Das Wichtigste auf einen Blick:
- Keine Kabelverlegung durch die Wohnung nötig
- Ideal, wenn Router und Fernseher weit voneinander entfernt stehen
- Bei stabilem Netz kaum Unterschied zur LAN-Verbindung
- Funktionsumfang variiert stark – von einfachen Extras bis zur Multimedia-Zentrale
- Android- und Google-TV-Receiver bieten Zugriff auf Netflix, DAZN und Co.
- Software-Updates bequem direkt aus dem Internet einspielen
Sat-Receiver mit integriertem WLAN sind sehr praktisch, besonders wenn der Router weit vom TV-Bereich entfernt steht und keine langen Kabel verlegt werden sollen. Ist das kabellose Netzwerk schnell, stabil und nicht übermäßig genutzt, bietet eine WLAN-Verbindung nahezu denselben Komfort wie ein LAN-Kabel. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Funktionsumfang der smarten Settop-Boxen.
Der Octagon SF8008 empfängt Satellit, Kabel und DVB-T2 in einem Gerät und lässt sich dank Linux (Enigma2) und Dual-Boot weit über die Funktionen eines normalen Smart-TVs hinaus ausbauen. (Bildquelle: amazon.de)
Welchen Vorteil bringt WLAN beim Sat-Receiver?
Das lässt sich nicht generell beantworten. Manche WLAN-Sat-Receiver bieten nur einfache Zusatzfunktionen – hier ist der Nutzen eher begrenzt und der Netzwerkanschluss kaum relevant. Hilfreich ist es jedoch in jedem Fall, wenn Software-Updates direkt über das Internet eingespielt werden können, ohne den Umweg über PC und USB-Stick. Andere Modelle bringen deutlich mehr Features: Unterstützt ein Receiver HbbTV, gelangen Sie mit der Red-Button-Funktion direkt zu den Mediatheken der TV-Sender – praktisch, wenn Sie Ihre Lieblingssendung wie den Tatort lieber am Montag statt Sonntag sehen möchten. Viele Hersteller bieten zudem eigene Smartphone-Apps an, mit denen sich der Receiver bequem fernsteuern und programmieren lässt.Google TV und Android: Streaming direkt auf dem Receiver
Die Mediatheken der Sender sind schon ein großer Gewinn, aber es geht noch weiter. Zahlreiche Geräte fungieren als DLNA-Client und erlauben das Streaming von Inhalten von lokalen Servern. Manche Receiver arbeiten selbst als Server und stellen Medien für andere Netzwerkgeräte zur Verfügung – sei es Smartphone, Tablet oder PC (SAT>IP). Wenn Sie Interesse an Apps haben, wie sie von smarten Fernsehern bekannt sind – etwa Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, DAZN, YouTube oder Spotify –, sind WLAN-Receiver mit Android- oder Google-TV-Betriebssystem die beste Wahl. Aktuelle Geräte wie der STRONG SRT 427 vereinen Satellitenempfang und Google TV in einem kompakten Gehäuse. Die Apps sind entweder bereits vorinstalliert oder lassen sich über den Google Play Store nachträglich installieren, was eine Anmeldung mit einem Google-Konto benötigt. Noch flexibler, allerdings ohne die genannten Streaming-Apps, sind Receiver mit Linux-Basis (z. B. Enigma2). Im Idealfall ist sogar ein Dual Boot möglich, um beide Betriebssysteme parallel zu nutzen.
Der Strong SRT 427 vereint Satellitenempfang und Google TV in einer kompakten Box: Streaming-Apps wie Netflix, Disney+ und DAZN laufen direkt neben über 4.000 Free-TV-Kanälen. (Bildquelle: amazon.de)





