Das Wichtigste auf einen Blick:
- Beim Skifahren: Thermojacke und Hardshell kombinieren
- 3-in-1-Jacken: optimal als Skijacke
- Sollte wasserdicht und atmungsaktiv sein
- Die Kapuze sollte helmtauglich sein
- Schneefang, Skibrillentasche, Skipasstasche & Kabelkanal sind typisch
- Kapuze, Ärmel und Saum sollten justierbar sein
Skijacken müssen Sie vor schwierigen Wetterbedingungen in den Bergen schützen. (Bild: arcteryx.com)
Im Sortiment der Hersteller von Wintersportbekleidung findet man zahlreiche unterschiedliche Skijacken. Es gibt keine Universallösung, die für alle Skifahrerinnen und -fahrer gleichermaßen ideal ist. So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten beim Skifahren sind, so verschieden präsentieren sich auch die Skijacken. Auf verschneiten Pisten stehen vor allem zwei Eigenschaften im Fokus: eine hohe Wasserdichtigkeit und eine zuverlässige Wärmeisolierung. Da nicht jede Skijacke beide Merkmale in vollem Umfang bietet, ist es ratsam, bei Bedarf mehrere Kleidungsschichten zu tragen, um den optimalen Schutz vor Nässe und Kälte zu gewährleisten. Dieses Prinzip nennt man Schicht- oder Zwiebelprinzip.
Beim Schichtensystem kombinieren Sie eine wärmende mittlere Schicht mit einer wasserdichten Hardshell. (Bild: thenorthface.de)
Das Schichtensystem: Wie viele Jacken sind nötig?
Ähnlich wie bei einer Zwiebel kleiden Sie sich beim Schichtprinzip in verschiedenen Lagen. Die unterste Schicht (Base Layer), beispielsweise Funktionsunterwäsche, speichert Ihre Körperwärme und zeichnet sich durch hohe Atmungsaktivität aus, sodass Feuchtigkeit von innen nach außen transportiert wird. Darauf folgt die mittlere Schicht (Mid Layer), die meist aus einer kuscheligen Fleecejacke besteht oder bei besonders tiefen Temperaturen durch eine Thermojacke beziehungsweise Daunenjacke ergänzt wird und somit für eine effektive Wärmeisolierung sowie ein angenehmes Tragegefühl sorgt. Die oberste Schicht (Shell Layer) bildet eine wasserdichte Hardshelljacke, die vor Regen, Schnee und Wind schützt. Wenn Sie lediglich vor Wind gewappnet sein möchten, genügt oft auch eine leichte Windjacke als äußerste Lage.
Hochwertige, mehrlagige Membranen sorgen bei Skijacken für Wasserdichtigkeit. (Bild: mammut.com)
Ist eine Hardshell die passende Wahl für Skijacken?
Wer sich beim Skifahren auf zuverlässige Wasserdichtigkeit verlassen und gleichzeitig eine gute Atmungsaktivität genießen möchte, findet mit einer Hardshelljacke die passende Lösung. Diese Jacken sind mit einer mehrlagigen Membran ausgestattet, die nicht nur wasserdicht und winddicht ist, sondern ebenfalls das Schwitzen nach innen verhindern hilft. Solche wasserdichten Hardshells sind besonders geeignet für schweißtreibende Abfahrten auf der Piste oder im Backcountry. Für besonders anspruchsvolle Skitage bieten viele Modelle zusätzliche Belüftungsöffnungen unter den Armen, mit denen Sie das Klimamanagement unter der Jacke optimieren können. Die strapazierfähigen Hardshellmaterialien garantieren eine hohe Langlebigkeit.Wie bedeutend ist die Wärmeisolierung bei Skijacken?
3-in-Jacken kombinieren eine Thermojacke und eine Hardshell per Reißverschluss. (Bild: thenorthface.de)
Auch klassische Winterjacken mit Daunenfüllung werden beim Skifahren verwendet. Diese sind zwar häufig wasserabweisend, jedoch nicht vollständig wasserdicht und verlieren in feuchter Umgebung ihre isolierende Wirkung. Moderne Technologien von Outdooranbietern, wie Primaloft oder Thermoball, setzen auf synthetische Isolierung, die im Vergleich zu Daunen auch bei Feuchtigkeit weiterhin wärmt. Für anspruchsvolle Wintersporttreibende bleibt die Kombination aus einer Hardshell als äußerer Schutzschicht und einer isolierenden Jacke unterhalb davon allerdings weiterhin die beste Wahl. Deshalb bieten viele Hersteller sogenannte Doppeljacken oder 3-in-1-Modelle an, die zwei separat tragbare Jacken (Hardshell plus Fleecejacke, Thermo- oder Daunenjacke) per Reißverschluss verbinden und so sowohl mittlere als auch äußere Schicht in einem Kleidungsstück vereinen. Innenjacken bei 3-in-1-Systemen enthalten oft Elasthan für mehr Beweglichkeit und einen bequemen Sitz.
Bei Skijacken lassen sich meist die Ärmelbündchen verstellen, damit weder Schnee noch Wind eindringen können. (Bild: arcteryx.com)


























