestgehend ungehindert zur Projektionsoptik gelenkt werden. Außerdem sitzen die Signalleitungen zum Ansteuern der einzelnen Bildpunkte nicht in den Flüssigkristallelementen selbst, sondern hinter dem Display. Daher sind die Abstände zwischen den einzelnen Elementen kleiner, was den Fliegengittereffekt reduziert. Gleichzeitig bieten die Geräte höhere Kontrastwerte, eine sattere Schwarzdarstellung und im Falle spezieller SXRD-Chips sogar Bilder in echter UHD-Auflösung.

Mini-Beamer Philips PicoPix 3417 Nicht sehr leuchtstark, dafür äußerst kompakt und leicht ist z.B. der akkubetriebene Philips PicoPix 3417 (Bildquelle: philips.de)

Es werde Licht: Lampe, LED, Laser oder Laser-LED?

Unterschiede gibt es nicht nur bei der Bilderzeugung: LED-Beamer nutzen keine Lampen, sondern LEDs als Lichtquelle. In der Regel werden die Farben hier nicht von einem Farbrad, sondern von sequentiell aufleuchtenden RGB-LEDs erzeugt. Die LEDs haben eine lange Lebensdauer, verbrauchen wenig Strom und erzeugen tendenziell weniger Wärme. Ein Lüfter zur Kühlung ist demnach und je nach Leuchtkraft nicht zwingend notwendig. Durch den Verzicht auf klassische Bauteile lassen sich besonders kompakte Geräte realisieren, allerdings bleibt die Leuchtkraft eingeschränkt. Der erste größere Projektor mit LED-Lampen, der Avielo Kroma, brachte es auf immerhin 600 ANSI-Lumen, schlug allerdings auch mit 22.000 Euro zu Buche. Aktuelle Geräte sind bezahlbar geworden - und schaffen dennoch gut 1000 ANSI-Lumen, leider nicht ganz so leise. Noch höher ist die Lichtausbeute bei Geräten mit Laser bzw. einem LED-Laser-Mix, die ebenfalls sehr langlebig sind.

Die hellsten getesteten Beamer

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 NEC PA803UL
2 BenQ SU964
3 Optoma X600

Autor: Jens

Produktwissen und weitere Tests zu Projektoren

Leinen los video 12/2014 - BenQ bringt mit der neuesten Variante seines Erfolgsmodells W1070 als W1070+W eine pfiffige Version mit drahtlosem HDMI und Übertragung der Infrarotbefehle sowie einigen weiteren Weiterentwicklungen. Testumfeld: Ein Beamer und ein Funkübertragungs-Set befanden sich auf dem Prüfstand. Während das Wireless-Kit die Note „sehr gut“ erhielt, wurde der Beamer mit „gut“ bewertet. Bildqualität, Ausstattung, Bedienung und Verarbeitung waren Testkriterien für den Projektor.

Light, aber top video 8/2014 - Sonys neuer VPL-HW40ES könnte ein echter Knaller sein. Er basiert auf dem Oberklassemodell und lässt bei gleichem Chassis nur wenige Features weg. Haben die Japaner an den richtigen Stellen gespart? Ein Full-HD-Projektor wurde in Augenschein genommen und mit „gut“ bewertet. Zu den Testkriterien zählten Bildqualität, Ausstattung, Bedienung und Verarbeitung. Weiterhin wurden die optimalen Einstellungen angegeben.

Friendly Viewing video 7/2014 - Wer mit Freunden Fußball schauen möchte, braucht ein großes Bild. Diese zwei Projektoren sind besonders hell und damit für ein Bild ohne perfekt dunkles Kino optimiert. Testumfeld: Es wurden 2 DLP-Projektoren getestet, die beide die Benotung „gut“ erzielten. Begutachtete Kriterien waren Bildqualität, Ausstattung, Bedienung und Verarbeitung.

Starke Linse Heimkino 2-3/2015 - Sony ist der erste Hersteller, der Projektoren mit nativer 4K-Auflösung fürs Heimkino im Programm hatte. Als günstigste Einstiegsdroge fungierte bislang der VPL-VW500, den wir in Ausgabe 8/9 vorstellten, und der seither unsere Referenzklasse anführt. Seit der IFA hat man das Produktportfolio nach unten abgerundet. Der neue 4K-Einstiegsbeamer heißt VPL-VW300 und kommt ebenfalls von Sony. Getestet wurde ein 4K-Beamer, der die Endnote „überragend“ erhielt. Als Bewertungsgrundlage dienten die Kriterien Bild, Praxis, Bedienung sowie Ausstattung und Verarbeitung.

Kino-Spezialist audiovision 7-8/2014 - Der EH-TW 7200 ist der günstigste Epson-Beamer mit Lens-Shift und Cinema-Filter. Die Basis stimmt, gespart wurde aber an einigen Details. Ein Beamer befand sich im Check. Er erhielt die Endnote „gut“. Zu den Testkriterien gehörten Bildqualität, Material und Verarbeitung, Praxis (Fernbedienung, Bedienkomfort, Betriebsgeräusch) sowie Ausstattung.

Benachrichtigung Wir benachrichtigen Sie kostenlos bei neuen Tests zum Thema Projektoren.

Projektoren

Projektoren nutzen verschiedene Technologien zur Bilderzeugung. Neben den vergleichsweise günstigen, allerdings nicht sehr leuchtstarken LCD-Geräten gibt es Beamer mit DLP- und solche mit LCoS-Technik. Röhrengeräte werden heutzutage kaum noch angeboten, während LED- und vor allem Laser-Projektoren relativ neu am Markt sind. LCD-Beamer („Liquid Crystal Display“) sind bereits für erfreulich niedrige Preise am Markt erhältlich. Bei ihnen wird das Licht durch transparente LC-Displays gelenkt, die durch ein Gitter voneinander getrennt sind. Weil das Gitter einiges vom Licht schluckt, werden LCD-Geräte jedoch im direkten Vergleich nicht ganz so hell wie die teureren DLP-Projektoren. Bei diesen - DLP steht für „Digital Light Processing“ - kommt ein Halbleiter mit winzigen Spiegeln zum Zuge. Die beweglichen Spiegel lenken das einfallende Licht zur Projektionsoptik beziehungsweise von ihr weg, wobei jeder Spiegel für jeweils einen Bildpunkt zuständig ist und die Farben von einem schnell rotierenden Farbrad erzeugt werden. DLP-Beamer werden vergleichsweise hell und bieten gute Kontraste, allerdings muss man bisweilen einen Regenbogeneffekt in Kauf nehmen, sprich: Man sieht die einzelnen RGB-Farben. LcoS-Beamer (SRXD, D-ILA) arbeiten ebenfalls mit LC-Displays, allerdings sind die Flüssigkristalle nicht transparent, sondern reflektieren das Licht direkt zur Projektionsoptik, was höhere Kontrastwerte und eine sattere Schwarzdarstellung zur Folge hat. LED-Projektoren wiederum nutzen LEDs als Leuchtquelle, die langlebiger und effizienter sind, allerdings weniger Leuchtkraft bieten, wobei sich der Abstand zu den anderen Technologien in dieser Beziehung allmählich verringert. Ob nun DLP, LCD, LCoS, LED oder Laser – bei der Kaufentscheidung und je nach Einsatzzweck sollten Verbraucher auf die angepriesene Lichtleistung, auf die physikalische Auflösung, auf praktische Zusatzfeatures wie Lens-Shift, Keystone-Korrektur oder Zoom-Funktion und nicht zuletzt auf die Anschlussmöglichkeiten achten.