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Ratgeber zu Monitore

Die richtige Paneltechnologie wählen

monitore titel 1Die wichtigste Vorentscheidung bei einem Monitorkauf betrifft die Wahl des eingebauten Paneltyps, also der jeweiligen Flüssigkristalltechnologie. Beim Gros der aktuellen Geräte handelt es sich um sogenannte TN-Panels (Twisted Nematic). Sie eignen sich für alle Office- und Multimediaanwendungen, sind aber auch bei Spielern sehr beliebt. Ihr großer Vorteil sind schnelle Reaktionszeiten, die für einen raschen Bildwechsel und damit für eine kurze Latenzzeit (Verzögerung) beim Bildaufbau sorgen. Außerdem verbrauchen sie vergleichsweise wenig Strom. TN-Panels sind in der Herstellung günstig, weswegen preiswerte Monitore ausschließlich mit dieser Fertigungstechnologie produziert werden.

Aufgrund ihres Blickwinkels von nur maximal 170 Grad (vertikal/horizontal, häufig sogar weniger) und der daraus resultierenden uneinheitlichen Farbdarstellung beim Blick von der Seite oder von unten auf das Display eignen sich TN-Panels jedoch nicht für die professionelle Bildbearbeitung. (Diese Einschränkung gilt nicht für einfache Bildbearbeitungen, etwa für die Nachbearbeitung von Urlaubsfotos & Co., die auch auf einem TN-Panel vorgenommen werden können.) Profis ziehen daher einen Monitor mit IPS-, PVA- oder MVA-Panel vor.

monitore 2IPS-Panels (In-Plane-Switching) finden vor allem in der Grafikbearbeitung Verwendung. Die parallele Anordnung der Flüssigkeitskristalle garantiert eine hohe Blickwinkelstabilität bis zu 178 Grad (horizontal/vertikal). Außerdem verstehen sie sich sehr gut auf die Darstellung von Graustufen und Farben. Nachteile sind der hohe Stromverbrauch sowie langsamere Reaktionszeiten als bei TN-Panels. Spieler, die sich trotzdem einen Monitor mit diesem Paneltyp zulegen möchten, sollten zur Weiterentwicklung S-IPS (Super-IPS) greifen, die etwas schneller sind. Außerdem ist ihr Kontrast sowie die Farbdarstellung gegenüber den IPS-Modellen noch einmal verbessert worden. IPS-Panels werden eigentlich hauptsächlich in hochwertige Profimonitore eingebaut und sind deshalb teuer. Seit ungefähr Ende 2010 sind aber auch speziell für den Consumer-Markt produzierte IPS-Monitore zu haben, deren Preise auch für Privatanwender interessant sind, zumal in Kombination mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung auch ihr Stromverbrauch drastisch zurückgegangen ist. Die Displays schalten außerdem vergleichsweise schnell und eignen sich daher gut für Multimedia-Anwendungen.

mon3VA-Panels (Vertical Alignment) beziehungsweise PVA-/S-PVA-Panels (Patterned Vertical Alignment) punkten ebenfalls mit einer guten Blickwinkelstabilität sowie einem hohen Kontrast, weswegen sie sich ebenfalls für die Bildbearbeitung eignen. Sie benötigen allerdings eine starke Hintergrundbeleuchtung und verbrauchen daher mehr Strom. Dank eines sehr guten Schwarzwertes sowie Overdrive-Technologie (eine Art „Bildwechselbeschleuniger“) liefern sie gute bis sehr gute Reaktionszeiten, die sie für jede Form bewegter Bilder, also Videos und Spiele, interessant machen. Preislich liegen sie etwa gleichauf mit IPS-Panels.

moni4Fazit:
Für den Allroundeinsatz und für Spieler ist ein Panel mit TN-Technologie aufgrund des günstigen Preises meistens die erste und auch eine gute Wahl. Die Technik darf als nahezu ausgereift gelten und bietet für nahezu alle gängigen Einsatzgebiete im Alltag eine gute Bildschirmqualität. Multimedia-Fans, die eine hochwertigere Bildqualität wünschen sowie öfter in geselliger Runde vor dem Monitor Filme/Videos schauen, greifen zu einem PVA-/MVA-Panel. Bild-und Grafik-Profis wiederum werden sich ausschließlich mit einem IPS-Panel zufriedengeben.