DVB-S2-Receiver

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Ratgeber zu Sat-Receiver

Der DiSEqC-Standard

DiSEqC steht für „Digital Satellite Equipment Control“ und meint einen Industriestandard zum Steuern von Satellitenanlagen, den Eutelsat und Philips in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt haben. Sat-Receiver, die den DiSEqC-Standard unterstützen, können zwei oder mehr Satellitenpositionen ansteuern. Dabei unterscheidet man verschiedene DiSEqC-Versionen. Welche Versionen sind das und was bedeuten sie im Einzelnen?

Hintergründe

Weil beim Satellitenfernsehen mehrere Satellitenpositionen genutzt werden, die – bezogen auf den digitalen Empfang – zudem in jeweils vier ZF- oder Zwischenfrequenz-Ebenen (Low-Band horizontal, Low-Band vertikal, High-Band horizontal, High-Band vertikal) aufgeteilt sind, ist die Zahl der via Satellit ausgestrahlten Programme besonders hoch. Im Prinzip braucht man zum Empfang der vier Ebenen jeweils eine eigene Ableitung, denn die ZF-Ebenen lassen sich nicht gleichzeitig über ein einziges Kabel vom LNB zum Receiver transportieren. Um diesen Aufwand zu umgehen, wird das Single- oder Twin-LNB beziehungsweise der externe Multischalter (bei einem Quattro-LNB ohne eingebauten Multischalter) umgeschaltet. Beim Empfang einer einzelnen Satellitenposition reichen analoge Schaltbefehle, bei zwei oder mehr Satellitenpositionen und der entsprechend höheren Zahl an notwendigen Schaltbefehlen kommt der digitale DiSEqC-Standard zum Zuge. Wer mehrere Quattro-LNBs nutzt, braucht einen Multischalter mit acht, zwölf oder 16 Eingängen, wer auf mehrere Single-LNBs, auf Twin-LNBs oder auf einen Multischalter mit vier Eingängen setzt, benötigt einen DiSEqC-Schalter.

Voraussetzungen

Um mit der Fernbedienung mehrere Satellitenpositionen anzusteuern, sprich: eine DiSEqC-Aktivität auszulösen, muss der Sat-Receiver (der DiSEqC-Master) den digitalen Steuerbefehl ausgeben können. Die gängigste Version, DiSEqC 1.0, wird von nahezu allen aktuellen Sat-Receivern unterstützt. Mit ihr lassen sich vier Satellitenpositionen mit jeweils vier ZF-Ebenen ansteuern (16 Schaltbefehle). Bei der Erweiterung DiSEqC 1.1 sind es maximal 64 Positionen mit vier ZF-Ebenen (256 Schaltbefehle). Wer eine Anlage mit Motor nutzt, weil er kein Multifeed-System (mehrere LNBs) installieren möchte, braucht einen Sat-Receiver mit DiSEqC 1.2 beziehungsweise ein Modell, das DiSEqC 1.3 unterstützt, eine Erweiterung, die durch einen vereinfachten Setup-Prozess charakterisiert ist und auch als USALS bezeichnet wird. Neben den bisher genannten, unidirektionalen Versionen gibt es DiSEqC 2.0 und 2.1, mit denen eine bidirektionale Kommunikation zwischen Receiver und LNB-, Multi- oder DiSEqC-Schalter und damit eine automatische Installation / eine Fehlerdiagnose möglich wird.

Autor: Jens

Produktwissen und weitere Tests zu Satelliten-Receiver

Vielseitig Sat Empfang 2/2010 - Die im November 2009 mit RTL und VOX gestartete HD+-Plattform hat zum Jahreswechsel mit ProSieben, Sat.1 und Kabel eins Zuwachs bekommen. Damit sind zusammen mit RTL und VOX jetzt bereits fünf TV-Sender an Bord. Zum Empfang der HD-Variante sind spezielle HDTV-Sat-Receiver und eine freigeschaltete Smartcard erforderlich. Unserem Testmuster lag bereits eine freigeschaltete HD+-Karte bei. ... Bewertet wurden Bild, Ton, Ausstattung, Verarbeitung und Bedienung.

TV-2.0-Receiver c't 10/2010 - Der VideoWeb S600 ist einer der ersten Hybrid-Receiver für programmbegleitende Online-Dienste nach dem ‚Hybrid Broadcast Broadband TV‘-Standard (HbbTV).

World Wide Watching SFT-Magazin 4/2010 - HD-Sat-Receiver: Der Videoweb 600S kann mehr als Fernsehen empfangen: Dank Netzanbindung lädt man Filme aus dem Internet, blättert in Online-Fotoalben oder Mediatheken.

Ausbaufähig Sat Empfang 1/2009 - Die Einbindung von Sat-Receivern ins Heimnetzwerk nimmt mehr und mehr zu. Auch der Hersteller Opensat hat sich dazu Gedanken gemacht und die netzwerkfähige Azbox Premium HD zum Test geschickt. Getestete Kriterien waren unter anderem Bild, Ton, Ausstattung.

Linux-Wundertüte SAT+KABEL 3-4/2011 - Prall gefüllt: Der AB IP 9900 HD Plus ist ein Linux-Receiver im schicken Gewand mit umfangreicher Ausstattung und überzeugendem Funktionsumfang.

Preiswerter Sat-Empfang digital home 1/2015 - Satellitenempfang bietet eine große Auswahl an TV- und Radioprogrammen aus aller Welt. Über 100 frei empfangbare TV-Sender werden über Astra-Satellit ausgestrahlt. Mit dem HRS 8560 von Xoro können Sie sehr preiswert am umfangreichen Portfolio teilhaben. Geprüft wurde ein HDTV-Satelliten-Receiver. Das Produkt erhielt keine Endnote. Installation, Ausstattung und Bedienung dienten als Testkriterien.

Fernsehen fürs Volk Audio Video Foto Bild 3/2013 - Die Volksbox Web Edition holt nicht nur Satellitenprogramme auf den TV, sondern auch das Internet. Im Check befand sich ein TV-Receiver, der jedoch ohne Endnote blieb. Als Testkriterien dienten Bild und Ton, Ausstattung und Bedienung.

Unschlagbar günstig Sat Empfang 1/2013 (Dezember-Februar) - Analoge Videorekorder sind seit Jahren out. Satellitenfernsehen bietet die Möglichkeit, TV- und Radioprogramme digital zu archivieren. Mit dem Ferguson Ariva 202E können Sie dies ganz individuell mit ihrer eigenen Festplatte tun. Wie das geht und was der Sat-Receiver leistet, lesen Sie hier. Untersucht wurde ein TV-Receiver. Dieser erhielt die Endnote 1,5. Getestete Kriterien waren Bild, Ton, Ausstattung, Verarbeitung und Bedienung.

Kraftvoller Klangriese SAT+KABEL 5-6/2012 - Auch Vistron hat seinem Sat-Receiver VT 8000 ein gelungenes Soundsystem spendiert. Untersucht wurde ein Receiver, der mit „befriedigend“ abgeschnitten hat. Testkriterien waren Ausstattung, Bedienung, Bild, Ton sowie Verarbeitung und Dokumentation.

Vorgestellt: Fuba ODE 100 CI+ InfoDigital 2/2011 - Hinter dem Flachbildschirm versteckbare HD-Satreceiver werden immer öfter gesucht, falls der Fernseher über keinen eingebauten Sat-Tuner verfügt. INFOSAT hat mit dem neuen Fuba ODE 100 CI+ einen besonders interessanten Winzling unter die Lupe genommen.

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Satreceiver

Besitzer einer Sat-Schüssel greifen zum DVB-S2-Receiver. Der digitale Sendestandard DVB-S2 gilt als Nachfolger von DVB-S. DVB-S2 nutzt effizientere Modulationsarten und eine optimierte Fehlerkorrektur, deshalb ist die Bandbreite höher. Der HDTV-Empfang wird dank MPEG4-Komprimierung ebenfalls unterstützt. Mit einem DVB-S2-Receiver, der die Kompressionsverfahren MPEG2 und MPEG4 unterstützt, kann man neben Sendern in Standardauflösung auch Programme in HDTV-Auflösung empfangen, denn fast alle europäischen HD-Sender nutzen die MPEG4-Kompression. Theoretisch lassen sich HD-Signale auch mit dem MPEG2-Verfahren komprimieren. Allerdings ist das Verfahren weniger effizient und folglich kostenintensiver, deshalb wird es bei der HD-Übertragung kaum genutzt. Grundsätzlich gilt: Im Vergleich zu den anderen DVB-Varianten bietet das Satellitenfernsehen die größte Programmvielfalt, denn die Bandbreite ist höher als bei DVB-T (Antenne) und DVB-C (Kabel). Für den Empfang braucht man lediglich eine Sat-Schüssel mit Universal-LNB. Wer neben den freien SD- und HD-Sendern verschlüsselte Angebote empfangen will, muss sich einen Receiver mit integriertem Entschlüsselungsmodul beziehungsweise ein Gerät mit CI- oder CI-Plus-Schacht besorgen. Im CI-Plus-Schacht platziert man ein passendes und in der Regel separat erhältliches CAM-Modul sowie die Smartcard des gewünschten Pay-TV-Anbieters. Falls man die unverschlüsselten Sender aufnehmen will (PVR-Funktion), ist ein Receiver mit integrierter Festplatte beziehungsweise ein Modell mit USB-Schnittstelle zum Anschluss eines externen Speichers praktisch. Ambitionierte TV-Fans greifen zu einem DVB-S2-Receiver mit Twin-Tuner: Dank doppeltem Empfangsteil kann man einen Sender anschauen und gleichzeitig einen zweiten Sender auf die interne / externe Festplatte aufnehmen. Vorausgesetzt, man nutzt eine Sat-Schüssel mit zwei separaten Sat-Leitungen.