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Produktwissen und weitere Tests zu Druckgeräte

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Druckgeräte

Multifunktionsdrucker dominieren aufgrund ihrer Vielseitigkeit und niedriger Anschaffungskosten den Markt für Privatanwender und werden auch immer häufiger im Büro eingesetzt. Bei hohen Druckaufkommen sind jedoch Farblaser eine gute Alternative, für den reinen Textdruck wiederum ist ein monochromer Laserdrucker einem Tintenstrahldrucker vorzuziehen. Nach wie vor teilt sich der Markt in die beiden Druckertypen Tintenstrahldrucker und Laserdrucker auf, andere Druckverfahren besetzen eher unbedeutende Marktsegmente. Dabei sind in den letzten Jahren Multifunktionsdrucker zu den beliebtesten Geräten aufgestiegen. Dies hängt vor allem mit dem enormen Preisverfall bei den Modellen, die auf der Basis eines Tintenstrahldruckers arbeiten, zusammen. Gute Drucker sind schon für 100 Euro und weniger zu haben, und zwar mit einer Ausstattung, die sie sowohl für Privatanwender als auch für kleinere Büros interessant machen. So kann mittlerweile fast jeder All-in-One-Drucker in ein Netzwerk eingebunden werden, teilweise sogar kabellos. Als neuer Trend hat sich ferner die Ausstattung mit einem direkten Internetzugang beziehungsweise einer eigenen E-Mail-Adresse herauskristrallisiert. Die Modelle können jederzeit und von überall über ein internetfähiges Endgerät, also auch von einem Smartphone oder Tablet-PC, angesprochen und mit Druckaufträgen versorgt werden, alternativ dazu erlauben Apps die unkomplizierte Kommunikation mit Handheld-Geräten. Soll der Drucker hingegen in einem Büro eingesetzt werden, sollte er den beidseitigen Druck (Duplex) beherrschen, da dies Papierkosten sparen hilft, sowie über eine automatische Dokumentenzufuhr für die Stapelverarbeitung von Vorlagen verfügen. Im höherpreisigen Segment sind etliche Modelle auf den Fotodruck spezialisiert. Sie arbeiten mit sechs und mehr Tinten, besitzen eine separate Kassette für Fotopapiere sowie ein Speicherkartenlesegerät und lassen sich daher PC-unabhängig ansprechen. Sie richten sich gezielt an ambitionierte (Hobby-) Fotografen. Beim Gros der Multifunktionsdrucker handelt es sich um 3-in-1-Geräte mit den Funktionen Drucken, Scannen und Kopieren. 4-in-1-Modelle mit zusätzlicher Faxfunktion hingegen sind hauptsächlich für den SoHo-Einsatz („Small Office/Home Office) gedacht. Die Qualität der Kopien und Scans kann mit einem Spezialgerät nicht konkurrieren, reicht aber für den Büro- beziehungsweise Hausgebrauch in der Regel vollkommen aus. Multifunktionsdrucker auf Laserbasis wiederum liefern zwar schlechtere Fotodrucke ab als ihre Tintenstrahler-Kollegen, können dafür mit niedrigeren Betriebskosten aufwarten und schlagen ein höheres Drucktempo an. Die deutlich teureren Geräte sind daher vor allem für Arbeitsgruppen mit einem hohen Output interessant, meistens handelt es sich sogar um Farblasermodelle, die saubere Grafikdrucke ermöglichen. Weitere Vorteile ergeben sich generell aus dem Laserverfahren: Die Ausdrucke sind wisch- und lichtbeständiger als bei einem Tintenstrahldrucker sowie langlebiger.

Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker?

Für Kunden, die auf die Kopier-/Scanfunktion verzichten können, bieten die Hersteller außerdem verstärkt kompakte Farblasermodelle an. Mit Preisen unter 300 Euro sind sie sogar für Privatanwender mit einem hohen Druckaufkommen, die von den niedrigeren Seitenkosten eines Lasers profitieren möchten, attraktiv. Die hochpreisigen Modelle hingegen sind in puncto Ausstattung und Leistung ausschließlich auf den Büroeinsatz getrimmt und lassen sich außerdem je nach Anforderungsprofil erweitern, etwa durch zusätzliche Papierkassetten oder einen Finisher. Das andere Ende der Skala markieren einfache Tintenstrahldrucker, die teilweise schon ab 40 Euro zu haben sind. Sie eignen sich als Allroundtalente für gelegentliche Text-, Grafik- und Fotodrucke, wobei meistens nur in puncto Foto- und Grafikdruck qualitativ einige Abstriche hingenommen werden müssen. Die vergleichsweise hohen Betriebskosten dieser Geräte spielen bei niedrigen Druckvolumina keine so große Rolle. Trotzdem sollten sparsame Verbraucher nach Modellen Ausschau halten, die mit sogenannten XL-Patronen bestückt werden können. Diese haben eine größere Reichweite und drücken daher die Seitenpreise teilweise beträchtlich. Die XL-Patronen werden auch für einige Multifunktionsdrucker auf Tintenstrahlbasis angeboten, speziell bei den im Büro eingesetzten Geräten sollte daher auf diese Einsparmöglichkeit unbedingt geachtet werden.

Nach wie vor die preiswerteste Möglichkeit, reine S/W-Text- und Grafikdrucke herzustellen, bieten monochrome Laserdrucker. Die günstigsten Modelle sind schon für deutlich unter 100 Euro zu haben und empfehlen sich daher auch für Privatanwender, etwa für Schüler und Studenten. Mit steigendem Gerätepreis fallen allerdings auch die Druckkosten und das Drucktempo nimmt merklich zu. Die attraktivsten S/W-Laser warten mit Seitenpreisen von rund 1 Cent auf, bei den Modellen für den Hausgebrauch muss mit dem Drei- bis Vierfachen gerechnet werden. Wer daher lieber flexibler sein möchte, sollte eher zu einem einfachen Tintenstrahler greifen. Die besten Geräte drucken kaum teurer und bieten außerdem Farb- und Fotodrucke an. Außerdem ist zumindest bei Mittelklassemodellen das S/W-Druckbild ähnlich gut und sauber wie bei einem Laserdrucker.

Bei Fotodruck: Tintenstrahler

Die reinen Fotodrucker wiederum sind mit Abstand die Stars unter den Tintenstrahlern. Sie sind zum Teil mit bis zu zehn Tinten bestückt, einige verstehen sich sogar auf A3-(Foto-) Drucke. Die mindestens 500 Euro teuren Geräte richten sich gezielt an ambitionierte Fotografen, die den Ausdruck ihrer Fotos nicht einem Labor überlassen möchten, sondern selbst kreativ tätig werden wollen. Da die meisten Fotodrucker neben den speziellen Fototinten auch eine Patrone mit Textschwarz besitzen, eignen sie sich sogar für S/W-Drucke, sodass sie zumindest im Hausgebrauch auch als Allrounder eingesetzt werden können. Fotodrucker wiederum, die mit dem Thermosublimationsverfahren arbeiten, haben sich auf breiter Front nicht durchsetzen können. Zwar geben sie Fotos in hoher Qualität wieder, die Druckkosten sind jedoch sehr hoch. Die Drucktechnik wird daher hauptsächlich bei kleinen, mobilen Fotodruckern eingesetzt, die sich selbst als „Spaßdrucker“ verstehen, peppig designt sind und für gelegentliche, spontane Ausdrucke eines Fotos angedacht sind, etwa in einer geselligen Runde. Häufig lassen sie sich über Bluetooth, also etwa direkt von einem Smartphone, ansprechen und verfügen über einen Akku. Eine weitere Nische besetzen Nadeldrucker. Da sie als einziges Druckersystem Durchschläge erlauben, sind sie nach wie vor zum Beispiel in Arztpraxen anzutreffen. Das Marktsegment ist aber sehr überschaubar. Dasselbe gilt auch für die mobilen Drucker. Ihre Zielgruppe sind vor allem Businesskunden, die viel auf Reisen sind, und auf die Schnelle unterwegs ein paar Seiten ausgeben möchten. Meistens erfolgen daher Anschluss und Stromversorgung an das Notebook via USB, einige Modelle sind sogar mit Akkus bestückt. Anschaffungs- sowie Druckkosten sind sehr hoch, weswegen ein Kauf wohl überlegt und begründet sein sollte. LED-Drucker schließlich versuchen sich als direkte Konkurrenz zu den Laserdruckern am Markt zu platzieren, wobei hauptsächlich ebenfalls der Businessbereich abgedeckt wird. In puncto Druckqualität, Betriebskosten sowie Druckgeschwindigkeit schenken sich die beiden technisch sehr ähnlichen Druckverfahren allerdings kaum etwas.