Fotopapier

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Ratgeber zu Fotodruckpapier

Welches Papier ist das richtige für hochwertige Fotodrucke?

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. No-Name-Papiere so gut wie Markenpapiere
  2. quellbares Papier schützt Farben am besten
  3. mikroporöses Papier dagegen trocknet viel schneller
  4. es gibt beide Sorten in matt oder hochglänzend
  5. Fine-Art-Papier ist immun gegen Vergilben und Säure

Was sagen Tester zu Fotopapieren?

HP Advanced Glossy Photo Paper Q8692A Die Fotogröße 10 x 15 cm ist am populärsten (Bildquelle: amazon.de)

Eines erkennt man sofort, wenn man die Tests zu den teuren Fotopapieren studiert: Sie lohnen sich in der Regel auf jeden Fall. Denn gewöhnliches Office-Papier eignet sich wirklich nur für den Druck von Dokumenten. Will man Fotos zu Papier bringen, hat man es mit ausfransenden Kanten zu tun. Das liegt daran, dass die Feuchtigkeit auch von benachbarten Papierzellen aufgezogen wird. Zudem verursacht die Tinte, wenn sie großflächig aufgetragen wird, dass sich das dünne Papier wellt. Daher verwendet man Fotopapier, welches eine wasserfeste Schutzschicht aufweist, sodass sich das Trägerpapier nicht vollsaugen kann.

Da die meisten Hersteller von Druckern eigenes Spezialpapier anbieten, das angeblich als einziges die volle Leistung aus ihren Geräten zu kitzeln weiß, sind insbesondere die Tests generischer Fotopapiere von Interesse. Die schneiden nämlich in der Regel nicht schlechter ab, sind also eine deutlich preiswertere Alternative. Interessant sind zudem die Vergleiche zwischen Papieren mit quellender Oberfläche und solchen mit mikroporöser, denn nicht für jede Anwendung eignen sich beide Papiertypen gleichermaßen. Schade ist, dass Tests von Fotopapieren ausgesprochen selten sind: Im Schnitt beschäftigen sich selbst Druckermagazine nur alle fünf Jahre einmal mit diesem Thema.

Was ist besser: Quellbares oder mikroporöses Fotopapier?

Pearl Excelsior Light Fotopapier Auch die preiswerteren Fotopapiere können - zumindest für den Hausgebrauch - überzeugen: Pearl Excelsior Light (Bildquelle: pearl.de)

Früher bestand die Barriereschicht der quellbaren Fotopapiere aus Gelantine. Heute verwendet man in der Regel Polymere. Diese Beschichtung quillt durch die Tinte auf, nimmt jedoch durch Verdunstung der in der Tinte enthaltenen Flüssigkeit wieder an Volumen ab, während die Farbpartikel auf der Oberfläche verbleiben. Die Trockenzeit der quellbaren Papiere variieren zwischen einigen Minuten bis zu 24 Stunden. Ist das Fotopapier noch nicht vollständig getrocknet, können schnell Druckstellen oder Kratzer auftreten. Jedoch eignet sich nicht jede Tinte. Statt Pigmenttinte sollte man DYE-Tinte verwenden, in welcher die Farbstoffe gelöst wurden.

Bei der mikroporösen Beschichtung kommt als Sperrschicht ebenfalls eine PE-Folie zum Einsatz, die jedoch aus Kieselsäure besteht. Bei diesem Spezialpapier wird die Tinte durch Kapillarwirkung eingesaugt und auf mikroskopischen Glaskügelchen abgelagert. Die Oberfläche fühlt sich sofort trocken an, dennoch sollte man einen Moment warten. Da allerdings auch Gase in die Trägerschicht eindringen können, genießen die Farbpigmente nicht den selben Schutz wie beim quellbaren Fotopapier.

Gibt es auch Fotopapier für Laserdrucker?

Fotopapier kann tatsächlich sowohl mit geeigneten Laser- als auch mit Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Beim Tintenstrahldruck kommen die Tintentropfen auf die Papier-Oberfläche. Der Druck trocknet schnell. Beim Laserdruck wird der Toner mittels elektrostatischer Ladung auf das Papier übertragen und mit Druck und Hitze fixiert. Daher müssen diese Papiere bis zu einem gewissen Grad hintzebeständig sein. Vor allem Farbdrucke sollen mit diesem Verfahren sehr gut gelingen.

Welche Papierstruktur wirkt am besten: Hochglanz oder matt?

Brother BP71GA3 Fotopapier Bei dieser Papierstärke ist oftmals Schluss: Brother BP71GA3 mit 260 g/m² (Bildquelle: amazon.de)

Während bei einer glänzenden Oberfläche die Farben besonders knackig kommen, spiegelt es mehr die Umgebung wieder und Fingerabdrücke sind sofort sichtbar. Matte Fotopapiere hingegen können mitunter etwas kraftlos und fad wirken. Seidenmatte Fotopapiere bilden einen Mittelweg. Fotopapiere sind dicker als normale Office-Papiere. Man sollte sich vorher erkundigen, bis zu welcher Dicke der Drucker das Papier aufnehmen kann. Oftmals ist bei 300 g/m² Schluss. Die meisten Papiere sind einseitig bedruckbar. Wer allerdings Broschüren herstellen will, wird auf beidseitig bedruckbares Fotopapier zurückgreifen.

Was ist sogenanntes Fine-Art-Papier?

Fine-Art-Papiere weisen häufig keine Sperrschicht auf. Man sollte daher einige Tests durchführen. Durch ihre häufig raue Oberfläche kann ein Drucker mitunter Probleme haben und Schmierspuren verursachen. Dann hilft es, zwischendurch wieder glatte Papiere einzuführen. Fine-Art-Papiere sind haltbarer, da sie lignin- und säurefrei sind. Sie können daher weder durch Lichteinstrahlung vergilben, noch durch Säure zerfressen werden. Papier wird häufig mit optischem Aufheller behandelt, damit es hochweiß ist. Manche Fine-Art-Papier-Hersteller verzichten auf den Aufheller und bringen naturweißes Papier auf den Markt. Die Optik und Haptik der Inkjet-Barytpapiere zum Beispiel entsprechen dem traditonellen Baryt-Papier vergangener Tage. Als Sperrschicht des speziellen Fine-Art-Papiers dient Bariumsulfat, was für cremig-weiße und samtig-schwarze Töne sorgt.

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Weitere Tests und Ratgeber zu Foto-Druckpapier

  • Brillant - ein Name, ein Wort?
    Foto Digital 1-2/2009 Brillant steht laut Wikipedia für ‚hervorragend‘ und ‚glänzend‘. Ein hervorragendes Bild möchte eigentlich jeder Fotograf. Die Firma Calumet bietet die Papierserie ‚Brilliant Museum‘ an. Papierexpertin Christine Motz wollte herausfinden, ob der Name hält, was er verspricht.
  • Klassiker für Schwarzweiß
    PROFIFOTO 11/2007 Das neue Sihl Professional Photo Baryt 290 verbindet auf ideale Weise Aussehen, Haptik und Haltbarkeit traditioneller Baryt-Papiere aus dem herkömmlichen Fotolabor mit Möglichkeiten und Vorteilen der modernen Inkjet-Technik.

Fotodruckerpapier

Fotopapiere wenden sich mit einer breiten Angebotspalette an Profis oder engagierte Hobbyfotografen. Unter ihnen sind Barytpapiere die Spezialisten für S/W-Fotografien. Matte Papiere reflektieren Lichteinfall nicht so stark wie Glanzpapiere, die dafür mehr Farbbrillanz sowie räumliche Tiefe bieten. Entscheidendes Qualitätsmerkmal ist ferner die Papierstärke. Foto-Profis oder auch ambitionierte Hobbyfotografen geben sich mit den Abzügen aus Fotogeschäften oder – in der Billigversion – Drogeriemärkten häufig nicht zufrieden. Sie setzen stattdessen auf hochwertige Fotopapiere mit Spezialbeschichtungen oder aus ausgefallenen Materialien. Die Angebotspalette ist enorm. Barytpapiere zum Beispiel sind klassische Spezialisten für S/W-Fotografien, da sie Licht und Schatten besonders gut wiedergeben und außerdem lange archivierbar sind. Neueste Barytpapiere eigen sich aber auch gut für Farbdrucke mit Tintenstrahlern. Generell ist das Gros der Fotopapiere auf Farbfotos ausgelegt. Matte oder seidenmatte Papiere haben dabei den Vorteil, dass bei einem direkten Lichteinfall kaum unschöne Reflektionen auftreten und sich Fingerabdrücke nicht so leicht abzeichnen. Seidenmattes Papier ist vor allem bei Hobbyfotografen beliebt, da es im Gegensatz zu mattem Papier eine Spur mehr Glanz zeigt und die Bilder dadurch hochwertiger, „echter“ wirken. Als Premiumklasse gelten jedoch glänzende sowie hochglänzende Papiere („High Glossy“, „Ultra High Gloss“). Sie zeichnen sich durch eine kräftige Wiedergabe von Farben in hoher Brillanz, mehr räumliche Tiefe sowie gestochen scharfe Details aus, dafür sind die Ausdrucke meistens etwas empfindlicher. Qualitativ besteht in der Regel allerdings hinsichtlich der Wiedergabequalität kaum ein Unterschied zwischen glänzenden und matten Papieren. Bei einigen Glanz-Papieren wird die Beschichtung darüber hinaus mit einer leichten Struktur versehen, die außergewöhnliche Spezialeffekte erzeugen – eine Spielwiese für künstlerisch veranlagte Fotografen. Dies gilt auch für Canvas-Papier, das die Struktur einer Leinwand besitzt. Fotopapiere sind ferner dicker als herkömmliches Druckerpapier, das Gewicht („Grammatur“) beginnt in der Regel bei etwa 130 g/m². Diese Papiere eignen sich etwa für Ausdrucke, die in Fotoalben geklebt oder hinter Glas aufbewahrt werden. Erst eine Grammatur von rund 260 g/m² entspricht aber den Abzügen aus dem Fotogeschäft. Solche Papiere können zudem von fast jedem Tintenstrahler noch verarbeitet werden – auf höhere Grammaturen trifft dies nicht unbedingt zu. Sie sind Kartons ähnlich und teurer, bieten dafür die beste Qualität und sollten daher für wertvolle oder hochwertige Fotos herangezogen werden. Für einfache Zwecke, etwa bei Präsentationen von mit Fotos versehenen Textdokumente oder für Probeausdrucke, eignet sich häufig auch das sogenannte Inkjetpapier. Es handelt sich dabei um ein speziell für Tintenstrahldrucker optimiertes Papier, das nicht zu den klassischen Fotopapieren zählt, vergleichsweise leicht und günstig ist und trotzdem recht ansehnliche Fotoabzüge erlaubt.