Kochtöpfe: Tests & Testsieger

Die besten Kochtöpfe der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Kochtöpfe auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 15 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Töpfe

Die Materialien

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Material entscheidet über Wärmeleitfähigkeit
  2. Stahl-Emaille: insbesondere bei Induktion eine gute Wahl
  3. Edelstahltöpfe: langlebig, robust und anspruchslos in Reinigung und Pflege
  4. Kupfer: starke Wärmeleitfähigkeit, geben Wärme schnell wieder ab, sehr pflegeintensiv
  5. Aluminiumguss: werden schnell heiß, speichern Wärme aber nicht lang, pflegeleicht, können sich verziehen
  6. Gusseisen: schlechte Wärmeleitfähigkeit, aber ideal zum Schmoren bei geringer Temperatur

Ratgeber KochtöpfeTöpfe können aus Edelstahl, Stahl-Emaille, Aluminiumguss, Kupfer oder Gusseisen bestehen. Das Material entscheidet nicht nur über den Preis, sondern auch über die Wärmeleitfähigkeit und das Gewicht des Topfes. Am verbreitetsten sind Töpfe aus Edelstahl, gefolgt von Töpfen aus Aluminiumguss.

Die Wärmeleitfähigkeit entscheidet

Die Wärmeleitfähigkeit des Materials bestimmt über das Tempo, mit dem die Herdhitze auf den Topfboden und das Kochgut übergeht. Je besser die Leitfähigkeit, desto schneller und effizienter ist der Wärmeaustausch. Allerdings gibt das Material die Wärme auch schnell wieder ab. Eine geringere Wärmeleitfähigkeit hingegen würde die Wärme zwar langsamer aufnehmen, aber auch langsamer wieder abgeben. Beides hat also seine Vor- und Nachteile. Um die besten Eigenschaften verschiedener Materialien zu kombinieren, werden sie teils schichtweise zusammengesetzt. Doch auch die Art der Speisen entscheidet darüber, ob man zu einem gut oder mäßig wärmeleitenden Topf greifen sollte.

Edelstahl: robust, langlebig, pflegeleicht

Töpfe aus Edelstahl sind am weitesten verbreitet, denn sie gelten als langlebig, robust und anspruchslos in Reinigung und Pflege. Allerdings leitet Edelstahl die Wärme eher schwerfällig, sie bleibt also lange im Topf. Bei der Wärmeübertragung vom Kochfeld auf Topfboden und -wandungen ist das eher hinderlich, weshalb diese Töpfe meist einen Sandwichboden mit einer Aluminium- oder Kupfer-Zwischenschicht ausgestattet sind. Vor allem Kupferkerne haben die mit Abstand beste Wärmeleitfähigkeit. Reine Stahl-Emaille ist allerdings insoweit überlegen, als sie gut auf Induktionskochfelder anspricht. Bei Sandwichböden sollte das Augenmerk dem Hinweis „ferromagnetisch“ gelten.

Stahl-Emaille: träge Wärmeleitung, aber gute Wärmespeicherung

Stahl-Emaille-Töpfe besitzen dieselbe, träge Wärmeleitfähigkeit wie Edelstahl-Kochgeschirr und setzen zur Verbesserung der Wärmeübertragung vom Kochfeld auf den Topfboden ebenfalls häufig unterstützend auf einen Sandwichboden. Für Nutzer von Induktionskochfeldern sind reine Stahl-Emaille-Töpfe allerdings von Vorteil, da sie auf das Magnetfeld besonders gut ansprechen und sogar schneller aufheizen als Töpfe mit Sandwich-Böden.Kupfertopf Tornwald-Schmiede

Aluminiumguss: guter Wärmeleitfähigkeit, schlechte Wärmespeicherung

Töpfe aus Aluminiumguss sind ebenfalls pflegeleicht, simple Ausführungen können sich aber bei Hitze verziehen, oxidieren leicht und verschleißen schnell. Anders als Edelstahltöpfe besitzen sie aber eine stärkere Wärmeleitfähigkeit. Dadurch heizen sie schnell auf, geben die Wärme aber auch schnell wieder ab. Bei diesen Töpfen sollte man auf eine robuste Antihaftbeschichtung achten.

Kupfer: ausgezeichneter Wärmeleiter, präzise kalkulierbare Hitze, jedoch pflegebedürftig

Töpfe aus Kupfer sind eher in den Profiküchen und bei versierten Hobbyköchen vertreten. Kupfer besitzt von allen Werkstoffen die stärkste Wärmeleitfähigkeit, verliert die Energie aber schnell an die Umgebung. Der Vorteil dieser ausgezeichneten Leitfähigkeit ist aber, dass die Speisen sehr präzise dosiert erhitzt werden können. Kupfertöpfe stellen aber hohe Ansprüche an die Pflege, verändern ihre Farbe und sind kostspielige Anschaffungen.

Gusseisentopf

Gusseisen: träge Wärmeleiter, gute Schmorspezialisten

Die schlechteste Wärmeleitfähigkeit haben gusseiserne Töpfe. Das kommt Schmorgerichten zugute, die lange und gleichmäßig bei geringer Temperaturzufuhr garen sollen. Andererseits können diese Töpfe die hohen Temperaturen aushalten, die man für das köstliche Aroma kross gebratenen Fleisches benötigt. Ein Nachteil von reinem Gusseisen ist seine Neigung zum Rostansatz. Wer sich daran stört, kann sich an die pflegeleichteren, emaillierten Ausführungen halten.

Spezialfälle: Induktion und Glaskeramik

Als Fußnote sei nachgereicht, dass nicht jeder Topf auch auf jedem Kochfeld benutzt werden kann. Auf Induktionsherden funktionieren beispielsweise nur Töpfe mit einem ferromagnetischen Boden. Aluminiumtöpfe können dort gar nicht eingesetzt werden, Edelstahltöpfe nur eingeschränkt – zumindest die typischen Ausführungen mit Sandwich-Boden. Es sollte auf den Zusatz „ferromagnetisch“ geachtet werden, alternativ ist ein Topf aus reiner Stahl-Emaille empfehlenswert. Für Glaskeramikkochfelder generell weniger zu empfehlen ist die Verwendung von Gusseisen-Töpfen, da die empfindliche Oberfläche beschädigt werden könnte.

Kochtöpfe sortiert absteigend nach ihrer Durchmessergröße

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Schulte-Ufer Wega Fleischtopf (24 cm) Gut(2,0)
2 WMF Perfect Plus Gut(1,8)
3 Lagostina Accademia Edelstahl Bratentopf (20 cm) Gut(1,8)

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