Das Wichtigste auf einen Blick:
- DVB-T2 HD liefert öffentlich-rechtliche Sender in Full-HD-Qualität
- im Vergleich zu Kabel oder Satellit weniger Sender
- Meist reicht die alte DVB-T-Antenne – in ländlichen Regionen sind Dach- oder Außenantennen im Vorteil
- Einzelne verschlüsselte Sender gibt es über freenet TV gegen Aufpreis
- Tipp: Geräte mit Twin-Tuner und HbbTV bieten den größten Mehrwert
Das herkömmliche DVB-T-Fernsehen wurde durch DVB-T2 abgelöst – das „Überallfernsehen“. Denn mit einem DVB-T2-Receiver sind Sie nicht mehr auf Kabelanschluss (DVB-C) oder Satellitenschüssel (DVB-S2) angewiesen. Die bedeutendste Änderung durch die Umstellung ist die stark verbesserte Bildqualität. Während DVB-T nur Sender in Standardauflösung übertrug, empfangen Sie mit DVB-T2 Ihre Lieblingsprogramme jetzt in gestochen scharfem Full-HD (1080p).
One for All SV9482: Aktive DVB-T2-Zimmerantenne mit 360°-Empfang, 5G-Sperrfilter und LED-Pegelanzeige – ideal für den störungsfreien HD-Empfang bis 25 km vom Sendemast. (Bildquelle: amazon.de)
Benötige ich für DVB-T2 einen neuen Antennenanschluss?
Grundsätzlich genügt die bereits vorhandene Antenne, mit der Sie DVB-T empfangen haben. Je nach Ihrem Empfangsort kann dies die klassische Haus- oder Dachantenne sein, eine aktive Außenantenne für Balkon oder Fassade, eine Zimmerantenne mit eingebautem Signalverstärker oder auch eine passive Variante. Befinden Sie sich in direkter Nähe zu einem Sendemast, etwa in städtischen Ballungsräumen, genügt oft eine einfache Stabantenne – ideal für DVB-T2-fähige Receiver und Fernsehgeräte mit integriertem DVB-T2-Tuner, einschließlich tragbarer Fernseher.
Der Edision Picco T265 plus empfängt DVB-T2 und Kabel in Full HD – inklusive Aufnahmefunktion ab Werk. (Bildquelle: amazon.de)
Welche Sender sind in Deutschland via DVB-T2 empfangbar?
Das Programmangebot ist überschaubarer als bei DVB-C und DVB-S2, aber die wichtigsten öffentlich-rechtlichen Sender sind empfangbar. Mit DVB-T2 HD kommen alle öffentlich-rechtlichen Programme in hochwertiger HD-Qualität zu Ihnen – darunter ARD, ZDF, die Dritten, arte, 3sat, KiKA und weitere. Die Qualität entspricht mit 1.920 × 1.080 Pixeln der eines Blu-ray-Discs.Wichtig: Die großen privaten Sender wie RTL, Sat.1, ProSieben, VOX und kabel eins sind seit 2019 nicht mehr über DVB-T2 HD in Deutschland empfangbar. Sowohl die RTL-Gruppe als auch ProSiebenSat.1 haben ihren terrestrischen Empfang eingestellt. Wer diese Programme weiterhin sehen möchte, benötigt einen Kabel-, Satelliten- oder IPTV-Anschluss – oder greift auf die frei verfügbaren Mediatheken und Streamingangebote im Internet zurück.
Regional gibt es Unterschiede: In einigen Bundesländern sind regionale Privatsender und Spartenprogramme weiterhin über DVB-T2 frei empfangbar. Das konkrete Angebot hängt stark von Ihrer Region ab.
Wie verhält es sich mit freenet TV?
Der Dienstanbieter freenet TV bietet weiterhin ein kostenpflichtiges Programm-Paket über DVB-T2 HD an. Derzeit kostet das Abonnement 5,99 Euro monatlich (Stand: 2026). Da die großen Privatprogramme nicht mehr enthalten sind, ist das Angebot kleiner geworden. Enthalten sind beispielsweise diverse Sport- und Informationssender. Für viele Nutzer dürfte das frei zugängliche öffentlich-rechtliche TV jedoch ausreichen. Um freenet TV zu nutzen, brauchen Sie einen DVB-T2-Receiver mit Pay-TV-Funktion – entweder mit eingebauter Entschlüsselung (erkennbar am freenet-TV-Logo) oder mit CI-Schacht für ein separates CI-CAM Entschlüsselungsmodul.
Der Strong SRT 420 vereint DVB-T2-Empfang und Android TV 11 in einer kompakten Box – für ältere TVs ohne Internetzugang. (Bildquelle: amazon.de)
Was zeichnet einen Top-DVB-T2-Receiver aus?
Zunächst sind eine hervorragende Bild- sowie Tonqualität und eine gut strukturierte Menüführung entscheidend. Geräte ohne Display oder mit unzureichenden Bedienelementen verlieren hier schnell Punkte. Zu den wichtigsten Funktionen zählen inzwischen: ein Twin-Tuner zum gleichzeitigen Anschauen und Aufnehmen, HbbTV-Unterstützung für den Zugriff auf Mediatheken und eine USB-Schnittstelle zur Aufnahmefunktion (Timeshift und Aufzeichnung auf externe Speicher). Moderne Modelle bieten außerdem eine WLAN- oder LAN-Anbindung, um sie ins Heimnetzwerk einzubinden und Streamingdienste oder Netzwerk-Mediatheken zu nutzen.HbbTV 2.x und hybrider Empfang: Aktuelle DVB-T2-Receiver unterstützen meist HbbTV 2.0 oder höher. So können Sie nicht nur über die TV-Taste Mediatheken direkt aufrufen, sondern auch erweiterte interaktive Inhalte nutzen. Viele Geräte verbinden den klassischen Antennenempfang mit Streamingfunktionen, etwa via Apps für ARD- und ZDF-Mediathek, YouTube oder weitere Anbieter. Diese hybride Lösung macht den Receiver zur vielseitigen Alternative, besonders für Haushalte ohne Kabel- oder Satellitenanschluss.
Ein Tipp zum Kauf: Da RTL, Sat.1 und Co. terrestrisch nicht mehr verfügbar sind, lohnt sich der Kauf eines freenet-TV-fähigen Receivers für die meisten Nutzer kaum. Wer das komplette öffentlich-rechtliche Programm in HD ohne Kabel oder Schüssel genießen möchte, ist mit einem guten DVB-T2-HD-Receiver ohne Pay-TV-Modul bestens beraten.
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