Das Wichtigste auf einen Blick:
- Offene und geschlossene Linux-Systeme bieten unterschiedlich viel Flexibilität
- Offene Systeme erlauben alternative Images wie OpenATV oder OpenPLi mit erweiterter Plugin-Auswahl
- Geschlossene Systeme wie bei TechniSat oder Humax erlauben keine Fremdsoftware
- Plugins ermöglichen Zusatzfunktionen wie HbbTV, DLNA oder IPTV
- Illegale Plugins können als Straftat verfolgt werden – Garantie erlischt zusätzlich
- Cardsharing und illegale IPTV-Dienste sind in Deutschland rechtlich verboten
Fast jeder Fernseher verfügt über einen integrierten Tuner für Antenne, Kabel oder Satellit – dennoch setzen viele Haushalte auf separate TV-Receiver. Besonders gefragt sind dabei Receiver mit Linux-Betriebssystem, was vor allem an der Anpassungsfähigkeit dieses Systems liegt. Durch kleine Zusatzprogramme lassen sich zahlreiche Funktionen ergänzen. Sind die Linux-Systeme offen – eine Unterscheidung zwischen geschlossenen und offenen Systemen ist üblich – kann man alternative Images installieren, die den Einsatz weiterer Plugins ermöglichen.
Empfang allein reicht nicht aus...
Moderne Flachbildfernseher besitzen oft nicht nur einen, sondern gleich drei Tuner für Antenne, Kabel und Satellit. Viele Modelle erlauben das Aufnehmen von Sendungen, bieten zeitversetztes Fernsehen und unterstützen Smart-TV-Funktionen. Dennoch sind der Flexibilität Grenzen gesetzt, selbst bei Geräten mit Google TV oder Android TV als Betriebssystem. Wer mehr erwartet, findet in einem Linux-basierten Receiver eine attraktive Alternative – diese überzeugen auch durch bessere Programmverwaltung, kürzere Umschaltzeiten und ein angenehmes Handling. Es wird zwischen geschlossenen und offenen Linux-Systemen unterschieden. Hersteller wie TechniSat oder Humax entwickeln und pflegen die Software ausschließlich selbst und setzen geschlossene Systeme ein, die keine Fremdsoftware zulassen. Im Gegensatz dazu erlauben Receiver von Dreambox (Dream Multimedia), Opticum, VU+ oder Xtrend das Einspielen angepasster Software-Versionen, was die Möglichkeit bietet, das Programm durch zusätzliche Plugins zu erweitern....und nicht alle Erweiterungen sind legal
Offenes Linux-System auf Enigma2-Basis: Der GigaBlue UHD Quad 4K lässt sich durch Community-Images wie OpenATV um zahlreiche Plugins erweitern. (Bildquelle: amazon.de)
Die Mehrheit der Linux-Receiver mit offenem System nutzt Enigma2 als Softwaregrundlage. Neben den offiziellen Images der Hersteller gibt es Community-Images, die auf Enigma2 basieren und von unabhängigen Entwicklern betreut werden – darunter etablierte Projekte wie OpenATV, OpenPLi oder OpenWebif. Diese Images gewähren Zugang zu einer Vielzahl von Plugins, die nachträglich installiert werden können: Zum Beispiel Plugins für HbbTV, DLNA oder IPTV, wobei IPTV hier vor allem das Abspielen von TV-Streaming-Listen aus dem Internet ermöglicht – nur einige der vielen verfügbaren Funktionen.
Allerdings existieren neben legalen Software-Erweiterungen auch illegale Plugins. Besonders kritisch sind sogenannte Cardsharing-Plugins: Sie ermöglichen das Entschlüsseln von verschlüsselten Pay-TV-Signalen ohne gültige Lizenz. In Deutschland stellt dies nicht nur einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen der Anbieter dar, sondern kann auch strafrechtlich aufgrund des Urheberrechts verfolgt werden. Ebenfalls problematisch sind Plugins, die den Zugang zu illegalen IPTV-Angeboten erlauben – hier drohen ebenfalls rechtliche Konsequenzen. Zudem sollten Sie bedenken, dass die Installation von inoffiziellen Images in der Regel zum Erlöschen der Herstellergarantie führt.
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